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Ist unsere Beziehung noch zu retten?

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 02.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Beziehungsaus: Nicht immer ist eine Trennung wirklich nötig.
Beziehungsaus: Nicht immer ist eine Trennung wirklich nötig. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Fremdgehen, Distanz oder Sexflaute – es gibt viele GrĂŒnde, die das Ende einer Beziehung einlĂ€uten. Können Sie die Trennung noch verhindern?

Wenn man sich entliebt hat oder etwas in der Partnerschaft vorgefallen ist, das die Vertrautheit und Verbundenheit zwischen den beiden stark beschÀdigt hat, ist es schwer, an eine weitere gemeinsame Zukunft zu glauben. Manchmal ist dies auch nicht sinnvoll. Es gibt jedoch Anhaltspunkte, an denen Sie erkennen können, dass es sich lohnt, nicht gleich an die Trennung zu denken.

Laut Eric Hegmann, Paartherapeut und Coach, durchlebt jede Beziehung sowohl Höhen als auch Tiefen. Dazu gehören auch Unstimmigkeiten und Streit. "Es geht bei Konflikten nur vordergrĂŒndig um Sachthemen, es geht immer um emotionale Themen und die Sorge der Verbindung zum Partner. Hinter einem Konflikt lauern meistens die Ungewissheit und die Frage, weshalb der Partner mich nicht versteht oder sich nicht in meine Situation hineinversetzen kann", so der Experte. Auch ein gewisser Zweifel an den GefĂŒhlen des Partners schwinge bei den meisten Konflikten mit.

Glauben Sie noch an eine gemeinsame Zukunft?

Die Paartherapeuten Dr. Sabine und Roland Bösel sind sich einig, dass eine Trennung verhindert werden kann, wenn beide Partner noch an die Beziehung glauben. Daher sollten sie sich selbst fragen: "Sehe ich noch ein Potenzial in meiner Beziehung? Oder ist das Vertrauen so sehr zerstört, dass ich nicht mehr an uns und eine gemeinsame Zukunft glaube?", so die Experten gegenĂŒber t-online. Besteht aus Sicht von beiden noch der Wille und der Gedanke sowie eine geringe Hoffnung, dass sie wieder zueinander finden könnten, so sei eine Paartherapie sinnvoll. "Es ist jedoch viel Arbeit", sagt Roland Bösel. "An sich bedeutet eine Beziehung, kontinuierlich an der Zweisamkeit zu arbeiten."

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Entscheidungshilfe dank Liebesformel

John Gottman, amerikanischer Beziehungsforscher und Psychologe, hat herausgefunden, dass eine glĂŒckliche und langlebige Beziehung nach einer bestimmten Formel funktioniert: Sie heißt 5:1. Demnach darf auf fĂŒnf positive GefĂŒhlserlebnisse mit dem Partner maximal ein negatives folgen. Ist dies der Fall, so ist die Partnerschaft ausgeglichen, gefestigt und bestĂ€ndig. Zu den unerwĂŒnschten und die Beziehung schĂ€digenden Empfindungen zĂ€hlen: Kritik, Machtdemonstration, RĂŒckzug, Verachtung und Verteidigung. Wichtig ist auch, so Gottman, dass sich die Partner bei einem Streit nicht gegenseitig hochschaukeln. Ein emotionaler Angriff sollte daher nicht mit einem Gegenangriff gekontert werden. Auch sollte das GegenĂŒber nicht zusĂ€tzlich verĂ€rgert, sondern stattdessen besĂ€nftigt werden.

Sandra Murray, Psychologin an der State University of New York, betont zudem, dass fĂŒr eine glĂŒckliche, stabile und harmonische Beziehung ebenfalls Humor, Intelligenz und Toleranz nicht fehlen dĂŒrfen.

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FĂŒhlen Sie sich von Ihrem Partner ignoriert, ununterbrochen kritisiert oder unterdrĂŒckt, sollten Sie ĂŒber eine Trennung nachdenken.

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