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Krötenwanderung: Warum wandern die Kröten?


Krötenwanderung: Warum wandern die Kröten?

pk (CF), anni

Aktualisiert am 02.03.2016Lesedauer: 2 Min.
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Kröten überqueren die Straße: Die Weibchen tragen die Männchen während der Wanderung auf dem Rücken spazieren.Vergrößern des Bildes
Kröten überqueren die Straße: Die Weibchen tragen die Männchen während der Wanderung auf dem Rücken spazieren. (Quelle: Karina Hessland/imago-images-bilder)

Die Krötenwanderung gehört zu den faszinierendsten, aber auch seltsamsten Phänomenen der Natur. Jedes Jahr im Frühling werden Straßen von unzähligen Kröten heimgesucht. Doch warum und wohin wandern die Tiere überhaupt?

Krötenwanderung: Wie Sie reagieren sollten

Wenn die Nächte im Frühjahr milder werden, machen sich Kröten in Scharen zur Wanderung auf. Der Straßenverkehr stellt für die reisenden Tiere dabei die größte Gefahr dar, da viele von ihnen überfahren werden. Seit Jahren errichten Tierschützer an kritischen Stellen sogenannte Krötenzäune oder bauen Tunnel, damit die Kröten sicher und wohlbehalten ihren Weg finden.

Auch existiert mittlerweile ein eigenes Verkehrszeichen, das auf die Krötenwanderung hinweist und Autofahrer zu mehr Umsicht mahnt. Achten Sie daher unbedingt auf diese Hinweise und fahren in betroffenen Gebieten besonders aufmerksam. Der deutsche Naturschutzbund (NABU) bittet Autofahrer außerdem, überfahrene Amphibien zu zählen und zu melden. Der Bund erhofft sich davon einen besseren Überblick über die Zahl der überfahrenen Tiere.

Fallen, die Leben retten

Engagierte Naturschützer bauen unter anderem regelrechte Fallen, zum Beispiel Eimer, die in der Nähe von Straßen in den Boden eingegraben werden. Diese werden dann zweimal am Tag geleert und die Kröten so sicher über vielbefahrene Straßen gebracht. Helfer berichten, dass sich nach manchen Nächten mehrere hundert Tiere in den Eimern tummeln.

Unterstützung für dieses ehrenamtliche Engagement ist stets erwünscht – fragen Sie am besten bei Ihrem örtlichen Naturschutzbund nach.

Warum wandern Kröten und wohin?

Die Gründe für die Wanderung liegen in der Fortpflanzung der Amphibien. Die weiblichen Kröten suchen hierzu den Tümpel auf, an dem sie selbst geschlüpft sind, und wo sie geeignete Lebens- und Wachstumsbedingungen vorgefunden haben. Damit gehören die Tiere zu den ortsgebundenen Amphibien.

Der Weg zur Laichstelle wird laut BR-Online mithilfe eines speziellen Organs im Gehirn gefunden. Salopp formuliert verfügen Erdkröten also über ein integriertes Navigationssystem. So kommt es, dass die Tiere querbeet durch Wälder, Wiesen, Wohngebiete und Verkehrswege ziehen. Lediglich wenn das Gewässer, an dem eine Kröte aufgewachsen ist, ausgetrocknet ist oder der Weg dorthin verbaut wurde, suchen sich die Tiere ein alternatives Gewässer.

Warum ausgerechnet im Frühling?

Der Frühling ist die ideale Jahreszeit für die Krötenwanderung: Sobald die Amphibien das Winterquartier verlassen, zieht es sie zum Laichen – das heißt, sie legen ihre Eier ab, aus denen später Kaulquappen schlüpfen.

Interessant ist dabei, dass die Reise stets von Hunderten von Tieren gleichzeitig vollzogen wird. Die Erklärung dafür ist, dass es den Feinden dadurch nicht gelingt, alle Eier aufzufressen, so der „Tagesspiegel“. So kann der Nachwuchs gesichert werden. Der Frühling ist auch deshalb geeignet, weil die frisch geschlüpften Kröten somit lange genug Zeit haben, Kräfte für den Winter zu sammeln.

Die Weibchen machen die Arbeit

Die Geschwindigkeit der wandernden Kröten beträgt rund 600 Meter pro Tag, wobei die Tiere vor allem nachts unterwegs sind. Insgesamt legen die Weibchen bei ihrer Wanderung eine Strecke von bis zu fünf Kilometern zurück. Die zierlicheren männlichen Kröten lassen sich dabei meist huckepack von den Weibchen tragen – manchmal schleppt eine Krötendame sogar mehrere Männchen.

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