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"Housing First" in Leipzig: Stadt schafft Wohnungen für Obdachlose

Modellprojekt startet im Sommer  

Stadt schafft Wohnungen für Obdachlose

18.03.2021, 11:55 Uhr | t-online

"Housing First" in Leipzig: Stadt schafft Wohnungen für Obdachlose . Ein Obdachloser schläft vor einem Geschäft (Symbolbild): 1,2 Millionen Euro sind für das Projekt eingeplant. (Quelle: imago images/Jürgen Held)

Ein Obdachloser schläft vor einem Geschäft (Symbolbild): 1,2 Millionen Euro sind für das Projekt eingeplant. (Quelle: Jürgen Held/imago images)

In Leipzig sollen bis 2024 mindestens 40 Obdachlose eine Wohnungen bekommen. Dafür startet die Stadt ein Modellprojekt – mit US-amerikanischem Vorbild.

Die Stadt Leipzig hat mit wachsender Obdachlosigkeit zu kämpfen. Die Zahl der Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Wohnung zu halten oder bei Obdachlosigkeit eine neue zu finden, habe zuletzt zugenommen. Besonders Personen mit Mietschulden oder psychischen und Suchterkrankungen seien betroffen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Das Modellprojekt "Eigene Wohnung" soll einigen von ihnen nun helfen.

Im Rahmen dieses Projekts, das im Sommer starten und bis 2024 laufen soll, will die Stadt mindestens 40 Leipziger Obdachlosen eine Wohnung mit Mietvertrag und individuell angepasste Hilfe durch Sozialarbeiter zur Verfügung stellen. Die Wohnungen würden überwiegend durch die stadteigene Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbh (LWB) bereitgestellt, hieß es. Aber auch private Wohnungsvermieter und Wohnungsgenossenschaften sollen mit einbezogen werden.

Vorbild aus den USA

Das Projekt wurde vom Sozialamt auf Grundlage von Befragungen von Trägern der Wohnungsnotfallhilfe, Fachexperten und obdachlosen Personen entwickelt. In einer Strategiekonferenz seien dann die Grundzüge des Leipziger Konzepts mit Akteuren aus der Obdachlosenhilfe beraten worden, erklärte die Stadt. 

Das Projekt orientiert sich dabei an dem aus den USA stammenden Ansatz "Housing First", das eine gute Integration von Obdachlosen verspreche. Die Zahl der Wohnungslosen könne so dauerhaft sinken, hofft die Stadt. Zahlreiche Kommunen in Europa und Deutschland verfolgen diesen Ansatz bereits. 

Stimmt der Stadtrat dem Konzept zu, könnten bereits im Oktober die ersten Obdachlosen ihre Wohnungen beziehen. Für das Projekt sind Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro eingeplant. 

Verwendete Quellen:

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