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CES 2022: John Deere zeigt ersten Robo-Traktor

CES 2022  

John Deere zeigt ersten Robo-Traktor

05.01.2022, 10:50 Uhr | dpa, jnm

CES 2022: John Deere zeigt ersten Robo-Traktor.  (Quelle: John Deere)

John Deeres vollautonomer Traktor: Die Bauern müssen das Gerät nur aufs Feld stellen, den Rest erledigt der Traktor von allein. (Quelle: John Deere)

Landtechnikhersteller John Deere hat auf der CES den ersten autonomen Traktor vorgestellt. Ein Bauer muss das Gerät nur zum Feld bringen. Anschließend kann er sich um andere Dinge kümmern. 

Der weltgrößte Landtechnikhersteller Deere & Company bringt noch in diesem Jahr einen vollautonomen Traktor auf den Markt. "Das ist keine Vision oder eine Demo, sondern ein fertiges Produkt", sagte Technologie-Chef Jahmy Hindman am Dienstag (Ortszeit) auf der Technikmesse CES in Las Vegas. Im Sommer hatte der US-Konzern das Roboter-Start-up Bear Flag Robotics übernommen, das auf die Automation von landwirtschaftlichen Arbeiten spezialisiert ist.

Der Traktor verfügt über sechs Stereokamerapaare, die eine Rundumsicht zu Erkennung von Hindernissen ermöglichen. Die Informationen aus den aufgenommenen Bildern werden durch ein System geschleust, das vom biologischen neuronalen Netz inspiriert ist, das auch das menschliche Gehirn verwendet. "Jeder Pixel wird in etwa 100 Millisekunden klassifiziert. Das System entscheidet dann, ob die Maschine weiterfährt oder anhält, je nachdem, ob ein Hindernis erkannt wird", sagte Hindman. Die künstliche Intelligenz sei mit mehr als 50 Millionen Bildern trainiert worden.

Diverse Kameras sorgen dafür, dass sich der Traktor auf dem Feld orientieren kann. (Quelle: John Deere)Diverse Kameras sorgen dafür, dass sich der Traktor auf dem Feld orientieren kann. (Quelle: John Deere)

Der Traktor überprüft außerdem ständig seine Position in Bezug auf ein vorab festgelegtes Einsatzgebiet. Dieser virtuelle Zaun ("Geofence") soll sicherstellen, dass das Fahrzeug dort arbeitet, wo es soll, und zwar mit einer Genauigkeit von 2,5 Zentimetern. Um den Traktor zu nutzen, müssen ihn die Landwirte nach Firmenangaben lediglich aufs Feld bringen und konfigurieren. Dann können sie sich anderen Aufgaben widmen. Die Maschine könne auch aus der Ferne per Smartphone, Tablet oder Personal Computer überwacht werden.

Bei Problemen greifen "Tele-Operatoren" ein

Gänzlich ohne menschliche Unterstützung kommen die Traktoren jedoch nicht aus, wie das Technikportal "The Verge" berichtet: Wenn die Algorithmen auf den Kamerabildern etwas gänzlich Unerwartetes entdecken, werden diese Bilder dann zu sogenannten "Tele-Operatoren" geschickt. Dabei handle es sich gewissermaßen um ein Hightech-Callcenter, wo Mitarbeiter prüfen, ob es um ein echtes Hindernis oder um einen Fehler geht.

Sollte ein echtes Problem bestehen, informieren die Mitarbeiter den Bauern über die App. Dieser kann sich die Bilder selbst anschauen und entscheiden, ob er eine Kurskorrektur vornehmen oder sich das Problem vor Ort anschauen möchte.

Der Algorithmus erkenne etwa, dass er für Vögel nicht stoppen müsse – da diese wegfliegen können. Erkenne das System aber einen Hund auf seinem Kurs, stoppe es und informiere gegebenenfalls einen "Tele-Operator". Der Vorteil dieses Systems sei, dass ein Bauer so wegen kleinerer Probleme nicht mitten in der Nacht geweckt werde – schließlich können die neuen Traktoren rund um die Uhr arbeiten.

Alle Arbeiten übernehme das System übrigens nicht: Man konzentriere sich zunächst vornehmlich auf die Vorbereitung des Ackerlands beim Bestellen.

Ganz neue Traktoren müssen sich die Bauern nicht anschaffen: Einige Modelle können mit den nötigen Geräten nachgerüstet werden.

Das US-Unternehmen Deere & Company mit seiner Traktormarke John Deere gehört auch in Deutschland zu den führenden Landmaschinenherstellern.

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