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Natürliche Verhütung: Welche Methoden gibt es?

Alternativen zu Hormonen  

Natürliche Verhütung: Welche Methoden gibt es?

12.10.2018, 11:37 Uhr | t-online.de, lk

Natürliche Verhütung: Welche Methoden gibt es?. Ein Kalender und Termin für Sex (Quelle: Getty Images/Stadtratte)

Kalendermethode: Mit geplantem Sex lässt sich natürlich verhüten. (Quelle: Stadtratte/Getty Images)

Viele Frauen setzen bei der Verhütung auf Pille, Spirale und Co. – andere wünschen sich dagegen eine natürliche Verhütung. Lesen Sie hier, welche Methode zum Empfängnisschutz ohne künstliche Hilfsmittel sich anbietet und welche eher nicht.

Wichtig: Bevor Sie sich für eine Form entscheiden, sollten Sie sich immer von Ihrem Gynäkologen beraten lassen.

1. Temperaturmethode

Relativ bekannt ist die Temperaturmethode. Richtig angewendet, erreicht sie einen guten Schutz. Ihr Pearl-Index liegt bei 1 bis 3. Somit kann diese Art der Verhütung ähnlich zuverlässig sein wie ein Kondom. Hierfür misst die Frau täglich morgens ihre Körpertemperatur. Nach einiger Beobachtungszeit kann sich so der Eisprung erkennen lassen, der eine leicht erhöhte Körpertemperatur mit sich bringt.

Der Pearl-Index:

Damit die Sicherheit von Verhütungsmethoden vergleichbar ist, wurde der sogenannte Pearl-Index entwickelt. Der US-amerikanische Biologe Raymond Pearl (1879 – 1940) hat ihn ins Leben gerufen. Die Skala bestimmt die Zuverlässigkeit der verschiedenen Verhütungsmethoden. Neue Verhütungsmittel und -methoden werden auch heute nach diesem Index eingestuft. Die wissenschaftliche Formel dazu lautet: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang auf die gleiche Art verhüten, entspricht die Anzahl der Frauen, die in dieser Zeit dennoch schwanger werden, dem Pearl-Index. Werden fünf Frauen trotzdem schwanger, liegt der Pearl-Index der gewählten Methode bei 5. Je niedriger dieser Wert ist, desto sicherer ist die Verhütungsmethode.

2. Zyklusrechnen

Natürlich verhüten lässt sich auch mit der sogenannten Kalendermethode, auch Knaus-Ogino-Methode genannt. Frauen protokollieren in einem Kalender genau ihren Zyklus und können daraus Rückschlüsse auf ihre fruchtbaren beziehungsweise unfruchtbaren Tage ziehen. Damit diese Methode funktioniert, sollten Sie den Kalender über wenigstens sechs Monate führen. Doch in jedem Fall ist sie nicht sehr zuverlässig, da Zyklusschwankungen durch verschiedene äußere Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel Stress oder Krankheiten. Entsprechend ergibt sich ein hoher Pearl-Index von bis zu 30.

3. Zervixschleim-Methode u. Billings-Methode

Bei dieser Form der natürlichen Empfängnisverhütung untersucht die Frau regelmäßig den Gebärmutterschleim. Dieser tritt wenige Tage vor dem Eisprung erstmals aus und wird langsam flüssiger und klarer. Ist der Eisprung vorbei, wird er wieder zäher in der Konsistenz und nimmt eine milchig-trübe Farbe an. Die Methode erreicht jedoch einen recht hohen Pearl-Index von 3 bis 5 und gilt deshalb als eher unsicher.

4. Symptothermale Methode

Sehr viel sicherer kann dagegen die symptothermale natürliche Verhütung sein: Hier ist bei zuverlässiger Anwendung ein Pearl-Index von 0,4 bis 2,3 möglich. Sie kombiniert die Temperaturmethode mit einer regelmäßigen Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut. Auch ein Abtasten des Muttermundes, der während der fruchtbaren Tage leicht geöffnet und weicher ist als sonst, kann ein Teil der symptothermalen Methode sein.

5. Coitus interruptus

Das "Herausziehen" vor dem Samenerguss gilt als eine der ältesten Verhütungsmethoden überhaupt. Sie ist allerdings sehr unsicher – unter anderem deshalb, weil das Präejakulat, der sogenannte Lusttropfen, der vor dem Samenerguss austritt, bereits Spermien enthalten kann.

6. Verhütung durch Stillen

Wenn die Mutter voll stillt und nach der Schwangerschaft noch keine Periode hatte, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft gering. ABER: Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist es dennoch möglich, dass es zu einer Befruchtung kommt, selbst wenn es noch keine Regelblutung gab.

Wenn die frischgebackene Mutter mindestens sechsmal innerhalb von 24 Stunden stillt und insgesamt mehr als 80 Minuten, wird demnach ein Empfängnisschutz von 80 Prozent erreicht. Für die natürliche Barriere sorgt das Milchbildungshormon Prolaktin. Es wird beim Stillen ausgeschüttet und verhindert zusätzlich den Eisprung. Ist zu wenig von dem Hormon in der Blutbahn, weil zu selten gestillt wird, kann es wieder zum Eisprung kommen.

7. Kuriose Verhütungsmethoden

Die natürliche Verhütung birgt auch einige Kuriositäten, die medizinisch sehr zweifelhaft sind: So soll ein regelmäßiges warmes Hodenbad die Spermienproduktion hemmen. Manche Männer schwören außerdem auf Papayasamen: Regelmäßig verspeist, sollen diese ebenfalls die Produktion von Spermien reduzieren oder sogar vollständig verhindern.

Verwendete Quellen:

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