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Lackkratzer am Auto entfernen: Manche Schäden lassen sich wegpolieren


Lackkratzer entfernen: So polieren Sie Schäden einfach weg

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 30.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Kratzer im Lack: Leichte Schäden lassen sich wegpolieren.
Kratzer im Lack: Leichte Schäden lassen sich wegpolieren. (Quelle: Kai Remmers/dpa-tmn-bilder)
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Schnell drin, aber schwierig wieder draußen: Tiefe Kratzer kann nur der Lackdoktor aus dem Autolack operieren. Manche Schäden können Autofahrer aber selbst beheben. t-online zeigt, was dabei zu tun ist.

Das Wichtigste im Überblick


  • Kratzer entfernen: Welche Methode ist die richtige?
  • Lackkratzer wegpolieren: Wie geht man dabei vor?
  • Lackkratzer polieren: Darauf sollten Sie achten
  • Die Alternative: Smart Repair
  • Schützt Dreck den Lack?

In schweren Fällen hilft nur die Lackdusche, häufig tut es schon ein Stift aus dem Zubehörhandel: Lackschäden lassen sich auf verschiedene Weise beheben. Wann ist welche Methode die richtige? Und wie geht man dabei vor?

Kratzer entfernen: Welche Methode ist die richtige?

Genügt ein Reparaturset aus dem Handel? Oder ist der Kratzer ein Fall für den Profi? Darüber entscheidet nur eines: die Tiefe des Kratzers. Sie können sie mit zwei schnellen Tests prüfen:

  • Farbe: Hat der Kratzer die Farbe des Autolacks? Falls er eine andere Färbung zeigt, reicht der Kratzer bis auf die Grundierung. Er ist ein Fall für den Profi.
  • Tiefe: Wenn die Grundierung nicht sichtbar ist, führen Sie einen Fingernagel über den Kratzer. Wenn der Nagel dabei hängen bleibt, lässt sich der Schaden nicht wegpolieren.

Wichtig: Gelegentlich liest man davon, dass auch Hausmittel wie Glasreiniger oder Zahncreme für Arbeiten am Auto genutzt werden kann. Weshalb Sie das lieber nicht tun sollten, erfahren Sie hier.

Lackkratzer wegpolieren: Wie geht man dabei vor?

  • Um einen Kratzer wegzupolieren, wird zunächst der betroffene Bereich mit Spülmittel und warmem Wasser gereinigt und anschließend mit Autoleder getrocknet. Danach wird der Kratzer mit einem sanften Schleifmittel bearbeitet.
  • Gute Ergebnisse erzielen meist Lackreiniger, die über Zusätze wie Nano-Partikel oder Carnaubawachs verfügen.
  • Wichtig: Selbst schonende Polituren tragen durch ihre enthaltenen Schleifmittel grundsätzlich Lack ab. Gehen Sie deshalb behutsam vor und tragen Sie kleinere Mengen mit einem Poliertuch mit sanft kreisenden Bewegungen auf. Zu viel Politur und zu viel Kraft können dem Lack schaden.
  • Anschließend lassen Sie die überschüssige Politur auf dem Lack trocken. Danach wird sie mit einem sanften Stoff- oder Frotteetuch abgerieben. Nun sollten keine Kratzspuren mehr sichtbar sein.

Lackkratzer polieren: Darauf sollten Sie achten

Eine Politur enthält in der Regel Schleifmittel, die kleine Kratzer entfernen, den Lack glätten und aufgeraute Lackschichten abtragen. Die passende Politur zu finden, ist wegen der großen Auswahl in Fachhandel und Baumärkten schwierig:

  • Ungeeignete Polituren oder Lackreiniger mit starker Körnung können mehr Schaden am Lack anrichten als ihn aufzubereiten.
  • Außerdem wird unterschieden zwischen einfachen Polituren oder Reinigern und Kombinationsprodukten aus Politur und Versiegelung. Diese Kombinationen sind überflüssig, falls das Auto in Kürze ohnehin versiegelt werden soll.
  • Professionelle Poliermaschinen sind teuer und rentieren sich nur für Fachbetriebe. Hinzu kommt: Ungeübte schleifen schnell so genannte Hologramme in den Lack. Um verwitterte oder blasse Oberflächen zu behandeln, hilft hingegen oft nur die Poliermaschine.

Die Alternative: Smart Repair

Viele Betriebe bieten "Smart Repair" als günstige Lösung an. Sofern dabei der Kratzer mit Wachs aufgefüllt wird, ist er zwar im Anschluss fast nicht mehr bemerkbar. Wirklich behoben ist der Schaden allerdings auch nicht. Eine Autowäsche etwa kann den Kratzer wieder sichtbar machen.

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Auch Lackierbetriebe können den Schaden ohne größeren Aufwand beheben, sofern der Kratzer nicht bis zur Grundierung reicht. Ist das der Fall, müsste das komplette Fahrzeugteil neu lackiert werden. Das hat seinen Preis. Insbesondere wenn man ein Auto verkaufen will, kann sich die Ausgabe aber rentieren. Denn die meisten Interessenten werden Kratzer im Lack als Argument nutzen, um den Verkaufspreis zu drücken. Durch eine professionelle Reparatur nehmen Sie ihnen den Wind aus dem Segel. Lassen Sie sich vorher vom Lackierbetrieb einen Kostenvoranschlag geben.

Schützt Dreck den Lack?

Nein. Im Gegenteil: Wenn Schmutzpartikel über den Lack schmirgeln, können sie Kratzer erzeugen. Schmutz bindet außerdem Salze und Feuchtigkeit direkt auf der Lackoberfläche und ist deshalb ein Nährboden für Rost. Nicht Dreck schützt also den Lack, sondern hin und wieder eine Autowäsche.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Autoclub ADAC
  • Nachrichtenagentur SP-X
  • wdr.de
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