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Rehasport am UKSH Kiel: PD Dr. Thorsten Schmidt im Interview mit t-online

INTERVIEWPD Dr. Thorsten Schmidt  

Entdeckergeist in schwierigen Zeiten das A und O

Von Eva Puschmann

08.01.2021, 16:53 Uhr
Rehasport am UKSH Kiel: PD Dr. Thorsten Schmidt im Interview mit t-online. Thorsten Schmidt betreut eine Patientin beim Training. Das Team des Vereins für Gesundheit und Rehasport am UKSH Kiel hat im Jahr 2020 viele Online-Programme auf die Beine gestellt. (Quelle: Kiel.de)

Thorsten Schmidt betreut eine Patientin beim Training. Das Team des Vereins für Gesundheit und Rehasport am UKSH Kiel hat im Jahr 2020 viele Online-Programme auf die Beine gestellt. (Quelle: Kiel.de)

Sport hält fit und macht gesund: Im Interview erzählt der Sportmediziner Thorsten Schmidt aus Kiel was seine größte Motivation ist.

Sport ist für den Mediziner Thorsten Schmidt eine wahre Leidenschaft. Immer wieder hat er sich beim Sport machen gefragt: Wie können Erkrankungen und Nebenwirkungen durch Sport im Alltag gemindert werden. Um das herauszufinden und umzusetzen, hat er zusammen mit Kollegen den Verein für Gesundheit und Rehabilitationssport am UKSH e.V. gegründet.

"Kontakt, Lebensfreude und Alltagsstruktur", erklärt Schmidt, sind die zentralen Punkte, die der Sport im Leben von seinen Patienten, aber auch von anderen, mit sich bringen soll. Wie eine "Polypille" , so habe es ein Kölner Kollege genannt, werden körperliche aber auch soziale Interaktion vereint. Gerade die Gruppe, in der Sport betrieben wird, sei für viele Menschen entscheidend. "Schon im März hat uns genau das vor eine große Herausforderung gestellt, unsere Teilnehmer umfassend zu betreuen", erzählt er weiter. Zwar könnten einzelne Sportprogramme auch von zu Hause absolviert werden, die sozialen Aspekte blieben dabei allerdings oftmals auf der Strecke.

Dennoch waren es seine Patienten und Teilnehmer der Sportprogramme, die den 41-Jährigen immer weiter motiviert haben. "Das ist der größte Antrieb! Hätte ich meine Teilnehmer vom Sport nicht, wäre meine Arbeit nur halb so schön!",sagt Schmidt. Von ihnen lerne er immer sehr viel und das bereichere nicht nur die Zusammenarbeit sondern auch sein Leben sehr stark.

Erfindergeist für ein besseres Betreuungsprogramm

"Jetzt, im zweiten Lockdown, konnten wir es dann in Rücksprache mit den Krankenkrassen ermöglichen, dass wir mit einem Hygienekonzept das Training weiter anbieten können", freut sich der Sportwissenschaftler. So könnten einige Kurse in einem kleinen Kreis weiterhin vor Ort stattfinden. 

"Für mich und auch für alle anderen wünsche ich mir, dass wir in diesem Jahr weiterhin einen gewissen Entdeckergeist haben", so Schmidt. Obwohl der Verein und die Patienten im vergangen Jahr einige Hürden überwinden mussten, habe das dem Programm sogar gut getan. Mit den neuen digitalen Angeboten könnten so auch Patienten miteinbezogen werden, die vorher keine Möglichkeit gehabt hätten, am Training teilzunehmen. 

Digitale Angebote sollen weiterhin bestehen

"Wir konnten viele neue Möglichkeiten gestalten, die das Training jetzt sogar noch viel individueller gemacht haben". Auf einer Teleplattform des Vereins, für deren Aufbau Schmidt einen Mittel eines Drittanbieters gewinnen konnte, werden aktuelll 20.000 Videos für das Heimtraining zur Verfügung gestellt. Trainer und Teilnehmer haben, so Schmidt, die Möglichkeit weiterhin miteinander zu interagieren. "Und das Training kann für jeden in einer angenehmen und sicheren Umgebung – nämlich dem eigenen Zuhause – stattfinden."

Seine Erfahrungen nimmt der Sportwissenschaftler nicht nur selbst mit in das neue Jahr, sondern will damit auch alle anderen motivieren, positiv zu denken. "Wir werden immer noch Phasen haben, wo man durch die jeweiligen Einschränkungen vielleicht irritiert und unsicher ist, aber das sollte einen nicht hindert.", sagt er. Er freue sich auch weiterhin von seinen Patienten und Sportteilnehmern und der gemeinsamen Arbeit zu lernen und sich mit ihnen gegenseitig motivieren zu können.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit PD Dr. Thorsten Schmidt

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