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"Nora" ist die neue Notruf-App der Bundesländer

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 28.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Nora-App auf einem iPhone: Die App ist die neue Notruf-App der Bundesländer, die heute vorgestellt wurde.
Nora-App auf einem iPhone: Die App ist die neue Notruf-App der Bundesländer, die heute vorgestellt wurde. (Quelle: Jan Mölleken)
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Mit Nora ist eine neue Notruf-App der Bundesländer offiziell gestartet. Anders als Nina oder KatWarn dient die App nicht zur Warnung, sondern wird genutzt, um selbst Notrufe abzusetzen. Wir haben die App ausprobiert.

Es gibt Zuwachs bei den öffentlichen Sicherheits-Apps. Nach Nina und KatWarn kommt nun Nora, eine bundesweite Notruf-App. Mit den beiden erstgenannten Apps hat Nora allerdings wenig gemein. Denn während der Zweck von Nina und KatWarn darin liegt, die Bevölkerung vor Katastrophen zu warnen, soll Nora ähnlich wie die Notrufnummern 110 und 112 funktionieren.

Bürger werden hier also nicht gewarnt, sondern können selbst die Behörden über größere und kleinere Notfälle und Gefahrensituationen informieren. Und anders als beim einfachen Telefonanruf lässt sich so direkt auch der genaue Standort übermitteln.

In erster Linie richte sich die App zwar an Menschen mit Hör- oder Spracheinschränkungen, die nicht die klassischen Notrufnummern nutzen könnten. Doch auch jenseits dieser Gruppen bietet die App Vorteile gegenüber Telefon und Fax – schon allein deshalb, weil Nutzer im Zweifel nicht minutenlang in der Wartschleife ausharren müssen, was leider immer wieder vorkommt.

Auch dürfte es einerseits die Hemmschwelle senken, einen Notruf abzusetzen und andererseits den Rettungskräften von vornherein erlauben, die Notfälle nach Dringlichkeit zu priorisieren, ohne dafür lange die Notrufleitung zu besetzen.

So funktioniert Nora

Damit sie einen Notruf über Nora absenden können, müssen Nutzerinnen oder Nutzer sich zunächst mit ihrer Handynummer registrieren. Dies geschieht beim ersten Start der App. Nach Eingabe der Telefonnummer wird ein Prüfcode per SMS verschickt und in der App eingegeben. Dies sei vor allem ein Schutz gegen Missbrauch, so könnten Verstöße im Zweifel auch verfolgt werden. Der eigene Name muss ebenfalls angegeben werden.


So richten Sie die Nina-Warn-App richtig ein

Sobald man die Nina-App das erste Mal startet, wird man gefragt, ob die App Mitteilungen senden darf. Das sollte man unbedingt erlauben – sonst kann die App nur warnen, wenn sie geöffnet ist.
Anschließend zeigt die App ein paar Infotafeln. Es lohnt, diese nicht einfach wegzuklicken, sondern durchzulesen.
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Wer will, kann außerdem Alter und Geschlecht, Vorerkrankungen, Behinderungen und weitere Hinweise zu einem Hund oder Notfallschlüssel eintragen. Diese Angaben sind freiwillig, könnten Helfern aber bei einem Notfall, der die eigene Person betrifft, wichtige Hinweise geben.

Damit man sich direkt mit dem Absetzen eines Notrufs in Nora vertraut machen kann, gibt es eine Notruf-Demo. Sie lässt sich über das Menü oben links starten. Dabei durchlaufen Anwenderinnen und Anwender dieselben Schritte, die sie auch beim Absetzen eines echten Notrufs absolvieren müssten.

Zunächst ermittelt das Smartphone den Standort – diesen kann man entweder bestätigen oder korrigieren, sollte sich der Notfall an anderer Stelle ereignen. In einem zweiten Schritt wird die Art des Notfalls näher spezifiziert: "Polizei-Notfall", "Unfall", "Feuer", "Erkrankung/Verletzung/Sturz" und "Unwetter / etwas anderes" stehen hier zur Auswahl.

Hat man sich für einen der Punkte entschieden, gibt es jeweils noch eine Reihe von Unterpunkten, sodass den Rettungskräften bereits recht detaillierte Angaben zum Unfall vorliegen. Auch kleinere Gefahrensituationen – etwa ein Verkehrsunfall ohne Verletzte oder eine verdächtige Situation – können gemeldet werden.

Fühlt man sich in der gemeldeten Situation selbst durch andere bedroht, gibt es etwa auch die Option den Notuf als "Stillen Notruf" abzusetzen. Dabei werden keine Anrufe oder andere Benachrichtigungen an das Smartphone gesendet und der Kontakt findet unauffällig per Chat statt, sodass Dritte nichts davon bemerken.

Hat man alle abgefragten Angaben getätigt, zeigt die App noch einen Überblicksartikel an, in dem sich jede der Informationen noch einmal anpassen lässt, bevor man sie tatsächlich abschickt. Nach dem Versenden des Notrufs landet man dann im Chat mit der zuständigen Notruf-Leitstelle, wo man den Vorfall weiter beschreiben oder auch Fragen stellen kann.

Die App ist für iOS und Android bereits in den App Stores verfügbar. Laut Angaben der Betreiber lässt sich die App derzeit in 15 Bundesländern nutzen, nur in Berlin klappe das momentan noch nicht. Hier seien noch "Abstimmungen erforderlich", bevor die Notrufe aus der App auch dort angenommen würden.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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