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Thuja-Hecke oder Lebensbaum pflanzen und schneiden

Kostengünstig und pflegeleicht  

So wird Ihre Thuja-Hecke kompakt und blickdicht

06.02.2020, 16:10 Uhr | ah, t-online, ron

Thuja-Hecke oder Lebensbaum pflanzen und schneiden. Grüne Grenze: Die Thuja-Hecke ist wegen ihrer einfachen Pflege und Robustheit beliebt. (Quelle: imago images/Westend61)

Grüne Grenze: Die Thuja-Hecke ist wegen ihrer einfachen Pflege und Robustheit beliebt. (Quelle: Westend61/imago images)

Sie gehört zu den beliebtesten Heckenarten – die Thuja, auch als Lebensbaum bekannt. Der Grund: Sie eignet sich optimal, um ein Grundstück einzurahmen. Das sollten Sie beim Pflanzen und Schneiden beachten.

Eine Hecke ist Sichtschutz, Gartenbegrünung und Lebensraum für Tiere in einem: Gern pflanzen Hobbygärtner deshalb den immergrünen Lebensbaum an.

Die Thuja, so der botanische Name dieser Zypressenart, bietet aber noch mehr Vorteile. Eine Thuja-Hecke ist grundsätzlich sehr robust. Sie wächst schnell, ist relativ pflegeleicht und sehr kostengünstig – Exemplare ab einem Meter sind schon ab zehn Euro erhältlich. Die drei bekanntesten Thuja-Arten sind Thuja Brabant, Thuja Excelsa und Thuja Smaragd.

Der richtige Standort

Lebensbäume gedeihen am besten an sonnigen bis halb-schattigen Standorten – zu dunkle Ecken sind ungeeignet. Wichtig ist ein feuchter Erdboden, der auch in den Sommermonaten nicht zu sehr austrocknet. Mulchen, beispielsweise mit Rasenschnitt, hilft gegen das Austrocknen des Bodens. Zudem bevorzugt die Thuja-Hecke eher kalkhaltige, sandige Lehmböden.

Info
Auf Dürreperioden reagiert der Lebensbaum empfindlich. Der Standort sollte daher nicht unter großen Bäumen liegen, damit die Pflanzen genügend Regenwasser abbekommen.

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung

Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr direkt nach dem Ende der Frostperiode im April und Mai. Alternativ können Sie die Thuja-Hecke auch nach der Sommerdürre im Frühherbst, etwa Anfang Oktober pflanzen. Ein späterer Zeitpunkt ist nicht zu empfehlen, weil die Hecke dann nicht ausreichend Zeit für das Einwurzeln vor dem Wintereinbruch hat.

Soll Ihre Thuja-Hecke besonders dicht werden, pflanzen Sie die jungen Lebensbäume nicht zu eng. Der Grund: Die Pflanzen wachsen sehr zügig und würden sich – wenn sie zu dicht gepflanzt werden – gegenseitig in ihrem Wachstum hemmen.

Unser Tipp
Damit sich jede Pflanze optimal entwickeln kann, ist ein Abstand von 40 bis 50 Zentimetern zu empfehlen.

Die optimale Pflege

Ausreichend Feuchtigkeit ist für die Thuja-Hecke gerade in den ersten drei Jahren sehr wichtig. Das regelmäßige Wässern ist umso dringlicher, je größer und älter die Thujen beim Einpflanzen sind. Zudem sollten Sie gerade in längeren Trockenperioden darauf achten, dass die Pflanzen genügend Wasser bekommen.

Unser Tipp
Der Hochsommer ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die frisch gepflanzte Hecke mit Stickstoff und Magnesium zu düngen. Die gängigen Volldünger für Heckenpflanzen enthalten meist beide Nährstoffe. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Düngen noch einmal kräftig.

Schnitt: Der beste Zeitpunkt

Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis Brabant): In Form geschnitten, bietet die Thuja-Hecke einen reizvollen Sichtschutz. (Quelle: imago images/blickwinkel)Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis Brabant): In Form geschnitten, bietet die Thuja-Hecke einen reizvollen Sichtschutz. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Thuja-Hecken sollten regelmäßig in Form gebracht werden: So wachsen sie kompakt und bleiben blickdicht. Bei den meisten reicht ein Schnitt pro Jahr aber völlig aus. Empfehlenswert ist das zeitige Frühjahr, wenn sich noch keine neuen Triebe gebildet haben. In dieser Jahreszeit kann auch ein kräftiger Rückschnitt an größeren Hecken erfolgen.

Schnell und stark wachsende Thuja-Hecken sollten zweimal pro Jahr verschnitten werden: im Frühsommer (Ende Juni) und im Spätsommer (Ende August).  

