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Was ist besser: Wasserkocher oder Herd?

Strom sparen  

Wasserkocher besser als der Herd: So sparen Sie Energie in der Küche

09.09.2019, 18:33 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, jb, t-online.de

Was ist besser: Wasserkocher oder Herd?. Töpfe auf einem Herd: Mit einem Deckel auf dem Topf sparen Sie beim Kochen Energie. (Quelle: Getty Images/sirawit99)

Töpfe auf einem Herd: Mit einem Deckel auf dem Topf sparen Sie beim Kochen Energie. (Quelle: sirawit99/Getty Images)

Jeder Topf hat seinen Deckel? In der Küche oft nicht. Dabei ließe sich so bis zu 30 Prozent Strom sparen. Auch der Wasserkocher ist ein eher selten genutztes Energiespar-Wunder. Wer seine Gewohnheiten umstellt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Das sind die besten Energiespartipps für die Küche im Überblick.

Strom wird überwiegend aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas, Erdöl und Uran gewonnen. Dabei entstehen Abfälle, die der Umwelt schaden – darunter beispielsweise Kohlenstoffdioxid (CO2), das den Treibhauseffekt verstärkt. Auch wenn erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind, sollte man den eigenen Energieverbrauch hinterfragen. Denn jede eingesparte Kilowattstunde hilft, Rohstoffe zu schützen und das Klima zu schonen.

Deckel auf den Topf

In vielen Töpfen köchelt es ohne Deckel. Doch das führt zu einer deutlich längeren Zubereitungszeit und einem erhöhten Energiebedarf. Bis zu 30 Prozent mehr Strom wird verbraucht. Es lohnt sich also, den Deckel zu schließen. Wer wissen möchte, was in dem Topf passiert, kann zu Glasdeckeln greifen.

Zudem sollte man darauf achten, dass der Topf nie kleiner als die Herdplatte ist, sonst geht ebenfalls Energie verloren.

Temperatur am Herd runter

Eine Menge Strom lässt sich auch durch das Drosseln der Herd-Temperatur sparen. Die höchste Garstufe braucht man meist nur zu Beginn, um den Herd aufzuheizen. Danach köchelt das Essen auch auf niedrigerer Stufe weiter.

Schnellkochtöpfe lohnen sich ebenfalls schnell in der Anschaffung. Sie verringern den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent. Allerdings ist die Anschaffung nicht ganz billig.

Wasserkocher besser als Herdplatte

Wer heißes Wasser braucht, beispielsweise für Nudeln, sollte sich für den Wasserkocher entscheiden und das aufgekochte Wasser dann in den Topf umfüllen. Ein guter Wasserkocher braucht nur ein bis zwei Minuten, bis das Wasser sprudelt. Da kann der Herd nicht mithalten.

Tipp: Immer nur so viel Wasser erhitzen, wie man benötigt. Und das Gerät regelmäßig entkalken.

Mikrowelle bei kleinen Portionen effizienter

Neben dem Wasserkocher ist auch eine Mikrowelle dem Elektroherd oft überlegen. Gerade bei kleinen Speisemengen punktet die Mikrowelle mit deutlichen Effizienzvorteilen. Bei größeren Mengen, über 500 Milliliter, sind Sie beim Erwärmen von Wasser mit einem Wasserkocher besser bedient.  

Wer über eine Anschaffung nachdenkt, sollte auf den „Blauen Engel“ achten. Dieser kennzeichnet unter anderem Geräte mit einem besonders hohen Wirkungsgrad der Mikrowellenfunktion, einem geringen Stand-by-Stromverbrauch und geringen Leckstrahlen.

Beim Backofen die Restwärme nutzen

Weit verbreitet sind auch das viel zu frühe Vorheizen des Backofens sowie das ständige Öffnen der Backofentür. Dabei geht wertvolle Energie verloren. Viele schalten außerdem den Ofen erst ab, wenn das Essen fertig ist. Besser ist es, die Restwärme zu nutzen und den Ofen bereits zehn bis 15 Minuten früher abzuschalten.

Besonders energieeffizient ist übrigens die Umluft-Funktion. Sie senkt den Energiebedarf um bis zu 25 Prozent.

Beim Kühlschrank Geld sparen

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes im Haushalt. Besonders ältere Geräte können richtige Energiefresser sein. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) spart ein 240-Liter-Kühlschrank mit Tiefkühlfach der Effizienzklasse A+++ über eine Nutzungszeit von zwölf Jahren über 500 Euro im Vergleich zu einem Gerät der Klasse A.

Kühlschrank nicht zu kalt einstellen

Doch nicht nur das Gerät selbst kann ordentlich Energie verschlingen. Auch eine zu kalte Temperatureinstellung verursacht auf Dauer Mehrkosten. Es genügen sieben Grad, um Lebensmittel und Getränke ausreichend zu kühlen. Bei Gefriergeräten sind es Minus 18 Grad. Leicht verderbliche Waren wie Fleisch oder Fisch gehören in das unterste Fach. Dort ist es am kältesten.


Wichtig: Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben den Herd oder die Heizung. Lassen Sie auch immer ausreichend Platz zwischen Gerät und Wand, damit keine unnötige Wärme entsteht. Dann erreicht der Kühlschrank seine Temperatur mit einem wesentlich geringeren Stromverbrauch.

Türen nicht zu lange offen stehen lassen

Speisen sollten immer zuerst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Tür nicht zu lange offensteht, wenn man etwas herausnimmt.

Auch ein regelmäßiges Abtauen ist sinnvoll, denn eine Eisschicht erhöht den Energiebedarf.

Spülmaschine besser als die Hände

Geschirr in die Spülmaschine zu geben ist besser, als es mit der Hand zu reinigen. Das gilt allerdings nur dann, wenn die Maschine voll beladen und nicht das heißeste Programm gewählt wird. Auch Vorspülen sollte tabu sein. Dann lassen sich bis zu 50 Prozent Wasser und 30 Prozent Energie einsparen.

Bei neuer Spülmaschine auf den Wasserverbrauch achten

Wer eine neue Spülmaschine kauft, sollte sich für die Energieeffizienzklasse A+++ entscheiden und auf einen geringen Wasserverbrauch achten. Denn das Erwärmen des Spülwassers verbraucht den meisten Strom. Hat die Maschine ein ECO-Programm, sollte man dies so oft wie möglich nutzen.

Wie wird Wasser am günstigsten erwärmt?

Bei Mengen unter 500 Milliliter ist das Erwämen in der Mikrowelle ernergieeffizienter. 

Bei Mengen zwischen 500 Millilitern und einem Liter sollten Sie für das Aufkochen von Wasser einen Wasserkocher verwenden.

Benötigen Sie mehr als einen Liter heißes oder kochendes Wasser, benutzen Sie am besten einen Topf.


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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