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Darum sollten Sie Ihren Winterjasmin schneiden

Von t-online, jb

Aktualisiert am 14.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Winterjasmin: Der robuste Zierstrauch ist wenig anfällig für Krankheiten.
Winterjasmin: Der robuste Zierstrauch ist wenig anfällig für Krankheiten. (Quelle: SzabolcsKiss/getty-images-bilder)
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Wenn in der kalten Jahreszeit die meisten Pflanzen ihren Winterschlaf halten, erstrahlen die Winterblüher. Einen auffälligen Farbtupfer bringt der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) in die Gärten. Die Blütezeit des Strauchs ist von Januar bis April.

Das Wichtigste im Überblick


  • Windgeschützter und sonniger Standort
  • Wann ist die beste Pflanzzeit?
  • Zu neuer Blüte schneiden
  • Durch Ableger vermehren
  • Ist der Winterjasmin giftig?
  • Winterjasmin vermehren
  • Pflegesteckbrief

Der Winterjasmin gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und kann als Hängepflanze oder Kletterpflanze kultiviert werden. Auch im Kübel wächst die Pflanze gut. Als Kletterpflanze braucht der Winterjasmin ein Gerüst zum Hochklettern, das kann ein Spalier sein oder eine anderer Strauch. Als so genannter Spreizklimmer hat die Pflanze keine echten Haftorgane, sondern klammert sich mit ihren Seitenzweigen fest. Als Hängepflanze wirkt der Winterjasmin beispielsweise an Gartenmauern sehr dekorativ. An den Boden stellt die Pflanze kaum Ansprüche, leicht kalkhaltige Erde wird aber besonders geschätzt.

Windgeschützter und sonniger Standort

Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Winterjasmin ist zwar winterhart, bei starkem Frost leiden aber dennoch die Blüten. Sie fallen bei Minustemperaturen ab. Nach kurzer Zeit bilden sich neue Knospen. Diese vertragen dagegen Temperaturen bis zu minus 15 Grad, solange sie geschlossen sind. Eine windgeschützte Stelle ist im Garten daher ideal. Steht der Winterjasmin, der auch Gelber Jasmin genannt wird, im Kübel, sollte man diesen als Winterschutz mit einer Matte oder einem Vlies umwickeln.

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Wann ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Winterjasmin ist im Frühling: Dann blüht die Pflanze bereits im nächsten Winter. Aber auch das Pflanzen im frühen Herbst ist möglich. Wichtig ist, dass das Gewächs ausreichend Zeit hat, um Wurzeln zu bilden.

Zu neuer Blüte schneiden

Winterjasmin blüht zwischen Januar und April an einjährigen Trieben. Daher sollte man die Triebe nach der Blüte auf etwa ein Fünftel zurückschneiden. Im Herbst wirf das Gewächs seine Blätter ab, sodass die Blüten an nackten Zweigen stehen. Da diese aber selbst grün sind, wirkt die Pflanze, als ob sie immergrün wäre.

Ein Schnitt ist auch wichtig, um das Wachstum und die Ausbreitung des Gewächses etwas einzudämmen. Im Laufe der Saison sollten die sich neu gebildeten Triebe durch das Rankgerüst leiten, damit der Winterjasmin ausreichend Halt erhält.

Winterjasmin: Zur kalten Jahreszeit öffnet sie ihre Blüte.
Winterjasmin: Zur kalten Jahreszeit öffnet sie ihre Blüte. (Quelle: viktori-art/getty-images-bilder)

Durch Ableger vermehren

Winterjasmin lässt sich leicht durch Absenker vermehren: Liegt ein Trieb am Boden auf, bildet er rasch neue Wurzeln aus und wird später von der Mutterpflanze getrennt. Man kann die Bildung der Ableger auch dadurch fördern, dass man den Trieb an der Unterseite mit einem scharfen Messer etwa zwei Zentimeter lang anschneidet – dabei sollte man aber nicht tief schneiden. Am besten gräbt man eine kleine Mulde, die mit Komposterde gefüllt wird. In diese versenkt man den angeschnittenen Trieb zum Anwurzeln.

Ist der Winterjasmin giftig?

Einige Bestandteile des Winterjasmins können in hoher Dosis zu Lähmungen führen. Allgemein gilt die Pflanze jedoch als ungiftig. So wird sie beispielsweise in der Homöopathie als Gelsemium sempervirens zur Linderung von Beschwerden wie Migräne, Schwindel und bestimmter Erkältungssymptome genutzt.

Winterjasmin vermehren

Der Winterjasmin lässt sich ganz leicht durch Stecklinge vermehren. Hierzu reicht es aus, aus den Seitentriebe Stecklinge abzuschneiden. Diese sollten etwa 20 Zentimeter lang sein. Diese Stecklinge können Sie dann einfach in die Erde stecken. Nach wenigen Wochen bilden sich Wurzeln. Dann können Sie den Zierstrauch umpflanzen. Nach draußen sollten Sie ihn allerdings erst setzen, wenn es ausreichend warm ist. Frost würde dem zarten Steckling noch nicht bekommen. Am besten setzen Sie das Gehölz in die Nähe einer Kletterhilfe. Hieran kann sich der Winerblüher entlanghangeln. Auch als Sichtschutz kann der schöne Zierstrauch hierdurch genutzt werden

Krankheiten und Schädlinge

Da der Winterjasmin zu einer recht kalten Jahreszeit blüht und somit sehr robust ist, ist er kaum von Krankheiten betroffen oder Schädlingen befallen.

Pflegesteckbrief

Winterjasmin
(Jasminum nudiflorum)
Standort Sonnig bis halbschattig, geschützt.
Erde Sandig, kalkhaltiger Boden, humusreich
Düngen Im Frühjahr, teilweise im Spätsommer.
Kompost.
pH-Wert Schwach basisch / alkalisch
Gießen Regelmäßig, im Sommer häufiger
Staunässe meiden.
Blütezeit Januar bis April, gelb.
Überwintern Die Pflanze ist winterhart. Die Blüten sind nicht frostresistent.
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