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Dürre – wenn das Wasser ausbleibt

Von Charlotte Janus

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
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Ein ausgetrockneter See – in Bayern. Dürren können überall auftreten. Sie können Ursache heftiger Konflikte werden.
Ein ausgetrockneter See – in Bayern. Dürren können überall auftreten. Sie können Ursache heftiger Konflikte werden. (Quelle: imago-images-bilder)
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Wenn über einen längeren Zeitraum eine Dürre herrscht, sind die Folgen verheerend. Das kann heftige Konflikte auslösen. Auch in Deutschland hinterlassen Dürren ihre Spuren. Nun droht 2020 ein erneutes Dürrejahr.

Felder trocknen aus, die Erde platzt auf, Pflanzen verdorren und Flüsse führen immer weniger Wasser: Dürre ist ein akuter Wassermangel, der direkte Folgen für die Bevölkerung der betroffenen Region hat. Weltweit leiden schon jetzt 10,8 Millionen Menschen darunter. Dürren können überall auftreten und in Bezug auf Todesopfer sind sie eine der größten Gefahren durch die Natur. Sie nehmen dem Leben die Existenzgrundlage.

Auch in Deutschland verursachen Dürren zunehmend Schäden, etwa in der Landwirtschaft. Im Jahr 2018 gab es allein bei der Getreideernte einen Ertragsrückgang von 22 Prozent. Nun droht nach zwei extremen Jahren 2020 ebenfalls ein Dürrejahr zu werden.

Wie entsteht eine Dürre?

Wenn in einem Gebiet über einen längeren Zeitraum kaum Regen fällt oder dieser aufgrund von Hitze oder Wind schnell verdunstet, kommt es zu Wasserknappheit. Dürren sind dabei eine zeitweilige Abweichung vom normalen Niederschlagsniveau in einer Region. Ihr Auftreten wird durch sogenannte Dürreindices ermittelt: Die normale Niederschlagsmenge wird mit einem durchschnittlichen Referenzzeitraum im gleichen Gebiet verglichen. In einer Wüstenregion ist kein oder wenig Regenfall normal. Das wird im Index auch so bewertet. Regnet es aber in einer sonst eher feuchten Region über einen längeren Zeitraum nicht, kann es sich um eine Dürre handeln.

Wann Dürren auftreten, ist für Meteorologen nur schwer vorherzusagen: Es gibt keine Regelmäßigkeit. Sie hängen stark vom Klima ab und ändern sich mit ihm. Durch den Klimawandel und die steigenden Temperaturen nimmt die Gefahr von Dürren weltweit zu. Auch die zeitliche Dauer von Dürreperioden steigt an vielen Orten.

Ernteausfälle und gesteigertes Konfliktpotential – die Auswirkungen

In Ländern des globalen Südens führen Dürren schnell zu Hungerkatastrophen. Industrieländer können hingegen besser gegensteuern. Auch Deutschland hatte in den vergangenen Jahren mit Dürreperioden zu kämpfen. Heiße und trockene Sommer haben zu Ausfällen in der Landwirtschaft geführt.

In der Landwirtschaft zeigt sich eine Dürre besonders schnell. Trockene Böden führen zu Ernteausfällen. Das verringerte Angebot kann ein steigendes Preisniveau und Nahrungsmittelknappheit zur Folge haben. Gravierend ist ebenfalls ein resultierender Trinkwassermangel. Weitere Folgen von Dürre können Engpässe in der Stromversorgung, dem Schiffsverkehr, oder bei der Futtermittelproduktion sein. Außerdem steigt die Waldbrandgefahr. Ein dramatischer Mangel an Wasser kann dazu führen, dass ganze Gebiete nicht mehr bewohnbar sind. Wasser wird dann zu einer umkämpften Ressource. Das steigert das Konfliktpotential in den betroffenen Gebieten.

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Verwendete Quellen
  • Statista: Anzahl der Betroffenen von Naturkatastrophen weltweit im 2018 nach Art der Katastrophe
  • Deutscher Wetterdienst: Dürre
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