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Frauenmantel (Alchemilla): Tipps zum Pflanzen und Pflegen

Staude im Garten  

Frauenmantel: Warum der Lückenfüller so beliebt ist

27.05.2020, 14:35 Uhr | cw, t-online, ron

Frauenmantel (Alchemilla): Tipps zum Pflanzen und Pflegen. Frauenmantel (Alchemilla): Er eignet sich wunderbar als Wegbegrenzung. (Quelle: imago images/Shotshop)

Frauenmantel (Alchemilla): Er eignet sich wunderbar als Wegbegrenzung. (Quelle: Shotshop/imago images)

Im Mittelalter galt er als wahres Wunderkraut. Heute gehört der Frauenmantel wegen seiner dekorativen Blätter und Blüten zu den bekanntesten Gartenstauden. Das sollten Sie bei der Pflege beachten.

Ihre mantelförmigen Blätter gaben der Pflanze einst ihren volkstümlichen Namen. Der Grund: Sie erinnern an den wallenden Umhängemantel der Jungfrau Maria. Bei soviel religiöser Verehrung wundert es nicht, dass der Frauenmantel (Alchemilla) seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt ist – und auch gegen Frauenleiden helfen soll.

Heute ist die winterharte Staude mit den kelchartigen Blättern und den fröhlichen grün-gelben Blütenrispen oft in naturnahen Gärten zu finden. Einige Sorten sollen sogar nach Honig riechen. Ein Grund mehr, dass Sie sie in Ihren Garten holen.

Standort: Sonnig bis schattig

Der Frauenmantel stellt keine besonderen Ansprüche an seinen Standort. Er wächst sowohl an sonnigen als auch an schattigen Plätzen. Sie sollten ein humusreiches, möglichst sandiges Erdreich für die Pflanze wählen.

Unser Tipp
Da der Frauenmantel bei gleichmäßiger Bodenfeuchte gut gedeiht, wird er oftmals als Teichrandbegrenzung im Garten eingesetzt.

Pflanzen: Im Frühling oder Herbst

Da Alchemilla zu den Stauden gehört, sollten Sie ihn am besten im Frühjahr oder Herbst pflanzen. Setzen Sie nicht mehr als zwölf Jungpflanzen auf einen Quadratmeter und beachten Sie einen Pflanzabstand von 30 bis 50 Zentimetern, was in etwa ein bis zwei Fußlängen entspricht.

Verwendung: Dekorativer Lückenfüller

Frauenmantel (Alchemilla): Der Bodendecker trägt grün-gelbe Blüten und passt gut in Steingärten. (Quelle: imago images/Manfred Ruckszio)Frauenmantel (Alchemilla): Der Bodendecker trägt grün-gelbe Blüten und passt gut in Steingärten. (Quelle: Manfred Ruckszio/imago images)

Der Frauenmantel macht sich gut als großflächiger Bodendecker und Lückenfüller oder als Rabatteneinfassung. Zudem gedeiht er als Beetpartner optimal neben Rosen, passt aber auch zu Stauden wie

Düngen: Regelmäßig mit Kompost

Generell gilt: Frauenmantel ist anspruchslos, winterhart und mehrjährig. Sie können das Wachstum der Pflanze unterstützen, indem Sie sie regelmäßig mit einem organischen Dünger, wie zum Beispiel Kompost, Hornspäne oder Guano versorgen. Arbeiten Sie diesen einfach gleichmäßig um den Frauenmantel herum in die Erde ein.

Blütezeit: Von Mai bis Oktober

Der Frauenmantel zeigt seine gelb-grünen Blüten – die in kleinen Büscheln auftreten – von Mai bis Oktober. Er gilt als bienenfreundlich und ist deshalb besonders beliebt in naturnahen, nachhaltigen Gärten.

Beliebte Arten für den Garten

Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis): Seine gelben Blüten passen optimal zu blau blühenden Pflanzen. (Quelle: imago images/Shotshop)Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis): Seine gelben Blüten passen optimal zu blau blühenden Pflanzen. (Quelle: Shotshop/imago images)

Obwohl in Europa rund 300 Arten des Frauenmantels heimisch sind, haben sich als Gartenstauden nur wenige Sorten durchgesetzt. Dazu zählen:

  • Gemeiner Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis), auch: Großblättriger Frauenmantel
  • Filziger Frauenmantel (Alchemilla glaucescens)
  • Zierlicher Frauenmantel (Alchemilla epipsila)
  • Silber-Frauenmantel (Alchemilla hoppeana)

Rückschnitt: Zweite Blüte im Spätsommer

Wenn Sie die Selbstaussaat des Frauenmantels verhindern wollen, sollten Sie ihn direkt nach der Blüte zurückschneiden. Positiver Nebeneffekt: Der Rückschnitt regt gleichzeitig den Neuaustrieb an und sorgt für eine zweite Blütezeit im Spätsommer.

Gemeiner Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): Die Staude passt auch gut zur ebenso gelb blühenden Königskerze. (Quelle: imago images/blickwinkel)Gemeiner Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): Die Staude passt auch gut zur ebenso gelb blühenden Königskerze. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Im Spätherbst wird empfohlen, die Staude einem starken Rückschnitt zu unterziehen. Dabei werden die langen und verwelkten Blütenstengel bis zum Boden gekürzt. Auch wird die Pflanze von abgestorbenen Laubblättern befreit. Zu kahl sollte der Frauenmantel aber nicht vor dem Winter aussehen, weil ihm sonst ein natürlicher Frostschutz fehlt.

Wirkung als Heilpflanze

Frauenmantel gehört zu den Heilpflanzen und kann unter anderem als Tee gegen leichten Durchfall helfen.

Wichtig: Sie sollten vor Anwendung unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob eine solche Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.

Frauenmantel (Alchemilla): Seine Blätter erinnern an den wallenden Mantel der Jungfrau Maria. (Quelle: imago images/Photocase)Frauenmantel (Alchemilla): Seine Blätter erinnern an den wallenden Mantel der Jungfrau Maria. (Quelle: Photocase/imago images)

Neben der Heilwirkung bei Magen- und Darmbeschwerden wird dem Frauenmantel auch eine Linderung bei Frauenleiden nachgesagt. Hier soll Frauenmanteltee als pflanzliches Mittel bei Menstruationsbeschwerden helfen – was aber wissenschaftlich nicht belegt ist.

Info
Viele Menschen vertragen Heilpflanzen mit hohem Gerbstoffgehalt – wie dem Frauenmantel – nicht. Diese Unverträglichkeit kann zu Magenschmerzen und Übelkeit führen.

Ist der Frauenmantel giftig?

Nein, der Frauenmantel ist ungiftig. Mehr noch: Alle Pflanzenteile wie Blätter, Stängel, Blüten und Wurzeln sind essbar. Dennoch gibt es Unterschiede. Für Heilzwecke sollten zum Beispiel Blüten und Blätter in den Sommermonaten geerntet werden.

Pflege-Steckbrief

Frauenmantel (Alchemilla)
Standortsonnig bis schattig
Bodenhumusreich, sandig, feucht
PflanzenFrühjahr oder Herbst
DüngenKompost, Hornspäne oder Guano
BlütezeitMai bis Oktober
Rückschnittdirekt nach der Blüte und im Spätherbst
BesonderheitenHeilpflanze, ungiftig
Verwendete Quellen:

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