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Das ist der Baum des Jahres 2023

Von dpa
30.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Moor-Birke: Das ist der Baum des Jahres 2023.
Moor-Birke: Das ist der Baum des Jahres 2023. (Quelle: Rainer Maus/Dr. Silvius Wodarz Stiftung/dpa/dpa-bilder)
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Bisher sind diese Bäume der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt. Das sind die Gründe, warum die Moor-Birke zum "Baum des Jahres 2023" gekürt wurde.

Die Moor-Birke und der Tagfalter Landkärtchen rücken 2023 ins Rampenlicht. Während die Moor-Birke am Mittwoch zum "Baum des Jahres" ausgerufen wurde, erhielt das Landkärtchen die Bezeichnung "Insekt des Jahres".

Die "Baum des Jahres"-Stiftung teilte in Berlin mit, die Moor-Birke sei "eine typische Art der Moore" und oft "die einzige Baumvegetation in den wertvollen Sonderstandorten". Moore seien für "die Bindung von Kohlendioxid wichtig und ein Zuhause für seltene Arten".

Es gebe Handlungsbedarf, denn intakte Moore seien in Deutschland selten geworden: 90 Prozent der Moore seien heute entwässert, teilte die Stiftung mit. Das Problem sei, dass Moore, die austrockneten, das gebundene Kohlendioxid wieder frei setzten. "Die Moor-Birke wird uns 2023 als Symbol für dieses Handlungsfeld begleiten", sagte Stiftungs-Präsident Stefan Meier.

Im Frühling orange, im Sommer schwarz

Das Landkärtchen: Der Schmetterling kann von April bis Juni beobachtet werden.
Das Landkärtchen: Der Schmetterling kann von April bis Juni beobachtet werden. (Quelle: Shotshop/imago-images-bilder)

Der Tagfalter Landkärtchen verblüffe mit seinem variablen Aussehen, hieß es bei der Bekanntgabe in Müncheberg (Brandenburg). Der "Saisondimorphismus" des Landkärtchens gibt Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Denn während die Frühjahrsgeneration eine orangefarbene Grundfärbung mit schwarzen Zeichnungselementen besitzt, sind die Tiere der Sommergeneration überwiegend schwarz, mit einem gebogenen weißen Band auf Vorder- und Hinterflügel.

Gemeinsam ist beiden Generationen eine relativ bunte und von zahlreichen, unterschiedlich dicken Linien durchzogene Flügelunterseite. Dies erinnert an eine Landkarte und hat der Falterart ihren deutschen Namen eingebracht.

"Das Landkärtchen zeigt wunderbar, dass auch bei weit verbreiteten und vermeintlich gut bekannten Insekten noch viel Forschungsbedarf besteht. Wir wissen zwar, was die Ausbildung der unterschiedlichen Farbmuster steuert, nicht aber welchen Zweck diese wirklich haben", sagte Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg und Vorsitzender des Kuratoriums.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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