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Der beste Unfallschutz: Diese Fehler sollten Motorradfahrer vermeiden


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Diese Fehler sollten Motorradfahrer vermeiden

Von dpa, mab

Aktualisiert am 09.10.2022Lesedauer: 2 Min.
9: Motorradfahrer können eigenes tun, um Unfälle zu vermeiden - etwa Abstände einhalten und zum Saisonstart das Bremsen und Fahren in verschiedenen Situationen üben.
9: Motorradfahrer können eigenes tun, um Unfälle zu vermeiden - etwa Abstände einhalten und zum Saisonstart das Bremsen und Fahren in verschiedenen Situationen üben. Foto: DVR. (Quelle: dpa)
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Viele Unfälle von Motorradfahrer gehen auf Fehler zurück, die sich vermeiden ließen. Wichtige Tipps für mehr Sicherheit auf dem Bike.

"Rund zwei Drittel der Motorradfahrer haben ihren Unfall selbst verursacht", sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Zwar ist bei Unfällen mit weiteren Beteiligten zu zwei Dritteln nicht der Motorradfahrer der Verursacher, aber es kommen sehr viele Alleinunfälle dazu." Laut Brockmann werden so rund 600 Motorradfahrer pro Jahr getötet.

Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, Fehler zu vermeiden – eine Übersicht:

Fitness stärkt den Fahrer

Motorräder wiegen häufig mehr als 200 Kilogramm. Wer untrainiert auf das Bike steigt, riskiert seine Gesundheit. "Die körperliche Fitness ist Voraussetzung, Motorradfahren ist wie Sport", sagt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Man sollte die Muskulatur der Unterarme stärken, um richtig Gas- oder Bremsbefehle geben zu können.

Michael Lenzen vom Bundesverband der Motorradfahrer ergänzt, dass auch das Gleichgewicht gehalten werden muss - das kostet Kraft.

Übung hilft Unfälle zu vermeiden

"Falsche Einschätzung von Gefahrenpotenzial und auch des eigenen Fahrverhaltens ist das Grundübel aller Unfälle", erklärt Lenzen. Fahrer sollten auf einem Parkplatz Bremsen sowie Achten- oder Kurvenfahrten üben. Nach der Winterpause müssen Automatismen erst wieder trainiert werden. Zudem sollte man das Fahren bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen und auf verschiedenen Belägen trainieren. "Der beste Start in die Saison ist das Sicherheitstraining", sagt Lenzen. Dabei erhält der Fahrer auch ein vernünftiges Feedback zu seiner Fahrweise. "Und kann daraufhin sein Fahrverhalten umstellen", sagt Bente.

Stalleffekt: Auch auf bekannten Strecken ist Vorsicht geboten

Auf bekannten Straßen fühlen sich Motorradfahrer sicher, es entsteht eine Art Stalleffekt. "Dadurch sinkt die Aufmerksamkeit", sagt Bente. Eine Gefahr, denn die Fahrbahn kann sich verändern – etwa nach dem Winter Schlaglöcher plötzlich haben. "Unbekannte Strecken geht man von vornherein vorsichtiger an."

Schräglagenangst überwinden

Die richtige Einfahrt in die Kurve mit der richtigen Geschwindigkeit ist die beste Voraussetzung, auch wieder gesund aus der Kurve herauszufahren. "Würden alle Motorradfahrer 30 Prozent Schräglage ausnutzen können, gäbe es etwa 60 Prozent weniger Allein-Unfälle in Kurven", gibt Bente zu bedenken.

Bremsen will gelernt sein

In Kurven ist das richtige Bremsverhalten entscheidend. Sonst richtet sich die Maschine in der Kurve wieder auf und verfehlt den Rest der Kurve. Um rechtzeitig reagieren zu können, sollten Fahrer zudem ausreichend Abstand zum Vordermann einhalten.

Immerhin: Bei den Bremsvorgängen gibt es eine deutliche Verbesserung durch das ABS. Brockmann moniert aber, dass es immer noch viele ältere Motorräder ohne ABS gebe.

Richtige Schutzbekleidung tragen

Brockmann warnt: "Motorradfahrer überschätzen den Wert der Schutzkleidung." Bei Stürzen könne die Kleidung zwar das Aufschürfen der Haut verhindern. "Bei einem Aufprall auf ein Auto oder einen Baum schützen die Protektoren zumindest bei höheren Geschwindigkeiten nicht mehr", sagt er. Vor allem der Bereich des Brustkorbs ist mehr oder weniger ungeschützt. Dort seien keine Protektoren angebracht.

Dass ein Motorradhelm getragen wird, sollte selbstverständlich sein. Wichtig aber: Auch ein Motorradhelm, der keinen harten Aufschlag erdulden musste und noch gut aussieht, muss nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werde: Nach fünf bis sieben Jahren wird es Zeit für den Wechsel, empfiehlt die Prüforganisation GTÜ. Durch die Alterung des Helmmaterials könne dessen Struktur so beeinträchtigt sein, dass der Helm im Unglücksfall nicht mehr voll schütze.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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