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Leipzig: Munitionsräumung in Wilder Luppe startet mit Probeschürfungen

Granaten vermutet  

Munitionsräumung in Fluss bei Leipzig startet mit Probeschürfungen

06.08.2020, 12:46 Uhr | dpa

Leipzig: Munitionsräumung in Wilder Luppe startet mit Probeschürfungen. Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (Symbolbild). In einem Fluss bei Leipzig wird alte Munition vermutet. (Quelle: dpa/Gabbert)

Granaten liegen in einem Bunker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (Symbolbild). In einem Fluss bei Leipzig wird alte Munition vermutet. (Quelle: Gabbert/dpa)

Nach dem Zweiten Weltkrieg sollen Granaten und Sprengkörper von einer Autobahnbrücke in die Wilde Luppe bei Leipzig geschmissen worden sein. Nun starten die Vorbereitungen für die Bergung. 

Wegen der Corona-Pandemie kommen die Vorbereitungen für die geplante Bergung von Weltkriegsmunition aus der Wilden Luppe bei Leipzig erst jetzt in die heiße Phase. "Die Räumstelle wird eingerichtet und es werden ersten Probeschürfungen in einem kleinen Bereich des Flusses vorgenommen", sagte Jürgen Scherf vom Polizeiverwaltungsamt in Dresden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In der kommenden Woche sollen die konkreten Planungen vorgestellt werden.

Die Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wird in dem kleinen Fluss an der vielbefahrenen A9 an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt vermutet. Ursprünglich war die Räumung des Flussbettes auf mehr als 100 Metern für Mai vorgesehen gewesen, aber Corona hatte die Zeitpläne durcheinander gebracht.

Munition von Autobahnbrücke geworfen

Die Kampfmittelspezialisten gehen davon aus, dass nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Wilden Luppe Munition versenkt wurde. "Es war üblich, die Munition einfach von der Autobahnbrücke zu werfen", sagte Scherf. In der Vergangenheit habe es in der Gegend schon einzelne Funde gegeben.

"Derzeit gibt es Abstimmungen zwischen den beiden privaten Firmen, die für die Suche und Bergung verantwortlich sind und den Unteren Wasserbehörden der beiden betroffenen Landkreise", erläuterte Scherf. Die Frage sei, ob das geschürfte Material wieder direkt in den Fluss zurückgeführt werden darf oder entsorgt werden müsse. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst vermittelt, berät und koordiniert derzeit. "Zum Einsatz kommen unsere Experten aber erst wenn die Munition abtransportiert oder gesprengt werden muss", sagte Scherf.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Munition um Sprengkörper der Größe von Granaten und um Zünder. "Wenn sich das bestätigt, kommen wir wohl um eine Sperrung der Autobahn herum", erklärte Scherf. Konkrete Angaben will das Polizeiverwaltungsamt in der kommenden Woche machen. "Wenn aber alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, beginnen wir dann auch rasch und sind bis Ende August fertig", betonte Scherf.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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