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Ältere sollen Führerschein für Gratis-Tickets abgeben

Von dpa
15.11.2021Lesedauer: 3 Min.
F├╝hrerschein
Zwei F├╝hrerscheine liegen auf einem Tisch. (Quelle: Ole Spata/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Autofahrer ab 65 k├Ânnen in vielen Regionen des Landes bald kostenlos Bus und Bahn fahren, wenn sie freiwillig ihren F├╝hrerschein f├╝r ein Jahr abgeben. Das Land bietet betagten Autofahrern und Autofahrerinnen f├╝r den Tausch ein kostenloses Jahresticket des ├Âffentlichen Personennahverkehrs an. Das Ministerium f├╝r Verkehr habe mit vielen Verkehrsverb├╝nden des Landes einen Kooperationsvertrag geschlossen, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr├╝ne) am Montag.

Das Tauschangebot gilt ab 1. Dezember in 14 Verkehrsverb├╝nden im S├╝dwesten. Daf├╝r geben Senioren ihre Fahrerlaubnis zwischen Dezember 2021 und August 2022 f├╝r ein Jahr ab - was ├╝ber die F├╝hrerscheinstelle l├Ąuft. Sie m├╝ssen einen Erstwohnsitz im Gebiet des Verkehrsverbunds vorweisen. Die Antragsteller m├╝ssen 65 Jahre sein. Wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, ein Ruhegehalt aus einem ├Âffentlich-rechtlichen Dienstverh├Ąltnis oder Bez├╝ge aus einer berufsst├Ąndischen Versicherung, kann schon ab 60 Jahren mitmachen.

Mit dem Angebot sollen ├Ąltere Menschen in Busse und Bahnen gelockt und der Verkehr sicherer gemacht werden. ├ťber ein Drittel der im Stra├čenverkehr t├Âdlich verungl├╝ckten Verkehrsteilnehmer seien 65 Jahre und ├Ąlter, sagte Hermann. "Zwar fallen Senioren im Unfallgeschehen nicht besonders auf, aber wenn sie beteiligt sind, dann enden die Unf├Ąlle h├Ąufig t├Âdlich." Sie tr├╝gen als Fahrer zudem in mehr als zwei von drei F├Ąllen (2020: 68,7 Prozent) der Unf├Ąlle die Hauptschuld. Senioren seien zudem mobiler als fr├╝her. Und aufgrund des demografischen Wandels w├╝rden immer mehr Senioren am Verkehr teilnehmen. Der Anteil der Menschen ab 65 Jahren an der Bev├Âlkerung sei in den vergangenen 20 Jahren von 16,4 auf 21,8 Prozent gestiegen.

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Man wolle Senioren nicht pauschal verurteilen, aber ein Angebot schaffen, sagte Hermann. Mindestens 50 Prozent der Kosten tragen die teilnehmenden Verb├╝nde. Das Land beteilige sich mit bis zu drei Millionen an den Kosten f├╝r die Tickets. Man hoffe, dass die, die sich beteiligten, dann auch dauerhaft den Nahverkehr st├Ąrker nutzten.

Bernd Ebert vom Landesseniorenrat betonte, dass das eigene Auto f├╝r die Senioren Eigenst├Ąndigkeit, Freiheit und Flexibilit├Ąt bedeute. Man k├Ânne die Fahrt├╝chtigkeit auch nicht am Alter festmachen, es gebe 80-J├Ąhrige, die noch topfit seien. Viele Fahrer s├Ąhen ihre F├Ąhigkeiten aber selbstkritisch. Testfahrstunden und Fahrtrainings k├Ânnten die eigenen Grenzen aufzeigen.

Es d├╝rfe nicht sein, dass ├Ąltere Menschen gen├Âtigt w├╝rden, den F├╝hrerschein zur├╝ckzugeben, sagte Ebert. Aber mit der Tauschaktion k├Ânne die Hemmschwelle f├╝r ├Ąltere Menschen in den St├Ądten gesenkt werden, eine lange aufgeschobene Entscheidung zu treffen. Da das Programm nach einem Jahr ausl├Ąuft, forderte er ein 365-Euro-Ticket, wie es die Landesregierung f├╝r Jugendliche plant, auch f├╝r Senioren.

Die Forderung wies Minister Hermann zur├╝ck - allein das geplante Ticket f├╝r die Sch├╝ler koste im Jahr bis zu 100 Millionen Euro. "Deshalb sind wir da schon auch z├Âgerlich, da weiterzumachen." Wichtiger als eine weitere Tarifabsenkung sei aber ein besseres ├ľPNV-Angebot im ├Âffentlichen Raum.

Ebert vom Landesseniorenrat verwies auch auf die problematische Anbindung im l├Ąndlichen Raum. Dort w├╝rden Senioren so lange fahren wie m├Âglich, weil sie zum Arzt oder zum Einkaufen fahren m├╝ssten.

In acht Verb├╝nden gibt es bereits seit l├Ąngerem solche Angebote f├╝r Senioren. Im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart h├Ątten sich bereits 5300 Senioren beteiligt, berichtete VVS-Gesch├Ąftsf├╝hrer Thomas Hachenberger am Montag. Zwei Drittel davon h├Ątten den ├ľPNV vorher nicht regelm├Ą├čig genutzt. Etwa die H├Ąlfte habe sich auch nach dem Jahr das Seniorenticket gekauft. Der Kreis Ludwigsburg biete das Tauschgesch├Ąft bereits seit 2015 an, der Kreis Esslingen und die Stadt Stuttgart seit 2020. Im Ostalbkreis etwa gibt es das Angebot seit 2016.

Durch die Unterst├╝tzung des Landes soll nun ein m├Âglichst fl├Ąchendeckendes Angebot in Baden-W├╝rttemberg erreicht werden - mit dem Vertrag sind es nun 14 Verb├╝nde. Alle 21 Verkehrsverb├╝nde seien eingeladen worden, den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen, sagte Hermann.

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