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Hamsterzucht: Alles Wissenswerte über Babys, Geburt und Schwangerschaft

Rasante Fortpflanzung  

Hamsterzucht: Alles Wissenswerte über Babys, Geburt und Schwangerschaft

02.10.2014, 10:27 Uhr | Ann-Christin Hübner

Hamsterzucht: Alles Wissenswerte über Babys, Geburt und Schwangerschaft. So nicht: Hamsterwelpen niemals ohne Handschuhe auf die Hand nehmen! Sie werden dann unter Umständen von ihrer Mutter verstoßen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So nicht: Hamsterwelpen niemals ohne Handschuhe auf die Hand nehmen! Sie werden dann unter Umständen von ihrer Mutter verstoßen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hamster züchten klingt einfacher als es ist: Sie pflanzen sich, wie viele Nagetiere, unglaublich rasant fort, so dass man schnell den Überblick verliert. Wenn Sie Ihre Hamster dennoch vermehren möchten, haben wir hier ein paar Tipps.

Allgemeines zur Hamsterzucht

Grundsätzlich ist Laien von der Hamsterzucht abzuraten, wofür es mehrere Gründe gibt. Hamster gehören zu den Tieren, die sich sehr schnell vermehren: Die Tragzeit beträgt gerade einmal zwei Wochen, Weibchen können direkt nach der Geburt wieder schwanger werden, und die Jungen sind nach etwa einem Monat geschlechtsreif. Daher erfordert eine kontrollierte Vermehrung der Nager Erfahrung und Fingerspitzengefühl und bringt einigen Aufwand mit sich.

Für die Zucht von Hamstern benötigen Sie außerdem ausreichende Kenntnisse über die Genetik der Tiere. Sie können nicht alle Hamsterarten miteinander kreuzen – bei manchen Kombinationen liegt das Risiko einer Fehlgeburt bei nahezu 100 Prozent. Vergewissern Sie sich hier am besten vorher bei einem professionellen Züchter oder paaren Sie von Vornherein nur gleichartige Hamster miteinander. Auch Inzucht ist bei Hamstern unbedingt zu vermeiden.

Hamster vermehren: Akt der Paarung

Hamster sind von Natur aus Einzelgänger, die sich ausschließlich zum Zweck der Paarung zusammentun. Dementsprechend sollten Sie ein Männchen und Weibchen nur dann zusammensetzen, wenn Sie sich Nachwuchs wünschen. Überlegen Sie sich schon vorher gut, wo Sie die kleinen Hamster später unterbringen möchten.

Die Hamsterdame sollte mindestens vier Monate alt sein, wenn sie Mutter wird. Ansonsten riskieren Sie Komplikationen. Weibchen sind etwa alle vier bis sechs Tage empfängnisbereit. Setzen Sie das Weibchen, wenn es hitzig ist, stets zum Männchen und nicht andersherum. Sollte es nicht hitzig sein, wird es nach dem Männchen beißen und sich wehren. Ist es empfängnisbereit, kommt es zur Paarung. Danach sollten Sie das Weibchen sofort wieder in seinen eigenen Käfig setzen.

Schwangerschaft und Geburt

Dass eine Hamsterdame Junge erwartet, ist äußerlich nicht leicht zu erkennen. Sie können es aber zum Beispiel daran sehen, dass sie ein Nest für den Nachwuchs baut und mehr Vorräte bunkert als sonst. Die Schwangerschaft dauert bei Hamstern etwas mehr als zwei Wochen. Falls Ihre Hamsterdame nach 20 Tagen noch nicht geworfen hat, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Kurz vor der Geburt und auch währenddessen ist es ratsam, das Weibchen in Ruhe zu lassen. Hamster sind dabei von Natur aus auf sich gestellt und brauchen keine Hilfe. Kommt zum Beispiel ein Baby tot zur Welt, wird es von der Mutter gefressen. Sie nabelt ihre Jungen auch selbstständig ab, säubert und säugt sie. Normalerweise besteht ein Wurf aus zwei bis zehn Babys.

Geschlechter bestimmen und trennen

Neugeborene Hamster entwickeln sich relativ schnell und sind sehr aktiv und neugierig. Nach gut drei Wochen sind die Kleinen so gut wie selbstständig, dürfen aber noch nicht von der Mutter getrennt werden. Generell sollten Sie es unbedingt vermeiden, die Babys mit bloßen Händen zu streicheln oder gar aus dem Käfig zu nehmen, egal wie niedlich sie sind. Die Mutter nimmt den fremden Geruch wahr und kümmert sich dann möglicherweise nicht mehr um die Kleinen.

Abgeschlossen ist die mütterliche Erziehung erst nach gut vier Wochen. Spätestens dann sollten Sie die Männchen wegen der Geschlechtsreife vom übrigen Wurf und der Mutter trennen, müssen sie aber nicht einzeln halten. Bei den männlichen Hamstern müssten Sie einen Hodenansatz erkennen. Außerdem läuft ihr Hinterteil eher spitz zusammen, während das der Weibchen eine runde Form hat. Bei den weiblichen Jungtieren müssten ab der Geschlechtsreife außerdem zwei Reihen von Zitzen ansatzweise vorhanden sein.

Unter sich können Männchen und Weibchen noch etwa sechs Wochen lang zusammen bleiben. Sobald es zu Rivalitäten kommt, ist es für die Racker Zeit, getrennte Wege zu gehen. Unerfahrenen Haltern soll hier nochmals nachdrücklich von der Hamsterzucht abgeraten werden – Sie tun sich und den Tieren damit in den meisten Fällen keinen Gefallen.

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