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Hamsterrad: Jeder Hamster benötigt ein Laufrad. Tipps

Bewegungsdrang  

Hamsterrad: Jeder Hamster benötigt ein Laufrad. Tipps

29.09.2014, 14:57 Uhr | Ann-Christin Hübner

Hamsterrad: Jeder Hamster benötigt ein Laufrad. Tipps. Ohne ein Laufrad könnte ein Hamster im Käfig niemals seinen Bewegungsdrang ausreichend ausleben (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ohne ein Laufrad könnte ein Hamster im Käfig niemals seinen Bewegungsdrang ausreichend ausleben (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Hamster-Laufrad ist mehr als nur ein Fitnessgerät für Nagetiere: Für uns Menschen ist es zum Symbol für den anstrengenden, immer wiederkehrenden Arbeitsalltag geworden. Klar, es ist rund, dreht sich also nur im Kreis, und man bewegt sich eigentlich nicht vom Fleck. Dem Hamster ist das egal, denn er besitzt einen instinktiven Bewegungsdrang.

Warum Hamster im Rad rennen

In der freien Natur müssen Hamster sehr viel laufen, um zu überleben: Ständig sind sie auf Nahrungssuche, der Flucht vor Feinden oder der Suche nach einem Partner.

Die Nagetiere besitzen dementsprechend einen angeborenen Bewegungsdrang. Dem Blog "1000 Antworten" des Südwestrundfunks (SWR) zufolge schaffen die Haustiere im Hamsterrad bis zu 30.000 Umdrehungen in einer Nacht – umgerechnet sind das etwa 20 bis 30 Kilometer.

Laufrad kaufen: Größe und Material

Ob Sie ein Hamsterrad kaufen oder selber bauen, bleibt Ihnen überlassen. Wenn Sie es lieber im Zoohandel kaufen möchten, sollten Sie dem Züricher Tierschutz zufolge bei der Größe darauf achten, dass der Durchmesser nicht weniger als 25 Zentimeter beträgt. Damit sich Ihr Hamster nicht verletzt, sollte das Rad nur auf einer Seite für den Einstieg komplett geöffnet sein. Auch die Lauffläche sollte geschlossen sein, da sich das Tier sonst in den Sprossen verfangen kann. Trotzdem muss die Lauffläche eine Struktur aufweisen, zum Beispiel durch eingeklebte Sprossen. Der Abstand zwischen den Sprossen sollte nicht mehr als drei Zentimeter betragen.

Ein Tipp: Bei Hamsterrädern lohnt es sich, auf Qualität zu achten und lieber etwas mehr Geld auszugeben. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Hamster einen Gefallen, der sich weniger leicht verletzt. Ein robusteres Modell besitzt in der Regel auf ein hochwertigeres Kugellager, quietscht also weniger, und bringt Sie daher nicht um den Schlaf.

Ein Laufrad selber bauen

Idealerweise besteht ein Hamsterrad aus Holz – Plastik und Metall sind weniger gut geeignet. Metallräder haben meistens gefährliche, offene Sprossen und Plastik enthält nicht selten Giftstoffe und splittert beim Annagen ab.

Ein Hamsterrad selber zu bauen empfiehlt sich nur für geübte Heimwerker. Als Material für das Gehäuse verwenden Sie dafür am besten dünne (0,5 cm) Sperrholzlatten, für die Rückwand und die Standbeine ein etwas stabileres Holz. Für die Lauffläche ist eine Korkplatte geeignet, da sie eine Struktur aufweist, auf der die Hamsterfüße haften, ohne dass das Tier hängen bleibt und sich verletzt. Auch hier sollten Sie sich wieder besonders viel Mühe mit der Aufhängung geben, damit das Laufrad später leise ist.

Wichtig: Vergessen Sie nicht, die gesamte Holzfläche mit einem (lösungsmittelfreien) Lack zu behandeln, damit es wasserabweisend ist. Hamster pinkeln nämlich auch gerne mal beim Laufen.

Weitere Varianten: Laufteller oder Ball

Neben dem klassischen Laufrad gibt es zwei weitere Bewegungsmöglichkeiten für Hamster: Den Laufball (auch Laufkugel oder Joggingball) und den Laufteller. Ersterer ist ein hohler Ball aus Plastik mit einer verschließbaren Öffnung, durch die man das Tier hineinsetzen kann. Meistens dienen die kleinen Lüftungsschlitze dem Hamster gleichzeitig dazu, Halt zu finden.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz rät Hamsterhaltern ganz klar von solchen Kugeln ab: "Sie erlauben keine zielgerichtete Fortbewegung und können bei Abstürzen von Tischkante oder Treppenabsatz gefährlich sein". Daneben sei die Belüftung in den Bällen oftmals nicht ausreichend. Tierschützer vermuten außerdem, dass der Hamster darin Panik bekommt, da er sich nicht orientieren kann.

Laufteller waren ursprünglich für Chinchillas gedacht. Sie sind, wie der Name schon sagt, wie ein Teller geformt, und werden leicht schräg an Standbeinen oder Käfigwänden aufgehängt. Obwohl sie eine strukturierte Lauffläche haben, findet der Hamster hier weniger Halt und kann bei hoher Laufgeschwindigkeit im schlimmsten Fall gegen die Käfigwand geschleudert werden. Kritiker warnen außerdem vor Wirbelsäulenschäden durch die dauerhafte Neigung in eine bestimmte Richtung – ein artgerechtes Hamsterrad ist also immer noch die beste Wahl, wenn es um die Bewegung Ihres Hamsters geht.

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