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Grüne in Stuttgart: Reste von verstorbenem Ex-Stadtrat ins All geschossen


Nach Beerdigung im Star-Wars-Kostüm
Überreste von verstorbenem Grünen-Politiker auf dem Weg ins All

Von t-online, pb

09.01.2024Lesedauer: 2 Min.
Der verstorbene Stuttgarter Grünen-Politiker Aytekin Celik: Ein Teil seiner Überreste ist auf dem Weg ins All.Vergrößern des BildesDer verstorbene Stuttgarter Grünen-Politiker Aytekin Celik: Ein Teil seiner Überreste ist auf dem Weg ins All. (Quelle: Grüne Stuttgart/t-online)
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Letzte Ehre für einen bekannten Stuttgarter Grünen-Politiker: Seine Überreste sind nun auf dem Weg ins All. Auch für seine Beerdigung hatte Aytekin Celik einen besonderen Wunsch.

Am Montagmorgen ist eine Trägerrakete von Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) zu einer ungewöhnlichen Reise ins All aufgebrochen: An Bord waren nämlich 250 Gedenkkapseln, die die Asche von Verstorbenen enthielten, darunter auch ein Teil des Speichels des früheren Stuttgarter Grünen-Stadtrats Aytekin Celik.

Auf einem "Memorial Spaceflight" der US-Firma Celestis, der dreieinhalb Jahre Vorbereitung benötigt hatte, wollte der leidenschaftliche Star-Wars-Fan unbedingt dabeisein. Celik, der im Sommer 2020 im Alter von 50 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstarb, hatte den Wunsch, im Kostüm von der Sci-Fi-Figur Obi-Wan Kenobi und mit einem Lichtschwert bestattet zu werden, so die "Stuttgarter Zeitung".

Dem Bericht zufolge dürfte den 1970 in der Türkei geborenen und in Stuttgart aufgewachsenen Celik seine illustre Gesellschaft an Bord der Trägerrakete gefreut haben. In anderen Kapseln fanden sich demnach Überreste des "Star Trek"-Schöpfers Gene Roddenberry und seiner Ehefrau, sowie den Darstellern James Doohan (bekannt für seine "Star Trek"-Rolle als "Scotty"), DeForest Kelley (der im Raumschiff Enterprise den Dr. McCoy gab) und Nichelle Nichols – die als Lieutenant Uhura in "Star Trek" berühmt wurde.

Der Flug in den lippenstiftgroßen Kapseln kostete rund 13.000 US-Dollar, etwa 11.900 Euro. Die US-Firma lässt jedes Jahr mehrere Raketen mit den Kapseln, die die Überreste von Verstorbenen in sich tragen, ins All starten. Rund 5.000 Euro für Celiks Flug kamen durch Spenden von Freunden und Kollegen des Verstorbenen zusammen, den Rest der Kosten übernahm die Familie des Stuttgarters.

Celik hatte sich in Stuttgart jahrelang als Mitglied des Jugendhilfeausschusses und Schulbeirats ebenso engagiert wie für die Entwicklung der Digitalpolitik in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Seine DNA ist in zwei Kapseln nun auf einer rund 300 Millionen Kilometern langen Reise unterwegs. Dann sollen die Kapseln jenseits des Mondorbits freigesetzt werden. So soll verhindert werden, dass die Überreste der Verstorbenen von der Erde angezogen werden.

Verwendete Quellen
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