t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



Menü Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
HomeRegionalBielefeld

Landgericht Bielefeld: Leiche im Wald nicht tief vergraben


Halle
Landgericht Bielefeld: Leiche im Wald nicht tief vergraben

Von dpa
Aktualisiert am 14.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Landgericht BielefeldVergrößern des BildesEin Polizeibus steht vor dem Landgericht Bielefeld. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/dpa-bilder)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilen
Auf WhatsApp teilen

Die Leiche einer 68-jährigen Frau, die im Juli 2023 in einem Waldstück in Halle in Westfalen gefunden worden war, war nicht tief vergraben. Das hat sich am Mittwoch im Prozess gegen den 73-jährigen Ehemann der Toten herausgestellt. Nach Aussage von Gutachtern war es an der Stelle nicht möglich, tief zu graben, weil der Untergrund zu hart war. Die Leiche war deshalb nur mit wenig Erde bedeckt.

Der Angeklagte muss sich vor dem Bielefelder Landgericht wegen heimtückischen Mordes aus Habgier verantworten. Er soll seine Frau überwältigt und sie erdrosselt haben. Die Frau wollte sich von ihm scheiden lassen. Der 73-Jährige soll die finanziellen Folgen gefürchtet haben. Er sagte bislang im Prozess nicht aus.

Dies könnte sich nach der Aussage von Gutachtern des Landeskriminalamtes ändern. Die Experten haben Bodenproben vom Leichenfundort, Faserspuren aus dem Wagen des Angeklagten und DNA-Spuren ausgewertet. Ein Leichenspürhund hatte bei Nylonschnüren, die im Auto des Angeklagten gefunden wurden, angeschlagen. Nach der Analyse der Experten, die am Mittwoch vorgestellt wurden, fanden sich Spuren der Frau im Auto. Offen bleibt aber, ob diese vom Tattag stammen. Bei der Auswertung von Bodenproben von einer Schaufel und einem Spaten zeigte sich eine Gutachterin sicher, dass die Spuren von dem Grab im Wald stammten. Zwar sei die Zusammensetzung des Bodens typisch auch für andere Flächen. Die Farben der gesicherten Erdspuren an dem Werkzeug würde aber mit dem Boden am Fundort der Leiche übereinstimmen.

Der Angeklagte soll seine Ehefrau im Kofferraum seines Wagens zum späteren Fundort der Leiche gefahren haben. Bei den Ermittlungen hatte er dies bestritten. Nach der verschwundenen Frau war wochenlang gesucht worden.

Die Kinder und ein Bruder des Angeklagten kündigten am Mittwoch an, in dem Prozess nicht aussagen zu werden.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website