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Bonn/Stuttgart: Goldtransporter überfallen – Rapper Xatar entlastet Angeklagten

Verdächtiger aus Raum Bonn  

Goldtransporter überfallen – Rapper Xatar entlastet Angeklagten

02.03.2021, 17:58 Uhr | dpa

Bonn/Stuttgart: Goldtransporter überfallen – Rapper Xatar entlastet Angeklagten. Rapper Xatar gibt nach einer Verhandlung am Landgericht Stuttgart ein Interview: Er war für den Überfall bereits vor etwa zehn Jahren verurteilt worden. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Rapper Xatar gibt nach einer Verhandlung am Landgericht Stuttgart ein Interview: Er war für den Überfall bereits vor etwa zehn Jahren verurteilt worden. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

In Stuttgart hat der Prozess um einen Überfall auf einen Geldtransporter begonnen. Rapper Xatar trat als Zeuge auf – und entlastete den Angeklagten aus dem Raum Bonn.

Im Prozess um einen Überfall auf einen Goldtransporter in der Nähe von Ludwigsburg vor mehr als elf Jahren hat der damals verurteilte Rapper Xatar einen mutmaßlichen Komplizen aus dem Raum Bonn vor Gericht entlastet. "Nein, er war nicht dabei", antwortete der 39-jährige Wahl-Kölner am Dienstag vor dem Stuttgarter Landgericht als Zeuge auf die Frage, ob sein angeklagter Bekannter beim damaligen Beutezug Teil der Bande gewesen sei.

Xatar galt nach dem Überfall als Kopf der mindestens fünfköpfigen Räuber-Gang. Die Männer, die ihre Haftstrafen bereits seit einigen Jahren abgesessen haben, hatten den aus Nürnberg kommenden Transporter Ende 2009 als Polizisten der Steuerfahndung verkleidet von der Autobahn 81 bei Ludwigsburg gelotst und geradewegs in die Falle gelockt. Bei dem Raub erbeuteten sie nach offiziellen Angaben 120 Kilo Schmuck und Zahngold im Wert von schätzungsweise rund 1,7 Millionen Euro. Von der Beute fehlt bis heute jede Spur.

Sechs Männer, darunter auch Xatar, waren später zu Haftstrafen zwischen vier und neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Der mutmaßliche siebte Komplize muss sich seit der vergangenen Woche vor dem Landgericht verantworten. Der Deutsche soll beim Coup einen der beteiligten Wagen gefahren und die Beute in Sicherheit gebracht haben. Der Familienvater aus dem Raum Bonn bestreitet die Vorwürfe vehement.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft ist der Mann der einzige Tatverdächtige, gegen den im Zusammenhang mit dem Goldraub noch ermittelt wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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