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1. FC Köln: Das sagt Peter Stöger zu seiner möglichen Rückkehr als Trainer

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FC-Rückkehr? Das sagt Stöger über seine Zukunft

Von Marc L. Merten

16.04.2021, 08:20 Uhr
1. FC Köln: Das sagt Peter Stöger zu seiner möglichen Rückkehr als Trainer. Peter Stöger (55): Der Ex-Fußballer trainiert derzeit die Austria Wien. Eine Rückkehr zum 1. FC Köln hat er bislang nicht ausgeschlossen. (Quelle: imago images/GEPA pictures)

Peter Stöger (55): Der Ex-Fußballer trainiert derzeit die Austria Wien. Eine Rückkehr zum 1. FC Köln hat er bislang nicht ausgeschlossen. (Quelle: GEPA pictures/imago images)

Während Friedhelm Funkel seine Zeit als FC-Trainer klar begrenzt hat, wird ein dauerhaftes Comeback des Österreichers Peter Stöger wahrscheinlicher.

Der 1. FC Köln bereitet sich unter Friedhelm Funkel auf den Klassenerhalt vor. Der 67-Jährige hat klargestellt, dass er die Geißböcke nur bis zum Saisonende betreuen wird. Unweigerlich haben somit die Gerüchte um Peter Stöger und eine Rückkehr in die Domstadt wieder Fahrt aufgenommen. Am Donnerstagabend wollte der Österreicher ein Comeback beim FC nicht ausschließen.

Als Tabellen-17. mit drei Punkten Rückstand auf die beiden ärgsten Konkurrenten im Abstiegskampf sind die Aussichten für den 1. FC Köln aktuell nicht die besten. Friedhelm Funkel gab sich am Donnerstag im GEISSBLOG-Interview daher keinen Illusionen hin. "Es geht nur darum, die Klasse zu halten, und sei es über die Relegation. So realistisch müssen wir sein. Ich könnte mit dem Relegationsplatz nach 34 Spieltagen leben."

Funkel verzichtet auf populistische Maßnahmen

Für diese Rettung hat Funkel wenig Zeit. Nach nur einer Trainingswoche geht es für die Mannschaft des 67-Jährigen in drei Spiele innerhalb von sechs Tagen. "Die Spieler zu überfrachten, würde nicht funktionieren", sagte Funkel. "Wir ändern nur kleine Dinge: in den Abläufen des Tages, in den Trainingseinheiten, taktische Nuancen".

Lieber wäre es dem Trainer-Routinier gewesen, wenn nicht direkt eine Englische Woche anstehen würde. Doch das hatte der FC in Kauf genommen, indem er die Entlassung von Markus Gisdol mehrfach herausgezögert hatte.

Nun ruhen alle Hoffnungen auf dem gebürtigen Neusser. Der Abstiegskampf-erfahrene Funkel wird keine waghalsigen Eingriffe vornehmen oder populistischen Entscheidungen wie Spielerrauswürfe treffen. Der FC-Trainer kündigte an, auf eine Viererkette und Doppel-Sechs setzen zu wollen, dazu keinem Spieler von vornherein die Tür vor der Nase zuschlagen zu wollen. Auch nicht den zuletzt unter Gisdols Aussortierten wie Emmanuel Dennis. "Wenn ich von dem Spieler überzeugt bin, dass er uns jetzt helfen kann, lasse ich ihn spielen. Ich brauche die Spieler, die uns jetzt helfen", sagte Funkel.

Übergangs-Trainer Friedhelm Funkel: Der 67-Jährige hat dem FC Köln bis zum Saisonende zugesagt. (Quelle: imago images/Herbert Bucco)Übergangs-Trainer Friedhelm Funkel: Der 67-Jährige hat dem FC Köln bis zum Saisonende zugesagt. (Quelle: Herbert Bucco/imago images)

Stöger will wieder als Trainer arbeiten

Ein ehemaliger Trainer der Geißböcke äußerte sich derweil zuversichtlich über Funkels Erfolgschancen mit dem FC. "Mein Gefühl ist, dass Friedhelm Funkel eine Top-Wahl ist", sagte Peter Stöger am Donnerstagabend im Köln-Talk "Loss mer schwade". "Meine Hoffnung ist groß, dass der FC das mit ihm irgendwie schafft".

Stöger hatte jüngst bei Austria Wien seinen Abschied zum Saisonende angekündigt und damit die Gerüchte um eine mögliche Rückkehr nach Köln neue Nahrung gegeben. Nun erklärte er zwar, es habe "noch keine Gespräche gegeben". Darüber hinaus scheint sich der 55-Jährige jedoch bereits ausgiebig Gedanken gemacht zu haben, unter welchen Umständen er sich ein Comeback am Geißbockheim vorstellen könnte.

Aktuell agiert Stöger in Wien als Sportvorstand und Cheftrainer in Personalunion. Letzteren Posten hatte er eher aus der Not heraus noch einmal bei der Austria übernommen. Allerdings: "Die Arbeit mit den Spielern hat mir richtig viel Spaß gemacht, deswegen kann ich mir schon vorstellen, eher wieder die Arbeit auf dem Platz zu machen", sagte Stöger nun. Der 55-Jährige schloss zwar nicht aus, dass er auch anderswo eine Doppelfunktion nach englischem Vorbild übernehmen könnte. Vornehmlich scheint sich der Wiener aber wieder als Trainer auf dem Platz zu sehen.

Peter Stöger (r.) bei einem Bundesligaspiel im September 2016 mit Yuya Osako (Archivbild): Der Trainer mit FC-Vergangenheit könnte nach Friedhelm Funkels Rettungaktion wieder übernehmen. (Quelle: imago images/Chai v. d. Laage)Peter Stöger (r.) bei einem Bundesligaspiel im September 2016 mit Yuya Osako (Archivbild): Der Trainer mit FC-Vergangenheit könnte nach Friedhelm Funkels Rettungaktion wieder übernehmen. (Quelle: Chai v. d. Laage/imago images)

"Es geht um die handelnden Personen"

Da scheint es sich gut zu treffen, dass der 1. FC Köln im Sommer einen solchen sucht. Nach diversen gescheiterten Experimenten (Anfang, Beierlorzer, Gisdol) sehnt man sich beim FC wieder Konstanz und Stabilität auf der Trainerposition herbei.

Aber könnte Stöger diese noch einmal bringen wie zwischen 2013 und 2017, als er zum Rekordtrainer wurde? Für den Österreicher eine Frage der inneren Zustände beim FC. "Es geht um die handelnden Personen, um die Rahmenbedingungen und das Verhältnis von vorhandenen Möglichkeiten und Zielsetzungen", sagte Stöger. "Danach werde ich bewerten, was ich machen werde und ob es für mich interessant ist". Erst soll Friedhelm Funkel also den FC zum Klassenerhalt führen. Dann können die Verantwortlichen sich bei Stöger melden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen des GEISSBLOG

Marc L. Merten gründete 2015 den GEISSBLOG.KOELN. Die unabhängige Onlinezeitung informiert die Fans des 1. FC Köln über alles rund um die Geißböcke. Merten studierte Journalismus in Fribourg und arbeitete anschließend als Sportredakteur für t-online.de. Später berichtete er für die Abendzeitung München über den TSV 1860, ehe er für den GEISSBLOG in seine Heimatstadt Köln zurückkehrte.

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