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Corona-Entspannung f├╝r Intensivstationen: Druck bleibt hoch

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Intensivstation
Eine Pflegekraft bedient eine Herz-Lungen-Maschine in einer Intensivstation. (Quelle: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Trotz der sinkenden Zahl von Covid-Patienten auf den Intensivstationen bleibt der Druck auf das Personal aus Sicht der Kliniken hoch. Zwar sei die Situation nicht mehr so angespannt wie noch Anfang Dezember, als bis zu 670 Menschen mit einer Corona-Infektion in Intensivbetten behandelt werden mussten. Allerdings sei die Lage in den Kliniken noch weit davon entfernt, entspannt zu sein, sagte Matthias Einwag, Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer der Baden-W├╝rttembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), am Freitag. Gr├╝nde seien die zunehmende Zahl ausfallender Mediziner und Pflegekr├Ąfte sowie der Stau an Operationen von Menschen, die nicht wegen Covid-19 behandelt werden m├╝ssen.

"Die Zahl der Krankmeldungen nimmt zu, manche oder mancher hat die Arbeitszeit reduziert und einige haben ihrem Beruf sogar ganz den R├╝cken gekehrt", sagte Einwag der Deutschen Presse-Agentur. Die Personaldecke sei aktuell d├╝nner als in "normalen Zeiten". Stiegen nun die Patientenzahlen wegen der explodierenden Infektionszahlen stark an und m├╝ssten die Kliniken gleichzeitig durch Krankheit und Quarant├Ąne erhebliche Personalausf├Ąlle verkraften, "wird es richtig eng", sagte Einwag. "Dann wird die Zahl der planbaren Operationen noch weiter reduziert werden m├╝ssen, was f├╝r die betroffenen Patienten eine gro├če Belastung bedeutet."

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts liegen immer weniger Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. "Aber in der Pandemie hat sich gezeigt, dass die Zahl der "Nicht-Covid-19-Patienten" auf den Intensivstationen steigt, sobald die Zahl der Covid-19-Patienten sinkt", sagte Einwag.

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So seien im Sommer 2021 fast 1900 "Nicht-Covid-Patienten" auf den baden-w├╝rttembergischen Intensivstationen behandelt worden, sagte er. Im Dezember 2021 seien es nur noch etwa 1400 gewesen und derzeit 1677 (Stand: 20.1.). "Daran l├Ąsst sich ablesen, in welchem Ma├č planbare Operationen verschoben werden mussten und immer noch werden m├╝ssen", erkl├Ąrte Einwag.

Mit der sinkenden Auslastung mit Covid-19-Patienten w├╝rden diese planbare OPs nachgeholt und die Belegungszahlen stiegen wieder. Au├čerdem bem├╝hten sich die Krankenh├Ąuser, die Zahl der aufgeschobenen Operationen nicht noch gr├Â├čer werden zu lassen.

Nach Angaben der BWKG werden auf den baden-w├╝rttembergischen Normalstationen derzeit rund 750 Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus behandelt. Zum H├Âhepunkt der vierten Welle Anfang Dezember 2021 seien es dort dagegen rund 1700 Menschen gewesen.

Die Situation sei derzeit nicht besorgniserregend, res├╝mierte Einwag, er erg├Ąnzte aber: "Das Problem ist, dass niemand sagen kann, wie sich die Situation in den Krankenh├Ąusern mit der Omikron-Variante in den n├Ąchsten Wochen weiterentwickeln wird." Die Prognosen hierzu gingen sehr weit auseinander. "Sicher ist nur, dass die Zahl der Infizierten weiter sprunghaft steigt."

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