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Wie Sie das Bild Ihres Fernsehers verbessern können

Von t-online, avr

Aktualisiert am 14.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein Mann bedient eine Fernbedienung: Wer ein gutes Bild will, sollte am Fernseher die richtigen Einstellungen vornehmen.
Ein Mann bedient eine Fernbedienung: Wer ein gutes Bild will, sollte am Fernseher die richtigen Einstellungen vornehmen. (Quelle: gpetric/getty-images-bilder)
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Manchmal sind die Farben zu kontrastarm, andere Male ist das Bild zu dunkel: Mit verschiedenen Einstellungen können Nutzer an einem Fernseher das Bild verbessern. Wir zeigen, worauf Sie achten mĂŒssen.

Im GeschĂ€ft sah das Bild noch super aus, doch Zuhause wirken die Farben auf dem neuen Fernseher plötzlich trĂŒb und blass. Wer hier ein optimales Ergebnis will, muss die Einstellungen des GerĂ€ts optimieren. Wir zeigen, worauf sie achten mĂŒssen.


Diese GerÀte sind in der letzten Dekade ausgestorben

Die ersten Videorekorder fĂŒr Privatanwender kamen Anfang der Sechzigerjahre auf den Markt. Gegen Ende der Neunzigerjahre wurden dann DVD-Spieler populĂ€rer, die Videorekorder langsam verdrĂ€ngten. Dennoch hielten sich die GerĂ€te bis 2016. Erst dann verkĂŒndete Funai Denki, der letzte Hersteller von Videorekordern, die Produktion einzustellen.
Die ersten Disketten wurden 1969 von IBM verkauft, andere Hersteller folgten bald. Je nach GrĂ¶ĂŸe passten auf eine Diskette wenige Kilobyte bis mehrere Megabyte. Als letztes Unternehmen produzierte Sony die "wabbeligen Scheiben" noch bis 2011.
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Expertin rÀt zu Kinomodus

In LĂ€den mĂŒssen sich Fernseher im hellen Licht gegenĂŒber KonkurrenzgerĂ€ten behaupten, darum sind sie meist knalliger eingestellt, sagt Ulrike Kuhlmann vom Fachmagazin "c't". "Bei der Installation sollten Nutzer darum tunlichst die Grundeinstellung fĂŒr 'Zuhause' wĂ€hlen", erklĂ€rt Kuhlmann.

Wer ein gutes Bild will, solle dann den Kino-Modus aktivieren. Je nach TV-Hersteller heißt er auch Cinema-Mode oder Movie-Mode. Einige Fernseher bieten in diesem Modus zudem Einstellungen fĂŒr eine helle oder dunkle Umgebung. "Kinomodus und helle Umgebung passt fast immer", sagt Kuhlmann. Vom Standard-Modus, den die Fernseher fĂŒr gewöhnlich beim ersten Anschalten nutzen, rĂ€t Kuhlmann eher ab: "Der ist okay, aber nicht gut". Bei sehr billigen Fernsehern sollte man auch im Kino-Modus keine gute BildqualitĂ€t erwarten.

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Hautfarben sind kritisch

Um zu erkennen, ob der Fernseher tatsÀchlich richtig eingestellt ist, sollten Nutzer auf die Hautfarben der Gesichter achten, sagt Kuhlmann. Denn: "Menschen wissen, wie Gesichter aus ihrem Kulturkreis aussehen", sagt Kuhlmann. "Sind Gesichter farbstichig, bemerken sie das sofort."

Viele GerĂ€te bieten auch einen Dynamik-Modus. Der fĂŒhrt zu knalligen und ĂŒberschĂ€rften Bildern. Kuhlmann rĂ€t daher nur bei sehr heller Umgebung zum Dynamik-Modus. "Im lichtdurchfluteten Wohnzimmer darf das Bild ruhig etwas knalliger sein", sagt Kuhlmann. An der Helligkeit an sich herumzuschrauben, ist umstĂ€ndlich und bringt laut Kuhlmann wenig. Das Bild wirke dann immer noch kontrastarm.

Bei Testbildern gibt es einiges zu beachten

Wer ein perfektes Ergebnis will, mĂŒsse mit KalibrierungsgerĂ€ten das Bild optimieren. Manche Seiten raten aber auch dazu, ein Testbild auf den Fernseher zu laden. So sollen Nutzer manuell den richtigen Kontrast oder Helligkeit einstellen können.

Kuhlmann rĂ€t hier zur Vorsicht: Wer das Testbild beispielsweise ĂŒber ein GerĂ€t anzeigen lĂ€sst, das am HDMI-1-Steckplatz angeschlossen ist, muss darauf achten, dass der Fernseher die Bildeinstellungen auch fĂŒr andere AnschlĂŒsse ĂŒbernimmt.

Was noch wichtig ist

Wer möchte, kann die Wiedergabe schnell bewegter Bilder optimieren. Die zugehörige Einstellung im MenĂŒ enthĂ€lt meist das Schlagwort "Motion", sagt Kuhlmann. Damit berechnet der Fernseher Zwischenbilder, Ruckler (Judder) bei Kamerafahrten werden so geglĂ€ttet.

WĂ€hrend Fußballspielen sollten Nutzer aber auf die Motion-Optimierung verzichten oder sie zumindest stark reduzieren. "Sonst kann man bei Flanken nicht mehr richtig abschĂ€tzen, wo der Ball landet", sagt Kuhlmann. "Das irritiert total".

FĂŒrs Gaming empfiehlt Kuhlmann den Standard- oder den Gaming-Modus, falls das GerĂ€t einen besitzt. Wer einen PC an den Fernseher angesteckt hat, sollte das Bildformat auf "1:1" beziehungsweise "Just Scan" stellen. Dann wird das Bild an den RĂ€ndern nicht abgeschnitten.

Was ist der richtige Sitzabstand?

FĂŒr den richtigen Sitzabstand zum Fernseher ist neben der BildschirmgrĂ¶ĂŸe auch die Auflösung wichtig. Das berichtet die Fachzeitschrift "Video" (3/2019). Um die minimale Distanz zwischen Augen und Fernseher auszurechnen, gilt folgende Gleichung als Faustregel: Bei UHD-GerĂ€ten wird die Höhe des Bildschirms mit 1,5, bei Full-HD-GerĂ€ten mit 3 multipliziert. Das Produkt daraus ergibt den Mindestabstand in Zentimetern.

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Ein Beispiel: Bei einem Full-HD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 65 Zoll sollten Nutzer mindestens 2,40 Meter weit weg sitzen, bei einem ebenso großen UHD-GerĂ€t genĂŒgen 1,20 Meter Distanz. Mit vierfach höherer Auflösung halbiere sich folglich der Mindestabstand bei TV-GerĂ€ten mit gleicher DisplaygrĂ¶ĂŸe.

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