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Stuttgarter Olgahospital: Deutschlands größte Kinderklinik vor dem Kollaps


Deutschlands größte Kinderklinik steht kurz vor dem Kollaps

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Von Michael Ströbel

Aktualisiert am 12.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein Pfleger zieht sich erschöpft die Maske vom Gesicht (Symbolbild): Die Olgaklinik ist am Limit.
Ein Pfleger zieht sich erschöpft die Maske vom Gesicht (Symbolbild): Das Olgahospital ist am Limit. (Quelle: Bihlmayer/imago images)
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Das Stuttgarter Olgahospital ist trotz 400 Betten voll ausgelastet. Das Personal hat alle Hände voll zu tun, um die Versorgung noch zu gewährleisten.

Das größte Kinderkrankenhaus Deutschlands ist aktuell an der Belastungsgrenze: Die Intensivstation des Olgahospitals in Stuttgart ist voll ausgelastet. Beinahe stündlich müssen Pflegekräfte die Belegung ändern – und stabilisierte Kinder verlegen, um Platz für neue Intensivpatienten zu schaffen.

So schildert Prof. Jan Steffen Jürgensen t-online die aktuelle Lage der in Stuttgart liebevoll "Olgäle" genannten Klinik. Jürgensen ist Vorstandsvorsitzender des Klinikums Stuttgart, zu dem auch das Olgahospital gehört.

Um diesen Ausnahmesituationen irgendwie Herr zu werden, hat am Mittwoch das baden-württembergische Gesundheitsministerium die Personaluntergrenze für Kinderkliniken im Land aufgehoben. Für Jürgensen eine pragmatische Lösung. "Durch das Aussetzen der Regelung wird die Personalbesetzung natürlich nicht besser", gibt er zu.

Versorgung im "Olgäle" ist noch sichergestellt

Die Versorgung sei aber immerhin sichergestellt, auch ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Das zeige auch, "dass die hochproblematische Situation von Kinderkliniken gesehen und adressiert wird", folgert der Klinikum-Vorstand.

Prof. Jan Steffen Jürgensen fordert von der Politik "konkrete und schnelle Verbesserungen". Diese seien jedoch "zumindest für leistungsstarke und hoch beanspruchte pädiatrische Maximalversorger in Ballungsräumen leider nicht erkennbar".

Das Olgahospital in Stuttgart (Archivbild): Viele Kinderkliniken in Baden-Württemberg stehen wegen Personalmangels unter Druck.
Das Olgahospital in Stuttgart (Archivbild): Mit 400 Betten ist es die größte Kinderklinik in Deutschland. (Quelle: Arnulf Hettrich)

Jürgensen gibt darüber hinaus zu Bedenken, dass die Streichung der Personaluntergrenzen auch Auswirkungen auf das Personal und dessen Belastung hat; oder zumindest haben kann: Dies könne sich negativ auf "Konzentration und Geschwindigkeit" auswirken, so Jürgensen zu t-online. "Das hat natürlich Grenzen."

Olgahospital in Stuttgart mit 400 Betten voll ausgelastet

Das Stuttgarter Olgahospital ist mit mehr als 400 Betten die größte Kinderklinik Deutschlands. Über 16.000 kranke Kinder und Jugendliche werden hier jedes Jahr stationär behandelt. Hinzu kommen laut Auskunft des Klinikums Stuttgart mehr als 100.000 ambulante Termine mit Patienten.

Aktuell seien nahezu alle Betten voll ausgelastet – vor allem die pädiatrische Intensivstation des Klinikums Stuttgart arbeitet laut Prof. Jürgensen am Limit. Jugendliche müssten teilweise auf die reguläre Intensivstation des Klinikums verlegt werden, um Platz für kleinere Kinder zu schaffen. "Wir haben überregionale Anfragen zur Übernahme von Kindern aus anderen Bundesländern, die wir aktuell überwiegend absagen müssen", so Jürgensen weiter.

Kritik an Krankenhausreform von Karl Lauterbach

"Die Situation ist insgesamt angespannt", sagt der Vorstandsvorsitzende, merkt jedoch an, dass "das Olgahospital des Klinikums Stuttgart auf einem hohen Leistungsniveau mit tollen Mitarbeitern vieles stemmt".

Kritisch sieht er indes die bisherigen Vorschläge zur Krankenhausreform von Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Das seien "Vorschläge, wie Leistungseinbußen in der Kinderheilkunde finanziell kompensiert werden sollen. Das hilft uns gar nicht, weil wir nicht weniger machen, sondern notgedrungen einfach deutlich mehr machen."

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Verwendete Quellen
  • Schriftliche Anfrage bei der Pressestelle des Klinikum Stuttgart
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