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Einweghandschuhe und Schutzmaske richtig entsorgen

Gelbe Tonne oder Restmüll?  

Einweghandschuhe und Schutzmaske richtig entsorgen

05.11.2020, 12:47 Uhr
Richtiges Händewaschen: Diese fünf Fehler sollten Sie vermeiden

Viren und Bakterien lauern auf Oberflächen, mit denen unsere Hände ständig in Kontakt geraten. Um sich selbst und andere nicht anzustecken, sollte man sich regelmäßig und richtig die Hände waschen. Folgende fünf Fehler sollten Sie dabei vermeiden. (Quelle: t-online.de)

Richtiges Händewaschen: Diese fünf Fehler sollten Sie vermeiden. (Quelle: t-online.de)


Um sich und andere nicht anzustecken, greifen zurzeit viele zu Einweghandschuhen und -schutzmasken. Diese sollten jedoch entsprechend häufig ausgetauscht werden, damit sie wirklich schützen. Doch in welche Tonne kommen die Einmalprodukte?

Nicht nur medizinisches Personal trägt Atemschutzmasken aus Vlies und Einweghandschuhe – in der Corona-Zeit greifen auch zunehmend Verbraucher zu diesen Produkten. Doch anders als in Kliniken und Praxen werden Masken und Handschuhe oft in die Gelbe Tonne oder sogar teilweise auf die Straße geworfen. Denn viele wissen nicht, wie sie die Produkte richtig entsorgen können oder wollen die benutzten Produkte nicht weiter mit sich herumtragen. 

Kommen Einweghandschuhe in den Gelben Sack? 

Einmalhandschuhe können sowohl aus Latex als auch aus Vinyl oder Nitril bestehen. Diese Materialien werden nicht über die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, sondern den Restmüll entsorgt. Neben der Zusammensetzung gibt es auch noch einen weiteren Grund, weshalb die Gummihandschuhe nicht in den Plastikmüll wandern sollten: die Hygiene. Die Utensilien sind beispielsweise mit Viren und Keimen belastet. Dr. Ojan Assadian, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, bestätigt, dass durch Latex- oder Vinylhandschuhe das Tausendfache an Bakterien und Keimen übertragen werden kann. Entsorgen Sie die gebrauchten Handschuhe daher im Restmüll. Dasselbe gilt für andere "Abfälle, die kontaminiert sein könnten und keine Verpackungen sind, wie Taschentücher oder Hygieneartikel. Diese gehören grundsätzlich in den Restmüll", erklärt Axel Subklew, Sprecher der Kampagne "Mülltrennung wirkt" der dualen Systeme. Der so entsorgte Müll wird verbrannt und die Krankheitserreger darauf vernichtet.

Mundschutz aus Vlies in der Toilette entsorgen?

Ein einfacher Gesichtsschutz besteht häufig aus mehreren Lagen Papier oder Vlies. Und auch wenn viele es aufgrund der Beschaffenheit vermuten: Atemschutzmasken aus Vlies gehören nicht in die Toilette. Dort können Sie zu großen Schäden im Abwassersystem führen, da sie sich beispielsweise mit anderen Gegenständen verknoten und dann die Pumpen verstopfen. 

Info
Mundschutz aus Vlies sollte mindestens zwei- bis dreimal am Tag gewechselt werden – am besten nach dem einmaligen Gebrauch oder sobald er durchfeuchtet ist. Andernfalls kann er Mitmenschen nicht mehr vor den möglicherweise infektiösen Tröpfchen schützen. 

Der einfache Mund-Nasen-Schutz aus Vlies sollte auch nicht über das Altpapier entsorgt werden – auch nicht, wenn Sie die Gummibänder für die Befestigung an den Ohren vorab entfernen. Denn wie auch bei den Einweghandschuhen können nach dem Benutzen Bakterien, Viren und Keime nach dem Tragen an der Maske haften. Der Mundschutz aus Vlies oder Papier kommt daher in die Restmülltonne.

Gummihandschuhe und Schutzmaske unterwegs entsorgen

Wenn Sie unterwegs keine Möglichkeit haben, die getragenen Handschuhe und Masken zu entsorgen, können Sie sie nach dem Gebrauch in eine Baumwolltasche geben. Zu Hause oder bei der nächsten Gelegenheit können Sie diese dann entleeren. Um eine Verbreitung der Keime zu vermeiden, sollten Sie die Baumwolltasche regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.

Anstatt beim Mund-Nasen-Schutz oder bei den Handschuhen auf Einmalprodukte zu setzen, sollten Sie Artikel verwenden, die Sie mehrfach benutzen können. Hierzu zählen beispielsweise selbst genähte Atemschutzmasken. Sie schonen zum einen Ihren Geldbeutel und die Umwelt, zum anderen benötigt das medizinische Personal diese Einwegprodukte gerade dringender.

Baumwollhandschuhe bieten laut Experten allerdings keinen ausreichenden Schutz vor Erregern. Viren können die Fasern und Struktur des Stoffs durchdringen. Dasselbe gilt auch für Lederhandschuhe. Allerdings können die Produkte verhindern, sich ständig ins Gesicht zu fassen. Dennoch sollten Sie nach dem Ausziehen der Handschuhe Ihre Hände gründlich waschen, bevor Sie sich im Gesicht berühren. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH
  • Lungenärzte im Netz
  • Myhomebook
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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