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Richtig heizen: Mit diesen Tricks wird ein Raum schneller warm

Optimale Temperatur  

Mit diesen Tricks wird ein Raum schneller warm

22.11.2020, 15:14 Uhr
Richtig heizen: Mit diesen Tricks wird ein Raum schneller warm. Heizkörper: Entlüften Sie Ihre Heizung regelmäßig, damit sich die Heizleistung erhöht. (Quelle: Getty Images/stefanamer)

Heizkörper: Entlüften Sie Ihre Heizung regelmäßig, damit sich die Heizleistung erhöht. (Quelle: stefanamer/Getty Images)

Bei nass-kaltem Wetter freuen sich viele über eine warme, gemütliche Wohnung. Wer jedoch kein automatisches Thermostat hat, kommt nach der Arbeit oft in einen kalten Raum. Wie wird dieser schneller warm?

Es ist ein Irrglaube, dass durch das Einstellen der höchsten Heizstufe der Raum schneller gewärmt wird. Auf Stufe 5 wird die Umgebung genauso schnell erwärmt wie auf Stufe 3. Die Ziffern auf dem Thermostat geben lediglich die Höchsttemperatur an. Ist diese erreicht, verschließt sich das Ventil und die Wärmezufuhr wird angehalten.

Lediglich bei einem zentralen Thermostat, das die Temperatur für alle Räume in der Wohnung regelt, wirkt sich die höchste Heizstufe auf die Effektivität aus.

Wie wird ein Raum schneller warm?

Mit acht Tricks können Sie erreichen, dass ein Raum im Winter schneller aufgewärmt wird:

  1. Verdecken Sie den Heizkörper nicht. Durch Möbel oder Vorhänge vor dem Heizkörper wird die Luftzirkulation verhindert. Aufgewärmte Luft kann sich dadurch schlechter oder kaum im Raum verteilen.
  2. Entlüften Sie Ihre Heizung regelmäßig. Wird der Heizkörper nicht gleichmäßig warm, reduziert das seine Heizleistung.
  3. Schließen Sie beim Heizen die Zimmertüren.
  4. Beheben Sie möglichst alle Quellen von Zugluft. Teilweise reicht dabei schon das nachträgliche Dämmen der Fenster und Türen mit einem Dichtungsband aus. Für Zimmertüren empfiehlt sich ein Zugluftstopper.
  5. Hängen Sie dicke Vorhänge auf. Diese isolieren die kalten Fensterscheiben. Der Stoff sollte den Heizkörper jedoch nicht bedecken.
  6. Legen Sie Teppiche aus. Durch die Textilien wird die Kälteabgabe durch die Fliesen oder anderweitigen Bodenbelag verringert.
  7. Lüften Sie richtig. Am besten eignen sich Stoß- und Querlüften. Dabei wird die Raumluft schnell ausgetauscht, ohne dass die aufgewärmten Möbel und Wände abkühlen – wie dies beispielsweise bei einem gekippten Fenster der Fall ist. 
  8. Lassen Sie einen Raum nicht komplett auskühlen. Drehen Sie bei Ihrer Abwesenheit den Thermostat nicht auf die niedrigste Stufe oder schließen Sie es komplett. Dadurch erkalten der Boden sowie die Wände. Das anschließende Aufwärmen des Raumes dauert wesentlich länger und kostet deutlich mehr Energie.

Weiterhin können Sie zusätzliche Wärmequellen wie beispielsweise einen Tischkamin oder Kerzen aufstellen.

Falsche Raumtemperatur kann schlimme Folgen haben

Achten Sie beim Heizen darauf, dass die Zimmertemperatur nicht zu hoch steigt. Dies kann sich – ebenso wie ein zu kühler Raum – auf Ihre Gesundheit auswirken. Ist der Raum zu warm oder zu kalt, sinkt das Wohlbefinden. Eine Entspannung ist nicht möglich, was wiederum zu Stress führen kann. Ist das Schlafzimmer zu stark geheizt, sinkt die Schlafqualität. Der Schlaf ist tiefer und zudem erholsamer, wenn es im Schlafzimmer kühl ist. Kommt zu warmer Raumluft noch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit hinzu, können sich Pilze wie beispielsweise Schimmelsporen schneller ausbreiten. Sie belasten unsere Atemwege.

Ist es jedoch zu kalt, kann es zu Ermüdungserscheinungen kommen. Der Körper muss in dem Fall mehr Energie aufwenden, um die eigene Temperatur konstant zu halten. Ist die Raumtemperatur dauerhaft zu niedrig, kann sich das auch negativ auf das Immunsystem auswirken. Durch das Halten der Körpertemperatur auf einem ausreichenden Level hat der Organismus weniger Energie, um gegen Viren und Bakterien zu kämpfen.   

Wie warm sollte ein Zimmer sein?

Laut Experten gelten folgende Raumtemperaturen als optimal:

  • Wohn- und Esszimmer: 20 Grad Celsius.
  • Kinder- und Arbeitszimmer: maximal 22 Grad Celsius.
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad Celsius.
  • Badezimmer: 23 Grad Celsius.
  • (Gäste-)WC: 18 Grad Celsius.
  • Küche: 18 Grad Celsius.
  • Flur: 18 Grad Celsius.

Anstatt zusätzlich zu heizen und Ihre Gesundheit zu gefährden, können Sie sich wärmere oder isolierende Kleidung anziehen, scharfes Essen zu sich nehmen oder sich etwas in der Wohnung bewegen. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
  • Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Der Standard
  • Emero
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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