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Bochum feiert Sieg gegen die Bayern


Bundesliga
Bochum feiert Sieg gegen die Bayern

Von dpa
Aktualisiert am 19.02.2024Lesedauer: 3 Min.
VfL Bochum - Bayern MünchenVergrößern des BildesMünchens Eric-Maxim Choupo-Moting (l-r), Münchens Jamal Musiala, Münchens Thomas Müller und Münchens Matthijs de Ligt gehen in der Halbzeitpause über den Platz. (Quelle: David Inderlied/dpa/dpa-bilder)
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Nach dem Coup gegen den FC Bayern München ist der VfL Bochum auf dem besten Weg zum Klassenverbleib. Das wurde ordentlich gefeiert. Aber nicht alle waren uneingeschränkt zufrieden.

Thomas Letsch merkte selbst, dass er für einen Coup gegen die Bayern erstaunlich angespannt wirkte. "Ich habe doch schon ein Glas Wasser hinter mir", sagte der Trainer des VfL Bochum rund eine Stunde nach dem Schlusspfiff auf die Frage, ob er das 3:2 gegen den Serienmeister feiern werde. Der Sieg sei "kein Grund, groß zu feiern", sagte Letsch: "Die Jungs sollen es genießen heute Abend. Und ich werde sicherlich auch irgendwann ein Grinsen im Gesicht haben." Dann machte der Coach eine kurze Pause und sagte mit einem Lächeln. "Ja, doch, ein Getränk, das etwas anderes ist als Wasser, werde ich heute wohl trinken. Schlafen kann ich sowieso nicht nach Spielen. Egal, ob wir gegen die Bayern gewinnen oder gegen wen wir gewinnen oder verlieren."

Doch die Partie am Sonntag war tatsächlich vor allem emotional etwas Besonderes. "Das ist die Magie des Ruhrstadions", sagte Innenverteidiger Keven Schlotterbeck. "Das war ein enorm geiles Spiel", sagte Kevin Stöger, ein weiterer Torschütze: "Ich glaube, ganz Bochum ist stolz." Und Außenverteidiger Bernardo strahlte: "Die Stimmung hier ist immer geil. Heute haben wir mit zwölf Mann gespielt. Ich glaube, wir haben die besten Fans der Bundesliga. Ehrlich."

Und in der Tat: Die Bochumer Arena hat mit 26.000 Fans zwar das viertkleinste Fassungsvermögen der Fußball-Bundesliga, doch die meist schon gute Stimmung erreichte am Sonntagabend einen Höhepunkt. Vor zwei Jahren hatte der VfL die Bayern zwar schon mal mit 4:2 geschlagen, davor war das aber zuletzt 2004 passiert. Stattdessen hatte es in drei Spielzeiten nacheinander ein 0:7 in der Hinrunde gesetzt.

"Ich habe so oft gegen die Bayern gespielt und immer verloren", sagte Bernardo, dessen gleichnamiger Vater 1991 selbst drei Monate für den Rekordmeister spielte: "Bei Salzburg habe ich bei einem 1:7 auf der Bank gesessen. Mit Leipzig habe ich zweimal in der Bundesliga gespielt und zweimal verloren, dazu im Pokal. Dann das 0:7 in der Hinrunde. Jetzt habe ich endlich mal gewonnen. Meine Beine sind komplett kaputt. Aber wenn man gegen die Bayern drei Punkte holt, ist das scheißegal."

Doch nicht jedem war nach dem Erfolg alles völlig egal. Im Gegenteil: So wie Schlotterbeck direkt nach dem Schlusspfiff, hat sich wahrscheinlich schon lange kein Bundesliga-Spieler mehr nach einem Sieg gegen den großen FC Bayern geärgert. "Ich muss sagen: Mit Elf gegen Zehn haben wir das sehr, sehr schlecht gemacht", schimpfte der ältere Bruder von Dortmunds Nationalspieler Nico Schlotterbeck nach dem Platzverweis von Münchens Dayot Upamecano: "Das müssen wir aufarbeiten. Bis zum 3:1 bin ich voll des Lobes. Aber die letzten 15 Minuten nerven mich. Das hat mir nicht gut gefallen." Es sei zwar "ein geiles Spiel" gewesen, "aber trotzdem gibt es viel zu kritisieren". Dennoch sei es "sicher nicht verkehrt, heute mal ein Bierchen zu trinken und anzustoßen".

Letsch lächelte mit väterlicher Milde, als er auf Schlotterbecks Aussagen angesprochen wurde. Auf dem Spielfeld sei dieser "ein Terrier", sagte der Trainer: "Es ist genau das, was ihn auszeichnet, dass er sauer ist, weil es hintenraus noch gebrannt hat. Ich finde es gut, wenn Keven ein bissel kritischer ist. Aber auch er wird glücklich sein und ein Kaltgetränk zu sich nehmen." Er wolle sich aber "gar nicht vorstellen, wie er drauf gewesen wäre, wenn wir noch das 3:3 bekommen hätten", sagte Letsch lachend: "Aber wir werden es nie erfahren."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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