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LED-Lampen dimmen: So funktioniert's

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LED-Lampen dimmen: So funktioniert's

28.01.2020, 10:35 Uhr | rw, t-online.de, ron

LED-Lampen dimmen: So funktioniert's. Lampenwechsel: Häufig wird davon ausgegangen, dass man einen herkömmlichen Dimmer auch mit LED-Lampen und Leuchten verwenden kann. (Quelle: imago images/Westend61)

Lampenwechsel: Häufig wird davon ausgegangen, dass man einen herkömmlichen Dimmer auch mit LED-Lampen und Leuchten verwenden kann. (Quelle: Westend61/imago images)

LEDs sind stromsparend und langlebig. Leider lassen sie sich schlecht dimmen – oder ist das nur ein Vorurteil? Darauf sollten Sie bereits beim Kauf achten.

Sie verbraucht sechsmal weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne, kommt ohne Quecksilber und andere gesundheitsgefährdende Stoffe aus und hat eine Lebensdauer von bis 50.000 Stunden: die LED-Lampe. Sie läuft der herkömmlichen Glühlampe und auch der Energiesparlampe im Haushalt oftmals den Rang ab.

Quelle: Paulmann Licht GmbH  (Quelle: Paulmann Licht GmbH )Quelle: Paulmann Licht GmbH

Nur beim Dimmen zieht die Leuchtdiode (kurz: LED, englisch: light-emitting diodes) gegenüber den herkömmlichen Leuchtmitteln offenbar den Kürzeren. Und viele Verbraucher fragen sich: LED-gedimmtes Licht mit romantischer Glühbirnen-Ästhetik – geht das?

Welche LED-Lampen sind dimmbar?

Die gute Nachricht: Fast alle LED-Lampen und -Leuchten sind in einer dimmbaren Version erhältlich – aber nicht immer standardmäßig dimmbar. Prüfen Sie, ob in den Produkteigenschaften Ihrer Lampe "dimmbar" angegeben ist. Zudem sollten Sie einen kompatiblen LED-Dimmer besitzen, der für den Betrieb mit dimmbaren LED-Lampen geeignet ist.

Info
Die Dimmfunktion spart zusätzlich Energie, weil die Lampe weniger stark leuchtet und deshalb weniger Strom benötigt wird.

Warum sind einige nicht dimmbar?

Dennoch funktioniert nicht jeder Dimmer mit jeder LED-Lampe. Der Grund: Die Schnittstelle zwischen Dimmer und Leuchte ist nicht normiert. Die Hersteller haben sich bislang nicht auf ein übergreifend einheitliches Steuerungssystem einigen können. Zumeist nicht kompatibel sind sogenannte Universaldimmer, die für Glühbirnen beziehungsweise Halogenlampen entwickelt wurden.

Zudem haben Universaldimmer eine Mindestleistung von 50 Watt. Da LED-Lampen aber in der Regel eine geringere Wattleistung als konventionelle Leuchtmittel haben, wird mit LED-Leuchtmitteln diese Mindestleistung in der Regel nicht erreicht. Das kann dazu führen, dass der Dimmer nicht funktioniert.

Welche Probleme können auftreten?

Wenn es beim Dimmen von LED-Lampen und -Leuchten zu Problemen kommt, treten zumeist diese Fehlerbilder auf:

  • LED-Lampe flackert ("Flimmereffekt")
  • LED-Leuchtmittel brummt oder surrt
  • Helligkeit lässt sich nicht oder kaum regeln
  • LED-Lampe glimmt auch im ausgeschalteten Zustand oder bleibt dunkel

Einige Fehlerbilder können einzeln oder zusammen auftreten und dazu führen, dass die LED-Lampe letztlich kaputt geht.

Welche Dimmer für welche LED-Lampen?

Generell ist es wichtig, LED-Lampe, LED-Leuchtmittel und LED-Dimmer aufeinander abzustimmen. Informieren Sie sich vor dem Kauf unbedingt beim Verkäufer oder beim Hersteller direkt, welche LED-Lampe mit welchem LED-Dimmer kompatibel ist. So erleben Sie keine bösen Überraschungen.

Tipp
Zudem rät Stiftung Warentest, mit dem Händler zu vereinbaren, dass Sie LED-Lampen zurückgeben können, die trotz des "Dimmbar"-Symbols auf der Verpackung zu Hause flackern oder surren.

Was ist ein 12- und 230-Volt-LED-Dimmer?

