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Stuttgart: Lehrer streiken landesweit – Große Kundgebung in Karlsruhe


Tausende Stunden Unterricht ausgefallen

Von dpa, t-online, dan

Aktualisiert am 28.11.2023Lesedauer: 2 Min.
WarnstreikVergrößern des Bildes"Warnstreik!" steht auf einem Schild (Symbolbild). (Quelle: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Landesweit sind angestellte Lehrkräfte auf die Straße gegangen, um mehr Geld zu verlangen – obwohl ihre Bruttogehälter mit Beamten vergleichbar sind.

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts der Länder haben am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben rund 1.000 angestellte Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg aus Protest nicht unterrichtet.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zuvor rund 12.000 angestellte Lehrkräfte sowie Beschäftigte an Hochschulen im Land zum bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Insgesamt seien wegen des Streiks schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Unterrichtsstunden ausgefallen, wie der Landesgeschäftsführer der GEW t-online am Telefon sagte.

Große Kundgebung in Karlsruhe

Alleine in Karlsruhe kamen am Mittag laut GEW rund 1.000 Demonstranten aus mehreren Bundesländern zusammen. "Wir leisten hervorragende Arbeit und brauchen dafür auch eine angemessene Bezahlung. Es fehlen heute schon Tausende von Fachkräften im Bildungsbereich", sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Farina Semler dort. "Unsere Jobs müssen attraktiver werden und angemessen bezahlt werden, um konkurrenzfähig zu sein."

Bundesweit sollen laut GEW fast 20.000 Landesbeschäftigte dem Warnstreikaufruf gefolgt sein. "Mit Blick auf diese Phase der Tarifrunde sind unsere Erwartungen damit erfüllt worden", sagte ein baden-württembergischer GEW-Sprecher über die Beteiligung im Südwesten.

Gewerkschaften fordern mehr Geld

Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund 1,1 Millionen öffentlichen Angestellten und mittelbar auch für die rund 1,4 Millionen Beamten ein Gehaltsplus von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro. Die TdL unter dem Vorsitz von Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde hingegen deutlich gemacht, dass sie die Forderungen für viel zu hoch und nicht leistbar hält. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 7. Dezember beginnen.

Während die Bruttogehälter von verbeamteten und angestellten Lehrern und Lehrerinnen durchaus vergleichbar sind, erhalten Beamte und Beamtinnen netto in der Regel mehr. Denn anders als die sozialversicherungspflichtigen Tarifangestellten müssen sie keine Renten-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung bezahlen, deshalb sind ihre Abzüge geringer. Verbunden mit dem Beamtenstatus sind auch andere Vorteile, wie zum Beispiel die Anstellung auf Lebenszeit.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Telefonat mit der GEW Baden-Württemberg
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