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Irish Pub: Das Flair der irischen Bar

Irish Pub: Das Flair der irischen Bar

17.02.2012, 19:20 Uhr | ah (CF)

Der Irish Pub ist überall auf der Welt bekannt und beliebt. Einerseits bewahrt er seine traditionellen Eigenarten, ist aber andererseits auch offen für die Bedürfnisse des Gastlandes – worüber Puristen aber nicht immer glücklich sind.

Wodurch zeichnet sich eine gute Bar aus? Die wichtigsten Komponenten einer jeden Bar, ganz egal, aus welchem Kulturkreis sie kommt, sind natürlich die Auswahl und Qualität an Getränken und gegebenenfalls kleinen Imbissen, das Ambiente und die Atmosphäre der Location und damit einhergehend das Publikum, das von ihr angezogen wird und sie frequentiert. Den Irish Pubs ist es hierbei gelungen, eine ganz eigenständige Mischung dieser Ingredienzien zu komponieren, die einen unverwechselbaren Charme ausstrahlt und fast überall gut ankommt. Die klassischen Getränke eines Irish Pubs sind natürlich irischer Herkunft: Irisches Bier und irischer Whiskey, Guinness und Kilkenny, Jameson und Paddy.

Alternativ können Sie auch Cidre an der Bar ordern, das rötliche Ale oder das schaumkronenbesetzte Stout. Als Snack wird traditionell etwas Salziges angeboten: Wählen Sie zwischen Baked Beans, Fish 'n' Chips oder Ähnlichem. Allerdings kann es auch vorkommen, dass keine Speisen serviert werden. >>

Urig ist auch das Ambiente: Holzbalken und Vertäfelungen, alte Guinness Werbeschilder aus Blech und vielleicht das eine oder andere Bild oder Fotografie von der grünen Insel. Wen wundert es da also, dass die Irish Pubs eine treue Fangemeinde haben?

Um so mehr, als in Irish Pubs nicht nur getrunken wird. Häufig finden Sie Billard-Tisch oder Dartscheibe vor, um Ihren Spieltrieb auszuleben. Alternativ fiebern Sie mit den Iren bei Fußball- und anderen Sportübertragungen mit. Am wichtigsten aber für das spezielle Flair des Irish Pubs ist die Tradition der Live-Musik. Nicht nur treten in Pubs häufig Bands auf: Wenn Sie sich zu den Wagemutigen zählen, können Sie sich in manchen Bars auch selbst auf die Bühne begeben und losjammen. Man erwartet von Ihnen dann nicht gleich Flöten- und Harfenklang des klassischen Celtic-Folk, aber doch Esprit und Spontaneität. Eben eine willkommene Abwechslung für alle Beteiligten.

Doch kaum kombiniert ein Irish Pub in Tokio diese urirische Tradition mit dem japanischen Karaoke, wittert so mancher schon Blasphemie und den Ausverkauf der irischen Identität. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass in Irish Pubs Tomaten-Mozzarella-Baguettes verkauft und Rotwein ausgeschenkt wurde, ohne dass der verantwortliche Wirt Hausverbot bekommen hätte. Vielleicht stellen auch Sie sich die Frage, ob so die echt irische Gemütlichkeit noch gewahrt bleiben kann oder ob Sie als Purist nicht lieber ein Original auf der grünen Insel aufsuchen sollten?

Die irische Kunst des Relaxens

Doch sollte man dieses Spiel um die Authentizität eines Irish Pubs nicht auf die Spitze treiben. Schließlich ist ein solch verkrampfter Anspruch so gar nicht kompatibel mit der relaxten Atmosphäre eines Irish Pubs, derentwegen diese Bars erst weltweit populär geworden sind. In letzter Konsequenz müsste dann auch die Originalsperrstunde um 23 Uhr importiert werden. Vielleicht mag der Aufruf des Barkeepers zur "Last Order" eine romantische Stimmung verbreiten – aber nur, wenn er danach nicht wirklich in die Tat umgesetzt wird.

Und so ist das eigentliche Geheimnis des Irish Pub, also des Public House, wofür "Pub" eine Abkürzung ist, sein Charakter als familiäres Haus: Hier sollen und können Sie sich wie zu Hause fühlen. >>

Hier können Sie gepflegt in stilvollem Ambiente relaxen, unter sich bleiben oder mit den anderen Gästen in einen regen Austausch treten, sich Spiel, Sport oder Musik widmen und irisches Bier oder Whiskey genießen. Selbst wenn Ihnen einmal nach etwas Anderem zumute ist, was die Speise- und Getränkekarte hergibt, dreht Ihnen niemand einen Strick draus. Denn hier im Irish Pub vereinigen sich Familiarität und Aufgeschlossenheit.

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