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Potsdam: Die Ermittlungen am Abraham Geiger Kolleg wurde an der Uni ausgeweitet


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Zentralrat weitet Ermittlungen am Abraham Geiger Kolleg aus

Von dpa
Aktualisiert am 28.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Abraham Geiger Kollegs in Potsdam: Die Untersuchungen werden nun auch von der School of Jewish Theology der Uni Potsdam übernommen.
Das Abraham Geiger Kolleg in Potsdam: Die Untersuchungen werden nun auch von der School of Jewish Theology der Uni Potsdam übernommen. (Quelle: Soeren Stache/dpa-bilder)
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Die Vorwürfe der sexualisierten Belästigungen am Abraham Geiger Kolleg werden von nun an auch extern untersucht: Die Uni Potsdam weitet das Verfahren aus.

Nach Vorwürfen sexualisierter Belästigung am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam wird die Untersuchung nach Angaben des Zentralrats der Juden auf die School of Jewish Theology an der Universität Potsdam ausgeweitet. Dies teilte der Zentralrat am Mittwoch in Berlin als Zwischenstand von Ermittlungen mit, die die Kölner Anwaltskanzlei Gercke Wollschläger in seinem Auftrag führt.

Potsdam: Kein Bereich darf von den Untersuchungen ausgeschlossen werden

Lückenlose, vorbehaltlose und unabhängige Aufklärung sei oberstes Gebot, betonte Zentralratspräsident Josef Schuster: "Wir müssen möglichst verhindern, dass im Rahmen der Untersuchung einzelne, eventuell relevante Bereiche ausgespart werden und dadurch nach Veröffentlichung des Gutachtens Raum für Vorwürfe entstehen könnte, die Aufklärung sei fragmentarisch oder halbherzig betrieben worden." Was genau die bisher 75 Befragungen der Kanzlei ergeben haben, blieb zunächst offen.

Die Vorwürfe der sexualisierten Belästigung durch einen Dozenten am Abraham Geiger Kolleg wurden im Mai in einem Bericht der "Welt" öffentlich. Der Rektor des Rabbinerkollegs, Walter Homolka, ließ seine Ämter ruhen. Homolka war auch Vizedirektor der School of Jewish Theology und Vorsitzender der Leo Baeck Foundation.

In Kürze erste Untersuchungsergebnisse öffentlich

Nach Angaben des Zentralrats wurden Interviews mit Verantwortungsträgern der Einrichtungen sowie mit Betroffenen und Hinweisgebern geführt. Bei den Einrichtungen handle es sich neben dem Abraham Geiger Kolleg um die Leo Baeck Foundation, das Zacharias Frankel College, das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, die Union progressiver Juden und die Allgemeine Rabbinerkonferenz. Weitere Interviews seien geplant. Mit Ergebnissen sei Ende des Jahres zu rechnen.

Die Universität Potsdam hatte vor Kurzem angekündigt, bald erste Untersuchungsergebnisse zu veröffentlichen. Dazu sei für Ende September oder Anfang Oktober eine Pressekonferenz geplant. Am Abraham Geiger Kolleg werden seit 1999 Rabbiner für jüdische Gemeinden ausgebildet. Das Institut für Jüdische Theologie ist Teil der Universität Potsdam.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Yannick von Eisenhart Rothe
Potsdam

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