Eine Vielzahl der LED-Dimmer arbeiten mit einer 230-Volt-Netzspannung. Jede (Hochvolt-)LED-Lampe kann an diese Dimmer angeschlossen werden. Jedoch fehlt der Zusatz 230V bei den meisten Dimmern in der Produktbezeichnung oder auf der Verpackung.

Dagegen wird bei einem 12-Volt-LED-Dimmer die Netzspannung (12V) generell angegeben, weil Niederspannungsdimmer eher die Ausnahme sind.

Darf man LED-Dimmer selbst anschließen?

"Laien sollten grundsätzlich die Finger von Elektroarbeiten lassen", erklärt Burkhard Schulze, Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband Sachsen-Anhalt der Elektrohandwerke. Selbst wenn es nur darum geht, einen Lichtschalter gegen einen Dimmer auszutauschen.

Was viele nicht wissen: In Deutschland ist es für Ottonormalverbraucher gar nicht erlaubt, elektrische Anlagen, die an das öffentliche Elektrizitätsversorgungsnetz angeschlossen sind, zu errichten, zu ändern oder instand zu setzen. So steht es im Paragraf 13 der sogenannten "Niederspannungsanschlussverordnung" (NAV).

Unser Tipp
Mieter sollten Rücksprache mit dem Vermieter halten, wenn sie ihren Lichtschalter oder Universaldimmer gegen einen LED-Dimmer austauschen möchten. Für Hauseigentümer ist es empfehlenswert, sich unbedingt im Vorfeld mit einem Elektro-Fachbetrieb abzustimmen.

Stepdimming-LEDs funktionieren ohne Dimmer

Wer keinen neuen Dimmer in seiner Wohnung einbauen kann, darf oder möchte, greift auf Lampen mit Stepdimming-Funktion oder „Scene-Switch“-Technologie zurück. Das Gute: Diese benötigen überhaupt keinen Dimmer, um ihre Helligkeit zu variieren, sondern werden über einen ganz normalen Wandschalter betätigt.

Durch mehrmaliges Betätigen des Lichtschalters innerhalb einer kurzen Zeit wählen Sie die gewünschte Helligkeitsstufe aus. Je nach Typ sind die am häufigsten benötigten Stufen wie beispielsweise 100 Prozent, 50 Prozent und 25 Prozent Lichtleistung verfügbar.

Ohne Dimmer: LEDs mit Stepdimming-Funktion können mit normalen Lichtschaltern bedient werden. (Quelle: Getty Images)Ohne Dimmer: LEDs mit Stepdimming-Funktion können mit normalen Lichtschaltern bedient werden. (Quelle: Getty Images)

Auf der höchsten Stufe leuchtet die Lampe dann beispielsweise mit der Helligkeit einer alten 60-Watt-Glühlampe, auf der mittleren entspricht sie einer 40-Watt-Glühbirne und auf der niedrigsten Stufe einer 15-Watt-Lampe. Anders als bei dimmbaren Lampen ist eine stufenlose Regulierung der Lichtstärke nicht möglich.

Stepdimming-LEDs im Laden finden

LEDs mit Stepdimming-Funktion gibt es von vielen unterschiedlichen Herstellern und für die meisten gängigen Lampenfassungen. In der Regel weisen die Hersteller die Stepdimming-Funktion auf der Produktverpackung aus. Bei LEDs mit nur zwei Helligkeitsstufen wird sie manchmal auch als "Double-Click"-Technik bezeichnet.

Dennoch sollten Sie beim Kauf der LEDs sowie der Dimmer ebenso darauf achten, dass diese miteinander kompatibel sind. Auch bei dem Einsatz der Stepdimming-LEDs ist es wichtig, vorab zu überprüfen, ob der Einbau in das vorhandene System möglich ist.

Gibt es Alternativen zum Dimmen?

Statt auf eine zentrale, dimmbare Leuchte können Sie auch auf mehrere dezentrale Lichtquellen setzen, empfiehlt Stiftung Warentest. Der Vorteil: Sie sorgen je nach Stimmung und Bedarf überall für optimales Licht – wenn Sie einzelne Lampen ein- oder ausschalten. So können Sie Ihre Räume mit vielfältigen Lichtakzenten bereichern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtungsagentur dpa
  • Stiftung Warentest: FAQ – Lampen
  • Lampe.de – das Magazin
  • Baulinks.de
  • LEDTipps.net
  • BeleuchtungDirekt.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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