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VerbÀnde: Mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien

Von dpa
26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Windrad im Sonnenaufgang
Ein Windrad eines Windparks steht wÀhrend des Sonnenaufgangs in einem Wald. (Quelle: Tom Weller/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Schleswig-Holstein ist beim Ausbau der Sonnen- und Windenergie nach Überzeugung von BranchenverbĂ€nden zu langsam unterwegs. Sollen die Ziele der Energiewende erreicht werden, sei deutlich mehr Tempo nötig, ermahnten sie vor ihrem Neujahrsempfang am Mittwoch die Landesregierung. Dabei habe Schleswig-Holstein die besten Chancen, am meisten zu gewinnen, sagte Stephan Frense von der Unternehmensgruppe ARGE Netz. "Die Energiewende bringt mehr ArbeitsplĂ€tze, Investitionen und Einnahmen fĂŒr Kommunen und das Land."

Das Land mĂŒsse seine selbst gesteckten Ziele erhöhen, forderte Margrit Hintz vom Landesverband Erneuerbare Energien (LEE.SH). Allein in Schleswig-Holstein seien bis 2030 etwa 15 Gigawatt Solarenergie nötig. "Photovoltaik wird kĂŒnftig eine viel grĂ¶ĂŸere Rolle spielen mĂŒssen." Aktuell seien es erst rund 1,8 Gigawatt.

Weil Solarenergie auf FreiflĂ€chen effizienter sei als auf DĂ€chern, dĂŒrften keine FlĂ€chen ausgeschlossen werden. Vielerorts sei eine Doppelnutzung möglich. Das gelte zum Beispiel fĂŒr landwirtschaftliche FlĂ€chen, die nicht sehr ertragreich sind. Kommunen sollten FlĂ€chen nicht begrenzen, sondern vorurteilsfrei an die Genehmigung herangehen.

Große Chancen sieht Hintz im weiteren Ausbau der Bioenergie. Ihr Vorteil sei die FlexibilitĂ€t. Sie liefere auch dann Strom und WĂ€rme, wenn der Wind nicht wehe und die Sonne nicht scheine. Mit Bioenergie könne nach einer Studie die Versorgungssicherheit gewĂ€hrleistet werden, ohne im großen Umfang neue Gaskraftwerke zu bauen, sagte sie.

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Große Chancen sieht Hintz auch in der Produktion von grĂŒnem Wasserstoff. ElektrolysekapazitĂ€ten sollten dezentral dort aufgebaut werden, wo erneuerbarer Strom zur VerfĂŒgung stehe, direkt an den Anlagen. "HierfĂŒr haben wir als Land der erneuerbaren Energien ein enormes Potenzial", sagte Hintz. Das senke die Kosten fĂŒr den Netzausbau und biete Versorgungssicherheit auch ohne konventionelle Kraftwerke.

Marcus Hrach vom Bundesverband Windenergie wies auf die besondere Verantwortung des Landes Schleswig-Holsteins mit seinen hervorragenden Windstandorten hin. "Wir können das Energieland und das Vorzeigeland werden, wenn wir unsere Karten richtig spielen."

Frense forderte einen flexiblen Umgang mit der Regel, nach der in allen BundeslĂ€ndern zwei Prozent der LandesflĂ€che fĂŒr Windenergieanlagen zur VerfĂŒgung stehen soll. Seiner Überzeugung nach mĂŒssten windstarke LĂ€nder mehr FlĂ€chen nutzen können als windschwĂ€chere. Kohlekraftwerke seien auch vorzugsweise dort gebaut worden, wo der EnergietrĂ€ger verfĂŒgbar war.

Lange Genehmigungsverfahren und ĂŒberbordende BĂŒrokratie in Deutschland seien ein großes Problem, sagte Frense. FĂŒr eine Windenergieanlage betrage die Planungszeit sechs bis sieben Jahre. "Das ist einfach zu viel."

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