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Streik am Airport Bremen: Urlauber genervt – "Für uns eine Katastrophe"


Urlauber frustriert
Streik legt Flughafen lahm: "Für uns eine Katastrophe"

Von t-online, stk

01.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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"Für uns eine Katastrophe": Das sagen die Passagiere in Bremen zum Flughafenstreik. (Quelle: t-online)
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Nichts geht mehr an vielen deutschen Flughäfen. Der Streik sorgt für zahlreiche Ausfälle. Auch in Bremen stehen die Flugzeuge still, Urlauber sind genervt.

Leere Hallen, die Flugzeuge bleiben am Boden: Der landesweite Streik an vielen deutschen Flughäfen sorgt für Frust bei Betroffenen. Der Ärger ist auch am Airport Bremen zu spüren. Dort harrten seit dem Morgen vereinzelt Menschen aus und hofften auf einen Flug an ihr Urlaubsziel, berichtet ein Reporter vor Ort. Manch einer sprach von einer "Katastrophe".

Im Gespräch mit dem Reporter schildert ein Mann seine Erlebnisse so: Eigentlich habe er mit seiner Familie von Frankfurt am Main nach Fuerteventura fliegen wollen, doch der Flug sei kurzfristig nach Bremen umgebucht worden. Als setzte sich die Familie kurzerhand in einen ICE-Zug und fuhr in die Hansestadt. Doch auch hier stehe er auf verlorenem Posten. Bislang habe er keine Informationen erhalten, ob das Flugzeug überhaupt abheben werde.

Urlauber haben "wahre Odyssee" hinter sich

Auf Fuerteventura warte eigentlich ein Aida-Schiff auf die Urlauber, mit der man eine Kreuzfahrt machen wollte. Doch der Mann habe wenig Hoffnung, die Reise tatsächlich antreten zu können. Er wisse, sagte er dem Reporter: "Die Aida wird auch ohne uns fahren."

"Streik", so der Mann, "ist angebracht und vielleicht auch gerechtfertigt, aber für uns als betroffene Urlauber ist das schon eine Katastrophe." Man habe eine "wahre Odyssee" hinter sich und könne nur hoffen, dass sich noch etwas regeln lasse.

Andere Reisende "ganz enstpannt"

Ein anderer Mann hingegen sei "ganz entspannt", sagte er, während er in der Empfangshalle des Airports wartete. Er sei etwa 100 Kilometer nach Bremen angereist und habe gewusst, dass gestreikt werde. Sollte es nicht weitergehen, sei das für ihn nicht das "große Problem". Für andere, das wisse er, sei das natürlich "wesentlich ärgerlicher". Am Morgen sei am Airport nicht einmal genügend Personal vor Ort gewesen, um "vernünftige Informationen zu geben", von daher wisse er momentan "einfach nichts".

Insgesamt, so der Airport Bremen, musste man sieben von 19 Flügen, die heute eigentlich anstehen, streichen. Man versuche jedoch, den Flugbetrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Fluggäste müssten insbesondere am Check-in mit längeren Wartezeiten rechnen.

"Die Verantwortlichen wissen genau, was wir leisten"

"Ich wünsche mir, dass unsere Arbeit mehr respektiert wird und wir hier nicht immer diese Spielchen bei Verhandlungen spielen müssen", sagte ein Streikteilnehmer der Deutschen Presse-Agentur unterdessen am Flughafen in Frankfurt. "Die Verantwortlichen wissen ganz genau, was wir hier täglich leisten, dass wir unseren Mann oder unsere Frau stehen, zehn Stunden lang und oft von Passagieren beleidigt werden." Zu Hochzeiten fertigten er und seine Kolleginnen und Kollegen 280.000 bis 300.000 Passagiere ab. Das Verhältnis der Bezahlung zur Leistung passe nicht mehr.

In dem Tarifkonflikt fordert Verdi 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben für dieses Jahr 4 Prozent und für das kommende Jahr 3 Prozent mehr Geld angeboten. In Frankfurt wären rund 5.000 Mitarbeiter von einem neuen Tarifvertrag betroffen.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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