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Heizkosten senken mit Thermovorhänge und -rollos: Geht das?


So viel Heizkosten können Sie durch Vorhänge sparen

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 14.11.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Dämmung: Blickdichte Vorhänge schirmen auch die Kälte von außen etwas ab.
Dämmung: Blickdichte Vorhänge schirmen auch die Kälte von außen etwas ab. (Quelle: ilia-art/Getty Images)
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Wird die Wärme im Raum gehalten und die Kälte von außen abgeschirmt, wirkt sich das positiv auf die Heizkosten aus. Was Sie dafür brauchen, lesen Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Thermovorhänge und -rollos
  • Das ergab unser Test
  • Reichen normale Vorhänge und Rollos?
  • Dämmen Plissees?
  • Das sparen Vorhänge, Rollos und Co. an Energie
  • Auch Teppiche sparen Heizkosten

Fenster zählen zu den größten Kältebrücken im Raum. Die Gründe können unterschiedlich sein: Die Isolierung der Scheibe ist zu gering, zwischen Fensterflügel und -rahmen sind kleine Lücken oder Risse oder der Bereich zwischen dem Rahmen und der Mauer ist schlecht oder unzureichend gedämmt. Über diese Stellen geht dann Wärme verloren – die besonders im Winter wertvoll ist.

Doch es ist nicht immer möglich, Fenster auszutauschen oder Kältebrücken nachträglich abzudichten. Sie können versuchen, die Isolierung der Fenster zu erneuern (wie das geht, erfahren Sie hier) und das Fenster korrekt einstellen (mehr dazu erfahren Sie hier). Das kann jedoch nicht gänzlich verhindern, dass das Glas die Kälte in den Raum abstrahlt. Eine Zusatzlösung können daher Vorhänge, Rollos und Co. sein.

Thermovorhänge und -rollos

Kältebrücken verhindern: Thermorollos haben eine Aluminiumbeschichtung auf einer Seite.
Kältebrücken verhindern: Thermorollos haben eine Aluminiumbeschichtung auf einer Seite. (Quelle: Mikhail Artamonov/Getty Images)

Mithilfe von Thermovorhängen und -rollos können Sie für etwas zusätzliche Dämmung sorgen, wodurch die Wärme im Raum gehalten und der Heizenergieverbrauch gesenkt wird.

Bei Thermovorhängen und -rollos gibt es zwei Varianten:

  1. Der Stoff ist mit einer Aluminiumschicht oder -folie überzogen.
  2. Der Vorhang besteht aus Polyester oder einem anderen dämmenden oder synthetischen Funktionsmaterial.

Bei Variante 1 wird die Kälte im Winter beziehungsweise die Hitze im Sommer zurück zur Fensterscheibe reflektiert und nicht in den Raum gelassen. Zeigt die beschichtete Vorhangseite in den Raum, wird die vorhandene Raumwärme zurück in das Zimmer reflektiert.

Vorhänge aus Variante 2 funktionieren ähnlich wie Funktionskleidung. Kalte Luft wird am Hineinströmen und warme Luft am Herausströmen gehindert. Gute Vorhänge regulieren zugleich die Feuchtigkeit, wodurch beschlagene Fenster verhindert und somit die Schimmelbildung gemindert wird.

Das ergab unser Test

In unserem Test dämmen die Rollos und Vorhänge mit der Alu-Lage besser als ihr Pendant aus Polyester. Allerdings ist der Behang etwas empfindlicher: Durch Knicken oder unsanfte Behandlungen leidet die Aluminiumbeschichtung. Auch das Waschen der Thermo-Alu-Vorhänge ist schwer möglich, da hierbei ebenfalls Schäden am Material die Folge sind. Falls Sie die Vorhänge dennoch reinigen möchten, sollte das ohne Weichspüler geschehen. Zudem sollten Sie sie an der Luft trocknen lassen.

Achten Sie beim Kauf auch auf die Größe: Die Vorhänge sollten lang und breit genug sein, sodass sie den gesamten Fensterbereich und einen kleinen Teil darüber hinaus gut verdecken. Der Stoff sollte zudem leicht auf dem Boden aufliegen. Dadurch wird der Dämmeffekt erhöht. Natürlich dürfen die Heizkörper durch den Vorhang nicht verdeckt werden.

Die Rollos sollten breiter als die Fensterscheibe sein, idealerweise sollten sie möglichst viel vom Fensterflügel bedecken und auf dem Fensterbrett aufliegen.