Unser Tipp
Sowohl im Frühjahr als auch im Sommer sollten Sie sich einen eher bedeckten Tag auswählen – andernfalls könnten die frisch geschnittenen Triebe oder zu tiefe Rückschnitte austrocknen.

Wenn Sie Ihre Thuja-Hecke schneiden, nehmen Sie vor allem die jungen Triebe in den Blick. Wer dagegen zu tief vordringt, riskiert, dass die Schnittlöcher nicht mehr vollständig zuwachsen. Zweige, die aufgrund von Lichtmangel bereits bräunlich verfärbt sind, lassen Sie daher besser zunächst außen vor.

Lebensbäume (Thujen): Rechteckig geschnitten dient die Thuja-Hecke hier als Begrenzung zum Nachbargrundstück. (Quelle: imago images/imagebroker)Lebensbäume (Thujen): Rechteckig geschnitten dient die Thuja-Hecke hier als Begrenzung zum Nachbargrundstück. (Quelle: imagebroker/imago images)

Die Trapez-Form

Was die Form angeht, ist eine Trapez-Hecke die beste Wahl. Der Grund: Wenn die Thuja-Hecke unten breiter und zur Spitze hin enger geschnitten wird, kann diese im unteren Bereich mehr Licht fangen. Die Pflanze wird auf diesem Wege gerade in der kalten Jahreszeit besser versorgt. Ebenso wird ein Abbrechen der Zweige durch etwaige Schneelasten verhindert.

Achtung, Nistplatz

Nistplatz: Eine Amsel schützt die Jungen im Nest, das in einem Thuja-Busch im Garten gebaut wurde. (Quelle: imago images/Harald Lange)Nistplatz: Eine Amsel schützt die Jungen im Nest, das in einem Thuja-Busch im Garten gebaut wurde. (Quelle: Harald Lange/imago images)

Thuja-Hecken bieten nicht nur einen Sichtschutz; sie werden auch gern von Vögeln als Nistplatz genutzt. Bevor Sie mit dem Schnitt beginnen, sollten Sie kontrollieren, ob sich bewohnte Vogelnester in dem Geäst befinden. Sollte das der Fall sein, verschieben Sie das Heckenschneiden, bis die Jungvögel flügge geworden sind.

Giftig oder nicht?

Thujen sind in allen Pflanzenteilen für Mensch und Tier giftig. Bei empfindlichen Menschen kann es nach einem Hautkontakt mit den Trieben zu Juckreiz und Rötungen kommen. Werden diese fälschlicherweise verzehrt, können die Giftstoffe der Pflanze zu folgenden Beschwerden führen:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schleimhaut-Reizungen
  • Nierenschäden

Unser Tipp
Tragen Sie beim Rückschnitt grundsätzlich Handschuhe – auch wenn Sie nicht hautempfindlich sind. Besonders Kinder sind im Hinblick auf Vergiftungen gefährdet. Hier finden Sie die Telefonnummern der Giftnotrufzentralen aller Bundesländer im Überblick.

Ungiftige Heckensträucher

Die Hainbuche (Carpinus betulus), der Weißdorn (Crataegus) und die Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum) sind ungiftige Heckensträucher. Zudem sind Rotfichte (Picea abies), Buche (Fagus) und Bambus (Bambusoideae) als Alternativen zum Lebensbaum ebenfalls eine unbedenkliche Wahl.

Bei Schädlingen sofort handeln

Braune Nadeln können ein Hinweis darauf sein, dass die Thuja krank ist. Einerseits können einige Pilzkrankheiten der Auslöser dafür sein, andererseits die gefährliche Miniermotte. Ist Letzteres der Fall, sollten Sie sofort tätig werden. Schneiden Sie die befallenen Triebe ab und entsorgen Sie diese im Hausmüll – nicht im Kompost. Gelegentlich kommt es auch zum Befall mit Baum- und Schildläusen.

Pflanzen-Steckbrief

Lebensbaum (Thuja)
Standortsonnig bis halb-schattig
Erdesandiger, kalkhaltiger, lehmiger Boden
Düngenim Hochsommer mit gängigem Volldünger
Gießenregelmäßig, feucht halten
Schneidenein- oder zweimal pro Jahr
Krankheitenbei Miniermottenbefall betroffene Triebe abschneiden und entsorgen
Verwendete Quellen:
  • Mein schöner Garten: Thuja, Lebensbaum
  • Gartentipps: Thuja als Hecke pflanzen – Anleitung und Pflege
  • Gartenjournal: Miniermotte auf der Thuja erkennen und bekämpfen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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