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Verpiss-dich-Pflanze schützt das Gartenbeet vor ungebetenen Gästen

Volle Wirkung ausschöpfen  

Die Verpiss-dich-Pflanze stinkt Hunden und Katzen gewaltig

28.08.2020, 08:14 Uhr | jb, t-online

Verpiss-dich-Pflanze schützt das Gartenbeet vor ungebetenen Gästen. Verpiss-Dich-Pflanze: Die Pflanze ist ungiftig.  (Quelle: Getty Images/Maren Mueller)

Verpiss-Dich-Pflanze: Die Pflanze ist ungiftig. (Quelle: Maren Mueller/Getty Images)

Die meisten Gartenfreunde sind wenig begeistert, wenn Hunde oder Katzen aus der Nachbarschaft durch die liebevoll gehegten Gartenbeete streunen und dort Chaos hinterlassen. Doch das Problem lässt sich leicht lösen – mit der Verpiss-dich-Pflanze.

Optisch ist die Pflanze mit dem vulgären Namen ziemlich unauffällig: Sie wird zwischen 40 und 60 Zentimeter groß, hat fleischige, leicht behaarte Laubblätter und treibt von Mai bis Juni etwa drei Zentimeter lange violette Lippenblüten aus. 

Kann die Verpiss-dich-Pflanze Hunde und Katzen vertreiben?

Doch die Verpiss-dich-Pflanze (Coleus canina oder Plectranthus caninus) hat es in sich. Für den Menschen beinahe geruchlos, verströmt sie Duftstoffe, die für Hunde, Katzen und sogar Marder und Kaninchen äußerst unangenehm sind. Das Mentholaroma steigt den ungebetenen Gartenbesuchern in ihre empfindlichen Nasen und hält sie zuverlässig mehrere Meter auf Abstand. Die ätherischen Öle sondert die Pflanze über ihre Nesseln ab. Menschen können den Geruch nur wahrnehmen, wenn sie die Blätter zwischen den Finger reiben. 

Ist die Verpiss-dich-Pflanze giftig?

Die Verpiss-dich-Pflanze ist ungiftig und somit auch im Familiengarten bedenkenlos anzupflanzen. Selbst der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) empfiehlt die Verpiss-dich-Pflanze als natürlichen und sicheren Schutz vor unerwünschten Vierbeinern. Gartenschädlinge wie Schnecken, Raupen oder Blattläuse lassen sich von ihrem strengen Duft allerdings nicht abschrecken.

Die Verpiss-dich-Pflanze hieß nicht immer so

Ihren derben Namen erhielt die Verpiss-dich-Pflanze übrigens erst mit der Zeit. Ihr Schöpfer, der Gärtner Dieter Stegmeier, brachte die Kreuzung 2001 als Anti-Hunde-Pflanze auf den Markt und hatte damit Erfolg. Inzwischen wird sie fast überall als Verpiss-dich-Pflanze angeboten.

Verpiss-dich-Pflanze (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Carmen Hauser)Verpiss-dich-Pflanze (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Carmen Hauser)

Verpiss-dich-Pflanze im eigenen Garten: Beet oder Kübel?

Damit sie gut gedeiht, braucht sie einen möglichst sonnigen Standort. Zur Not verkraftet sie aber auch Halbschatten. Weil sie nicht winterhart ist, sollte man die Verpiss-dich-Pflanze nicht vor den Eisheiligen nach draußen setzen. Am einfachsten ist es daher, die Verpiss-dich-Pflanze im Topf oder Kübel zu lassen. So kann sie bei Kälte leichter geschützt werden. Wenn Sie sie ins Beet gepflanzt haben, sollten Sie die Pflanze in kalten Nächten mit Temperaturen unter 15 Grad besonders schützen – zum Beispiel, indem Sie sie in Vlies verpacken.

Pflege der Verpiss-dich-Pflanze

Die Pflanze gedeiht am besten auf humosen, nährstoffreichen Böden. Zudem sollte sie nicht zu feucht, sondern eher trocken gehalten werden.

Die Coleus canina ist eine einjährige Pflanze. Ihr idealer Pflanzzeitpunkt ist zwischen April und Juli. Wichtig ist, dass Sie das Gewächs beim Einpflanzen in das Beet rund zehn Zentimeter tiefer in die Erde setzen. Hierdurch bilden sich schneller neue Triebe. 

Die volle Wirkung ausschöpfen

Ihre volle Wirkung entfaltet die Verpiss-dich-Pflanze erst, wenn sie eine gewisse Größe erreicht hat und ihre Nesseln ausbildet. Um das Gartenbeet bestmöglich zu schützen, sollten mehrere Verpiss-dich-Pflanzen im Abstand von nicht mehr als einem Meter hineingepflanzt werden.

Pflegesteckbrief

Verpiss-dich-Pflanze
(Coleus canina)

 

Standort

Sonnig bis halbschattig.

Erde

durchlässiger, sandiger Boden, humusreich.

Düngen

April bis Mai.
Langzeitdünger.

pH-Wert

Schwach sauer bis schwach alkalisch.

Gießen

Regelmäßig gießen. Lieber zu trocken als zu feucht halten. Staunässe meiden.

Blütezeit

Juni bis August, blau bis violett.

Überwintern

Nicht frosthart.
Nach den Eisheiligen ins Freie setzen.


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche



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