Sie sind hier: Home > Regional > Leipzig >

Hausbesetzung und Demos: Leipziger Polizei viel beschäftigt

Leipzig  

Hausbesetzung und Demos: Leipziger Polizei viel beschäftigt

12.06.2021, 10:35 Uhr | dpa

Hausbesetzung und Demos: Leipziger Polizei viel beschäftigt. Polizei

Eine Polizistin Blickt zu Passanten mit Masken. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Im Zusammenhang mit mehreren Straftaten am Wochenende in Leipzig prüft die Polizei politische Motive. Es gebe etwa eine "örtliche und zeitliche Nähe" zur Räumung eines besetzten Hauses im Stadtteil Reudnitz, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Das Gebäude war nach Rücksprache mit dem Eigentümer am Freitagabend durchsucht und dabei zwei 23 und 28 Jahre junge Männer festgestellt worden. Gegen sie wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.

Eine Spontandemonstration mit bis zu 200 Teilnehmern in der Spitze verlief friedlich und löste sich gegen 22.20 Uhr auf. Allerdings blockierte den Angaben nach eine Gruppe kurzzeitig den Streifenwagen, zu dem die Hausbesetzer geführt wurden. Dabei flogen auch Flaschen in Richtung der Polizeiwagen, es wird auch wegen Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Am Samstag wurde ein geplanter Aufzug in der Innenstadt vor Beginn beendet, weil nicht alle Teilnehmer der Maskenpflicht nachkamen. Wegen des "Spaziergangs" einiger Teilnehmer durch den linken Szene-Stadtteil Connewitz danach wird auch ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz geprüft. Eine angemeldete linke Versammlung mit bis zu 600 Teilnehmern blieb laut Polizei störungsfrei.

In der Nacht zum Sonntag dann bewarfen zehn bis 15 unbekannte, dunkel gekleidete Randalierer eine Sparkassenfiliale in der Stadt mit Pflastersteinen und schoben auf der Flucht mehrere Mülltonnen auf die Straße. Mehrere Scheiben wurden beschädigt. Zudem gab es Fahrzeugbrände, wie die Polizeisprecherin sagte.

Mit Hausbesetzungen protestieren junge Menschen in Leipzig und Dresden immer wieder gegen Wohnungsleerstand und steigende Mieten. Die Leipziger Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) forderte am Samstag ein Zweckentfremdungsverbot, um Leerstand zu sanktionieren. "Wenn Immobilienunternehmen Häuser leer stehen lassen, um ihr Geld zu vermehren und damit die Wohnungsnot gerade in nachgefragten Vierteln verschärfen, muss eingegriffen werden."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: