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Dortmund: Versuchter Hammer-Mord an Lehrer – 17-Jähriger verurteilt

In Hinterhalt gelockt  

Versuchter Hammer-Mord an Lehrer: 17-Jähriger verurteilt

06.07.2020, 16:06 Uhr | dpa

Dortmund: Versuchter Hammer-Mord an Lehrer – 17-Jähriger verurteilt. Ein Garagenhof in Dortmund: Hierhin hatten drei Schüler einen Lehrer gelockt, weil sie ihn laut Gericht ermorden wollten. (Quelle: dpa/Thissen)

Ein Garagenhof in Dortmund: Hierhin hatten drei Schüler einen Lehrer gelockt, weil sie ihn laut Gericht ermorden wollten. (Quelle: Thissen/dpa)

Nachdem drei Schüler versucht hatten, einen Lehrer in Dortmund zu erschlagen, ist ein 17-Jähriger nun zu einer Haftstrafe wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Zwei weitere Jugendliche standen vor Gericht.

Nach einem geplanten Anschlag auf einen Lehrer in Dortmund hat das Landgericht einen 17-jährigen Jugendlichen wegen versuchten Mordes zu einer Haftstrafe verurteilt. Das genaue Strafmaß teilte das Landgericht am Montag zunächst nicht mit. Die Strafe habe aber nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können, sagte ein Sprecher. 

Die Verhandlung gegen den 17-Jährigen und zwei 18 und 19 Jahre alte Komplizen fand vollständig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der 18-Jährige wurde wegen Beihilfe zum versuchten Mord verurteilt. Der dritte Angeklagte wurde hinsichtlich des Mordkomplotts freigesprochen.

Die Angeklagten sollen den Lehrer im Mai 2019 unter einem Vorwand in einen Hinterhalt gelockt haben, um ihn dort mit einem Hammer zu erschlagen. t-online.de hatte berichtet. Der Lehrer war jedoch misstrauisch und drehte niemandem den Rücken zu. Daher war es nicht zu einem Angriff gekommen.

Lehrer hält Schüler für "sehr gefährlich"

Der Lehrer, der sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen hatte und deshalb jeden Verhandlungstag im Saal verfolgen durfte, zeigte sich anschließend auf dem Gerichtsflur zufrieden und erleichtert. "Ich kann mit diesem Urteil sehr gut leben." Die Tatsache, dass die Richter den Hauptangeklagten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt hätten, sei ein wichtiges Signal für ihn und seine Kollegen.

Den 17-Jährigen hält der Lehrer für charakterschwach und weiterhin "sehr gefährlich". Es bleibe zu hoffen, dass die Zeit im Jugendgefängnis aus ihm einen besseren Menschen mache, sagte er. Er selbst gehe weiter gerne und ohne Angst zur Schule. "Ich glaube schon, dass ich jetzt besser mit der ganzen Sache abschließen kann." Die Urteile gegen die Angeklagten sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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