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Dieses Gemüse kann bei Hitze giftig werden


Welches Gemüse bei Hitze giftig werden kann

Von dpa-tmn, nsa

Aktualisiert am 15.08.2023Lesedauer: 2 Min.
Diverse Gemüsesorten: Moderne Gemüse bilden im Normalfall keine Bitterstoffe.Vergrößern des BildesDiverse Gemüsesorten: Moderne Gemüse bilden im Normalfall keine Bitterstoffe. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)
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Eigentlich haben viele Gemüsesorten ein mildes, fruchtiges und leicht nussiges Aroma. Schmecken sie bitter, ist das ein Anzeichen für einen giftigen Stoff.

Bekommen bestimmte Zucchini, Gurken oder Kürbisse Stress, können sie bitter werden. Werden die giftigen Stoffe nicht frühzeitig erkannt, vermiesen sie das ganze Essen. Da hilft nur eins: Vorher kosten.

Ältere Sorten von Zucchini, Gurken oder Kürbissen sind eigentlich bitterfrei. Doch unter Stressbedingungen wie großer Hitze, verbunden mit starker Sonneneinstrahlung und Trockenheit, können sie giftige Cucurbitacine bilden, warnt die Bayerische Gartenakademie. Cucurbitacine sind giftige Bitterstoffe der Kürbisgewächse, zu denen Zucchini und Gurken gehören.

Laut dem Giftnotruf Bonn treten nach der Aufnahme von bitterer Zucchini in bis zu 50 Prozent der Fälle leichte Symptome auf. Dazu gehören:

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen und Aufstoßen
  • Durchfall – sehr selten wässriger, teils auch blutiger Durchfall
  • Magenkrämpfe
  • In einem Einzelfall bei einer schwer vorerkrankten älteren Person kam es, vermutlich nach Verzehr größerer Mengen, zu schwerem Durchfall mit weiteren Darmproblemen und lebensbedrohlichen Folgeerscheinungen, die im Zusammenspiel mit der Grunderkrankung Diabetes mellitus zum Tode führten.

Vorsicht vor bitteren Zucchinifrüchten

Da bereits kleinste Mengen Cucurbitacine schmeckbar sind, dürften die meisten Menschen in der Regel jedoch gar nicht weiter essen. Fachleute empfehlen darum, grundsätzlich ein Stückchen von Zucchini oder Gurke zu probieren, bevor man mit der Zubereitung beginnt. Das Gift wird beim Kochen nicht zersetzt.

Bei vielen modernen Sorten von Zucchini und Gurken, meist Hybridsorten, wurde übrigens die Fähigkeit zur Bitterstoffbildung weggezüchtet. Hobbygärtner sollten dennoch vorsichtig sein und besser Saatgut kaufen, statt es selbst nachzuziehen. Der Grund: Bei nachgezogenen Samen aus eigener Produktion können wieder Pflanzenlinien entstehen, deren Erbgut sie wie bei den Wildformen wieder giftige Bitterstoffe produzieren lässt.

Tipp: Speisekürbisse sollten nicht in der Nähe von Zierkürbissen gepflanzt werden. Denn die Ziervarianten enthalten viel Cucurbitacin, welches bei der Bestäubung der Speisekürbisse an die nächste Generation vererbt wird.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikums Bonn: "Bittere Zucchini"
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