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WhatsApp: Angreifer können mit einer Nachricht Gruppenchats zerstören

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Angreifer können WhatsApp-Gruppenchats zerstören

18.12.2019, 16:42 Uhr | str, t-online.de

WhatsApp: Angreifer können mit einer Nachricht Gruppenchats zerstören . WhatsApp zeigt sechs ungelesene Nachrichten an: Eine Schwachstelle in der App machte Gruppenchats angreifbar.  (Quelle: imago images/C. Hardt/Future Image)

WhatsApp zeigt sechs ungelesene Nachrichten an: Eine Schwachstelle in der App machte Gruppenchats angreifbar. (Quelle: C. Hardt/Future Image/imago images)

Neue Schwachstelle bei WhatsApp: Mit einer einzigen Nachricht war es Angreifern möglich, einen Gruppenchat dauerhaft unbrauchbar zu machen. Das Problem ist behoben – doch womöglich nicht auf allen Geräten. 

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat WhatsApp im September still und heimlich ein ernsthaftes Problem bei Gruppenchats behoben. Mitarbeiter der IT-Sicherheitsfirma Checkpoint hatten die Schwachstelle entdeckt und zunächst dem Unternehmen gemeldet, um ein Sicherheits-Update anzuregen. Da WhatsApp den Empfehlungen inzwischen gefolgt ist und davon auszugehen ist, dass die meisten Geräte abgesichert wurden, haben sich die Experten nun mit ihrer Entdeckung an die Öffentlichkeit gewendet.

Demnach war es den Checkpoint-Programmierern gelungen, eine zerstörerische WhatsApp-Waffe zu entwickeln: Eine Nachricht, die die App komplett lahm legt. Dazu nutzt sie zwei Sicherheitslücken bei Gruppenchats, Fachleute sprechen von einem sogenannten "Exploit". In einem Blogbeitrag schildert Checkpoint den Angriff im Detail. 

Da die Sicherheitslücke nun allgemein bekannt ist und von Hackern missbraucht werden könnte, sollten Nutzer unbedingt ihre WhatsApp-Version prüfen. Wie das geht, erklärt diese Fotoshow. Denn wer das nötige Update nicht installiert hat, kann immer noch betroffen sein. Checkpoint rät allen Nutzern, die neueste WhatsApp-Version zu installieren. Für Android-Geräte trägt die aktuelle Version die Nummer 2.19.360. Wie Sie die App aktualisieren, erklärt diese Fotoshow

Ältere WhatsApp-Versionen, die seit mehreren Monaten nicht mehr aktualisiert wurden, sind weiterhin angreifbar. Laut Checkpoint gibt es zwei große Probleme: Erstens konnte in einer früheren WhatsApp-Version jeder Nutzer – auch unfreiwillig –  zu einer Gruppe hinzugefügt werden. Das ist ein Einfallstor für Spamnachrichten, da der Betroffene fortan alle an die Gruppe geschickten Mitteilungen erhält.

Böswillige Akteure könnten auch sogenannte "Textbomben" in die Gruppe posten, das sind manipulierte Nachrichten, die von der App nicht richtig verarbeitet werden können und daher zu einer Absturzschleife führen. Nur eine Neuinstallation kann das Problem beheben und WhatsApp wieder zum Laufen bringen. Sofern kein Backup vorliegt, wäre das mit einem Datenverlust verbunden. Die betroffene Gruppe darf man zudem auch nach der Neuinstallation nicht mehr öffnen, sie muss gelöscht werden.

Schon früher hatte es Kritik an der Gruppenfunktion gegeben, die das beliebige Hinzufügen von fremden Nutzern ermöglichte. WhatsApp hat seither nachgebessert. Nutzer müssen jetzt erst zustimmen, ob sie einer Gruppe wirklich beitreten wollen. Nutzern wird geraten, sich niemals unbekannten Gruppen anzuschließen. Kürzlich machten Beschwerden von Nutzern die Runde, die von WhatsApp gesperrt wurden, weil sie Mitglied von Gruppen mit "verdächtigen" Namen waren. Wie es dazu kam, erfahren Sie hier


WhatsApp gehört zum Facebook-Konzern. Mehr als eine Milliarde Nutzer haben die App auf ihrem Smartphone installiert. 

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