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At The Gates: Kult-Headbanger ist Lehrer: "Nicht viel anders als Frontmann zu sein"

At The Gates  

Kult-Metaller ist Lehrer: "Wenig anders als Frontmann zu sein"

Von Sebastian Berning

22.07.2021, 17:55 Uhr
At The Gates: Kult-Headbanger ist Lehrer: "Nicht viel anders als Frontmann zu sein". Tomas Lindberg: Mit der Melodic-Death-Metal-Band At The Gates wurde er zum Kultmusiker. (Quelle: IMAGO / Hartmut Bösener)

Tomas Lindberg: Mit der Melodic-Death-Metal-Band At The Gates wurde er zum Kultmusiker. (Quelle: IMAGO / Hartmut Bösener)

In den 90er Jahren prägte Tomas Lindberg mit seiner Band At The Gates ein ganzes Genre. Doch abseits der Bühne ist der Headbanger für unsere Kleinen zuständig. Er ist nämlich Lehrer, wie er im t-online-Interview verrät.

At The Gates gelten als eine der einflussreichsten Metal-Gruppen der 90er Jahre, mixen brutalen Death Metal mit etwas Melodie. 1995 veröffentlichten sie ihren Meilenstein "Slaughter of the Soul", lösten sich dann auf. Seit einigen Jahren sind die Schweden jedoch wieder aktiv. Die Musik alleine reicht Sänger Tomas Lindberg aber nicht mehr. Der Profi-Headbanger ist jetzt hauptberuflich Lehrer.

Doch wie kommt man vom Wacken Open Air ins Klassenzimmer? "Nun, ich habe in den späten 90ern zwischen Touren als Aushilfe angefangen", so Lindberg, dessen neues Album "The Nightmare of Being" just auf Platz 8 der deutschen Charts einsteigen konnte. "Es ist ein Job, der einem viel gibt, wie ich finde. Irgendwo ist es meiner Aufgabe als Frontmann einer Metal-Band gar nicht so unähnlich. Ich unterrichte 15-, 16-Jährige in Gesellschaftskunde. Das macht echt Spaß, allerdings ist das Planen zwischen Band und Job auch schwer."

Ähnlich schwer war das letzte Jahr für ihn. Neue Musik wurde geschrieben und aufgenommen, eine "Slaughter of the Soul"-Jubiläumstour zum 25. Geburtstag des Klassikers musste verschoben werden und sein Job als Lehrer im Pandemiejahr war auch nicht leicht. "Die letzten Monate waren hart und es hat echt viel Flexibilität erfordert. Ich glaube aber, dass es für die Schüler noch härter war, aber wir mussten es für sie möglich machen", wie der 47-Jährige im Interview betont. "Ich glaube, alle Lehrer waren nach dem Schuljahr mehr als geschafft."

Dennoch sei diese Zeit lehrreich gewesen. "Ich denke, dass das Jahr für uns alle recht ähnlich war. Man lernt viel über sich selbst, weil man mehr Zeit mit sich verbringt." Dadurch kann er dem Ganzen sogar etwas Positives abgewinnen: "Es war eine gute Zeit, um mal zu reflektieren und an sich selbst zu arbeiten. Man konnte sich Gedanken machen, was einem im Leben wirklich wichtig ist, und hat dadurch gelernt, sich auch an Kleinigkeiten zu erfreuen."

Verwendete Quellen:
  • Eigenes Interview mit Tomas Lindberg
  • Instagram-Profil von At The Gates

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