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Nistkasten reinigen: So wird's gemacht

afp, t-online, pc

Aktualisiert am 25.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Säubern der Nistkästen
Sicherheit: Tragen Sie beim Säubern der Nistkästen unbedingt Handschuhe. Parasiten können auch auf den Menschen überspringen. (Quelle: LianeM/getty-images-bilder)
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Nistkästen sind wertvolle Brutplätze für Vögel. Indem Sie regelmäßig jeden Nistkasten reinigen, den Sie in Ihrem Garten zur Verfügung stellen, entfernen Sie Schmutz und mögliche Parasiten. Was es beim Säubern der Nistkästen zu beachten gilt, lesen Sie hier.

Im Herbst ist es Zeit für einen gründlichen Hausputz in den Nistkästen. Denn bald darauf ziehen die Wintergäste wie Meise, Kleiber oder Siebenschläfer ein. Zur Reinigung reichen meist heißes Wasser oder eine Kochsalzlösung.


Vögel: Amsel, Drossel, Fink und Star

Amsel (Turdus merula): Das Männchen trägt ein schwarzes Gefieder und hat einen auffällig gelben Schnabel.
Amsel (Turdus merula): Im Gegensatz zum Männchen sind Amsel-Weibchen durchgehend schlicht braun gefärbt.
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Wertvolle Brutplätze für Vögel

Die Nistkästen sind vor allem für die Vögel bedeutsam, die in Städten oder Siedlungen leben. Dadurch erweitert und ergänzt der Mensch das Angebot an natürlichen Brutplätzen. Die Nester, die die Vögel in den Kästen bauen, ziehen jedoch auch zahlreiche Parasiten an – zum Beispiel Flöhe, Milben und Zecken. Damit die Vögel im darauf folgenden Jahr wieder einen sauberen Brutplatz vorfinden, sollten Sie jährlich den Nistkasten reinigen.

Ein wichtiger Tipp für die Auswahl neuer Nistkästen: Gut ist es, wenn sich das Dach des Kastens entfernen lässt. Dadurch können Sie beim Reinigen besser an das Innere herankommen.

Nistkasten reinigen: Der richtige Zeitpunkt

Wenn Sie einen Nistkasten reinigen möchten, eignet sich der Spätsommer oder frühe Herbst am besten dazu. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) können Sie davon ausgehen, dass spätestens im September der letzte Jungvogel ausgeflogen und der Nistkasten somit leer ist. Falls Sie es nicht geschafft haben sollten, den Kasten im Spätsommer zu reinigen, so empfiehlt sich das Ende des Winters als mögliche Reinigungszeit.

In der kalten Jahreszeit sollten Sie den Kasten nicht säubern, da er dann ein willkommener Unterschlupf für viele bedrohte Insekten ist. Auch Mäuse und Siebenschläfer nutzen den Nistkasten gern als Übergangsnest, wenn die Vögel ausgeflogen sind. Dann sollten Sie den Nistkasten erst im Februar oder März säubern.

Achtung
Nistkästen von Mauerseglern dürfen nicht gereinigt werden. Mauersegler bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest, es ihnen wegzunehmen würde ihre Brutbemühungen praktisch auf null zurücksetzen. Schwalbennester dürfen auch nach der Brutzeit nicht entfernt werden, sie sind ganzjährig geschützt und werden im Folgejahr von den Schwalben ausgebessert und wieder benutzt.

So sollten Sie den Nistkasten reinigen

Der Nabu rät, vorher durch Klopfen am Kasten zu prüfen, ob nicht Zwischenmieter wie Fledermaus oder Siebenschläfer eingezogen sind. Siebenschläfer fangen ab Anfang Oktober mit dem Winterschlaf an, meist nutzen sie für die Überwinterung aber lieber Erdhöhlen. Auch Spatzen, Meisen, Kleibern und Zaunkönigen dienen die Nistkästen als Unterschlupf in kalten Nächten. Andere Kleintiere wie Hasel- oder Waldmaus, Ohrwürmer, Florfliegen, Wespen- und Hummelköniginnen ziehen dort ebenfalls ein.

Fegen Sie den Nistkasten gründlich aus, zum Beispiel mit einem größeren Pinsel, mit dem Sie auch in die Ecken kommen. Das genügt meist schon, um die Parasiten und den Schmutz zu entfernen.

Achtung
Tragen Sie beim Reinigen Handschuhe. Denn Vogelflöhe und anderes Getier können auf den Menschen überspringen.

Bei hartnäckiger Verschmutzung können Sie den Kasten auch mit etwas Wasser ausspülen. Von chemischen Reinigungsmitteln oder Desinfektionsmitteln rät der NABU jedoch entschieden ab. Nach einer Reinigung mit Wasser muss der Nistkasten gut trocknen, bevor Sie ihn wieder aufhängen und die nächsten Vögel darin Platz nehmen können.

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Verwendete Quellen
  • afp
  • Nabu
  • eigene Recherche
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