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Wieso gibt es kernlose Trauben?

Veränderung des Erbguts  

Wieso gibt es kernlose Trauben?

09.07.2015, 15:06 Uhr | om (CF)

Wieso gibt es kernlose Trauben?.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieso es eigentlich kernlose Trauben gibt? Sind diese Weintrauben die Folge einer Züchtung oder kommen sie tatsächlich in der Natur vor? Wir geben Antworten auf diese Fragen.

Weintrauben ohne Kerne: Mutation oder Züchtung?

In der freien Natur kommen kernlose Trauben und andere Früchte durchaus vor. Diese können durch eine natürliche Mutation – also eine Veränderung des Erbguts – entstanden sein. Allerdings vermögen es diese Formen in den allermeisten Fällen nicht, ohne Hilfe des Menschen weiter zu bestehen.

Eine Vermehrung kann dann durch das Aufpfropfen auf andere Sorten erfolgen. Züchter haben also einen entscheidenden Anteil daran, dass Sie kernlose Weintrauben genießen können. Dabei haben die Züchter nicht nur das Wohl des Verbrauchers im Sinn, der sich über das kernlose Obst freut. Durch die Züchtung sichern sich die Experten laut "Deutschlandradio Kultur" auch die Lizenzgebühren ihrer neuen Sorten.

Kernlose Trauben: Die Sultana

Wenn Sie an kernlose Trauben denken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihnen die Sultana in den Sinn kommt. Weintrauben dieser Sorte sind vermutlich türkischen Ursprungs und nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks (WDR) über tausend Jahre alt. Vermutlich ist sie auf natürlichem Wege als Mutation entstanden.

Die Sultana ist so einzigartig, da sie durchaus einer Bestäubung bedarf. In der Folge bilden sich tatsächlich bescheidene Kerne, die aber mit zunehmender Reife wieder verloren gehen. Ohne die Kultivierung durch den Menschen wäre die Traubensorte aber schnell wieder vom Erdboden verschwunden.

Weintrauben mit Kernen sind gesünder

Doch Kerne dienen zu mehr als nur der Fortpflanzung. Traubenkerne stoßen Hormone aus, die das Wachsen der Trauben anregen. Kernlose Trauben müssen aus diesem Grund oft künstlich mit diesen besprüht werden, um an Größe zu gewinnen.

Außerdem enthalten die Kerne wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die keimtötend und entzündungshemmend wirken können. Dazu müssen die Kerne der Weintrauben allerdings zerbissen werden, denn die Magensäure vermag es nicht, diese aus einem intakten Kern zu trennen.

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