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Deftones: Chino Moreno blickt auf "White Pony" zurück

Deftones  

20 Jahre "White Pony": "Da wird man nostalgisch"

Von Sebastian Berning

16.12.2020, 19:59 Uhr
Deftones: Chino Moreno blickt auf "White Pony" zurück. Deftones: Chino Moreno bei einem Konzert 2001. (Quelle: imago images / POP-EYE)

Deftones: Chino Moreno bei einem Konzert 2001. (Quelle: imago images / POP-EYE)

Vor 20 Jahren zählten die Deftones zur Speerspitze der Rockszene. Nun blickt die Band im t-online-Interview auf ihren Meilenstein "White Pony" zurück.

Mit "Back to School" und "Digital Bath" liefen die Deftones auf MTV rauf und runter. Melodischer als Korn oder Slipknot, anspruchsvoller als Linkin Park oder Papa Roach: Mit ihrem Mix aus Nu Metal, The Cure, Morrissey-Vocals und experimentellen Sounds wurden die Amerikaner zur Rockstars, verkauften Millionen von Platten. 20 Jahre später blicken Sänger Chino Moreno und Schlagzeuger Abe Cunningham auf "White Pony", aber auch auf ihr neustes Album "Ohms" zurück.

Rückblick ins Jahr 2000

Und obwohl die Musikindustrie 2000 noch nahezu intakt war, waren die Deftones eine der ersten Bands, die sich mit einem sogenannten "Leak", dem vor dem Release illegal veröffentlichten Mp3s im Netz, ärgern mussten. "Das war etwas ganz Neues", erinnert sich Cunningham. "Das waren die frühen Tage von Mp3s, Napster, Limewire und Co. und wir hatten so etwas noch nie erlebt. Auch neu war, dass unsere Videos vorher nur abends in irgendwelchen Rock-Shows auf MTV liefen. Die Clips zu 'White Pony' bekamen auch tagsüber viel Airplay."

Dass dieses Album etwas besonderes war, merkte auch die Band. "Wir haben unseren Sound verfeinert und haben uns gut mit den atmosphärischen Texturen gefühlt. Wir sind ganz bewusst in eine andere Richtung gegangen als andere Bands." Damit meint er die damals aufkeimende Nu-Metal-Szene.

Nicht zu kategorisieren 

Ein Begriff, den viele Bands lange Zeit hassten. So auch Sänger Chino Moreno. Heute ist er damit aber fein. "Ich würde nicht sagen, dass ich den Begriff 'hasse'. Aber wir haben einfach Musik gemacht. Als 1997 unser zweites Album 'Around the Fur' erschien, haben wir halt so geklungen. Das waren wir zu der Zeit. Aber ich mochte es nie, dass wir durch diesen Term kategorisiert und auch vereinfacht werden. Ich finde nicht, dass wir besser als diese Nu-Metal-Bands waren, aber wir haben da einfach nicht so reingepasst."

Generell ist es ein Jahr der Jubiläen für die Band. Vor 25 Jahren erschien das Debüt "Adrenaline", vor 20 Jahren dann "White Pony", 2010 dann "Diamond Eyes" und 2020 "Ohms", welches im September Platz 7 in den deutschen Charts ergattern konnte. Ist das also das Jahr der Deftones? "Ich würde 2020 wirklich nicht als unser Jahr bezeichnen wollen", lacht Moreno. "Aber ja, es jähren sich viele Meilensteine unserer Bandgeschichte. Da wird man echt nostalgisch. Das sind alles Schnappschüsse aus unserem Leben. Es war bisher ein echt intensiver Trip mit der Band."

Alles neu nach 20 Jahren

Am 11. Dezember erschien dann der Re-Release von "White Pony" samt Remix-Album "Black Stallion", wo Künstler wie Robert Smith von The Cure, Purity Ring oder DJ Shadow das komplette Album neu interpretieren. "Das geschah im first-come-first-serve-Prinzip. 

"Man konnte ja nur aus elf Songs auswählen, aber es klappte echt gut. Jeder Künstler hat genau den Song bekommen, den er sich ausgesucht hat. Robert Smith etwa wollte unbedingt 'Teenager' remixen. Wir haben nur gesagt 'Natürlich, wie du willst'." Chino Moreno pflichtet bei: "Das sind auch alles Künstler, die wir selbst mögen. Das ist interessant, weil wir das Original gemacht haben. 'Black Stallion' ist absolut kein Rockalbum. Aber das macht es auch so cool."

Verwendete Quellen:
  • Eigenes Interview mit den Deftones
  • Instagram-Profil von Deftones

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