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Bremen: Bettwanzenspürhunde erschnuppern Schädlinge

Nervige Blutsauger  

Bettwanzenspürhunde erschnuppern Schädlinge

29.06.2021, 09:35 Uhr | dpa

Bremen: Bettwanzenspürhunde erschnuppern Schädlinge. Der Bettwanzenspürhund Jamiro riecht an einem Glasröhrchen mit einer Bettwanze. Ob in Pilgerunterkünften am Jacobsweg, in Jugendherbergen, Hotels oder zuhause – Bettwanzen sind gar nicht so selten.  (Quelle: dpa/Sina Schuldt)

Der Bettwanzenspürhund Jamiro riecht an einem Glasröhrchen mit einer Bettwanze. Ob in Pilgerunterkünften am Jacobsweg, in Jugendherbergen, Hotels oder zuhause – Bettwanzen sind gar nicht so selten. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)

Hilfreiche Spürnasen: In Bremen sollen zwei Hunde darauf trainiert werden, Bettwanzen zu erschnüffeln. Auf Kommando suchen die beiden systematisch die Umgebung nach den Insekten ab. "Wanze Go!"

Auch Bettwanzen haben ihren eigenen Geruch. Um das schon bei wenigen Insekten festzustellen, muss man aber eine besonders feine Nase haben, wie die beiden Bettwanzenspürhunde Ramirez und Jamiro.

Die beiden sind für die Bremer Firma JamiroTec im Einsatz, die nahezu alle Arten von Schädlingen bekämpft, und wurden von der professionellen Trainerin Sabine Mühlbradt nach dem System der Zielobjektsuche geschult. "Am Anfang haben wir schon 10, 20 Bettwanzen genutzt, um die Hunde durch die Geruchsprobe zum Riechen zu animieren", sagt Mühlbradt.

Abschnuppern auf Kommando

Nun geht Labrador Ramirez auf das Kommando "Wanze Go!" an die Arbeit. Regale, Sofa, Sessel, Fensterbank, Teppiche – alles schnuppert er systematisch und hochkonzentriert ab. Dann bleibt der dreijährige Rüde abrupt stehen, den Kopf noch halb im Regal versenkt. Er zeigt den Fund an: Die winzige Bettwanze ist entdeckt.

Claudia Kasig trainiert mit den Bettwanzenspürhund Jamiro die Suche nach den Schädlingen. (Quelle: dpa/Sina Schuldt)Claudia Kasig trainiert mit den Bettwanzenspürhund Jamiro die Suche nach den Schädlingen. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)

"Cimex lectularius" ernährt sich von Blut. Das Insekt wird im ausgewachsenen Stadium zwischen 4 und 8,5 Millimeter groß. Hauptwirte sind Menschen. "Bettwanzen werden als eklig empfunden und hinterlassen Stiche, übertragen aber keine Krankheitserreger", informiert das Umweltbundesamt auf seiner Webseite. Häufig wird der Stich der Bettwanze gar nicht wahrgenommen, die Hautreaktion kann sehr unterschiedlich ausfallen – einige Menschen reagieren gar nicht, bei anderen bilden sich juckende Pusteln, Blasen oder Quaddeln.

Um die lästigen Wanzen loszuwerden, ist chemische Behandlung, viel Hitze oder viel Kälte nötig. 60 Grad machen jeder Wanze den Garaus. Doch zunächst müssen die Schädlinge, die gerne von Auslandsreisen mitgebracht werden, entdeckt und gestellt werden. Dafür werden auch andernorts in Deutschland teils Spürhunde eingesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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