Reichen normale Vorhänge und Rollos?

Vorhang: Je kleiner die Lücken zwischen Decke und Stoff oder Boden und Stoff sind, desto weniger Kälte kann vom Fenster aus in den Raum gelangen.
Vorhang: Je kleiner die Lücken zwischen Decke und Stoff oder Boden und Stoff sind, desto weniger Kälte kann vom Fenster aus in den Raum gelangen. (Quelle: Volodymyr Shtun/Getty Images)

Alles, was die Kälte der Fensterscheibe abschirmt, kann helfen, den Wärmeverlust durch die Fenster zu verringern. Dabei ist wichtig, dass das Material der Vorhänge und Rollos eine bestimmte Dichte hat. Zudem sollten sie keine Löcher haben. Gardinen, die nur der Zierde dienen, oder Rollos, die lediglich den Blick von außen in den Raum leicht verwischen sollen, reichen in der Regel nicht als Dämmung aus.

Achten Sie beim Kauf der Vorhänge am besten auf die Fadendichte, wenn diese angegeben ist. Sie sollte möglichst hoch sein. Zusätzlich kann es helfen, wenn Sie den Vorhang oder das Rollo vor eine Lampe halten: Je weniger das Licht durchscheint, desto dichter ist der Stoff gewebt beziehungsweise desto besser werden der Vorhang oder das Rollo voraussichtlich dämmen.

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Welcher Stoff hilft gegen Kälte?

Wollfilz beziehungsweise Taschenfilz wirkt am besten wärmeisolierend. Auch dicker Samt, Loden und Chenille sollen gut dämmen.

Dämmen Plissees?

Sogenannte Wabenplissees schirmen sowohl die Hitze im Sommer als auch die Kälte im Winter etwas ab. Denn die Luft, die sich in den Zwischenräumen der beiden Stofflagen befindet, wirkt leicht isolierend. Laut Fraunhofer-Institut für Bauphysik (Fraunhofer IBP-Studie ESB-004/2011 HOKI) sollen durch die Fensterbedeckung zwischen 7 und 25 Prozent an Energie eingespart werden können, je nachdem, welche Isolierung bereits bei den Fensterscheiben vorhanden ist.

Das sparen Vorhänge, Rollos und Co. an Energie

Laut Wirtschaftsminister Robert Habeck spart das Zuziehen von Gardinen am Abend bis zu fünf Prozent an Energie. Rollläden können den Wärmeverlust durch Fenster um bis zu 20 Prozent reduzieren, erklärt das Umweltbundesamt. Wer noch mehr sparen möchte, kombiniert beide Möglichkeiten. Das heißt, nachts sowohl die Rollläden herunterlassen als auch zusätzlich die Vorhänge zuziehen.

Achtung

Weder normale noch dämmende Vorhänge und Rollos ersetzen eine gute Fensterisolierung. Sie sollten daher auch Ihre Fenster nachrüsten, wenn Sie dauerhaft Energie sparen möchten.

Auch Teppiche sparen Heizkosten

Fliesen- oder Steinbelag haben einen geringeren Wärmedurchlasswiderstand als Teppichböden (Worum es sich genau dabei handelt, erfahren Sie hier.). Das bedeutet, dass ein Teppichboden besser dämmt und die Wärme im Raum hält, als ein anderer Bodenbelag. (Wie sich das auf die Heizkosten in einem Mietshaus auswirkt, erfahren Sie hier.)

Aber auch das Temperaturempfinden ist bei Teppichböden besser – Fußkälte wird vermieden, wodurch sich der Raum an sich wärmer anfühlt. Experten sagen, dass bei einem Teppichboden die Raumtemperatur um zwei Grad gesenkt werden kann, um dasselbe – kältere – Temperaturempfinden wie bei Fliesen zu erhalten. Das wiederum kann bis zu 12 Prozent an Energiekosten einsparen.

Übrigens: Echtholz- und Korkböden zählen neben den Teppichböden ebenfalls zu den sogenannten fußwarmen Bodenbelegen.

Schon gewusst?

Thermorollos, -vorhänge, Plissees und Co. schützen im Winter vor der Kälte und im Sommer vor der Hitze. Zudem schirmen sie auch den Lärm von außen etwas ab. Die Anschaffung lohnt sich also mehrfach.

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Verwendete Quellen
  • faz.net "Habeck gibt Energiespar-Tipps"
  • umweltbundesamt.de "Richtig heizen"
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Robert Habeck

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