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Leimfallen an Kirschbäumen helfen gegen Kirschfruchtfliegen

Leimfallen an Kirschbäumen helfen  

Schützen Sie Ihre Kirschernte vor diesem Schädling

26.05.2020, 12:00 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Leimfallen an Kirschbäumen helfen gegen Kirschfruchtfliegen . Eine Made auf einer Kirsche (Quelle: Getty Images/RosicaSabotanova)

Made: Schädlinge an Kirschen sollten Hobbygärtner mit einer Klebefalle vorbeugen. (Quelle: RosicaSabotanova/Getty Images)

Wenn die Kirschen an den Bäumen sich von gelb nach gelbrot verfärben, schwirren sie aus: Kirschfruchtfliegen legen dann ihre Eier direkt in die Früchte, die daraus schlüpfenden Larven vernichten die Ernte. Hobbygärtner müssen nun schnell reagieren.

Kirschfruchtfliegen legen ab Juni ihre Eier ab – und zwar in die Kirschen. Die bis zu sechs Millimeter langen, weißen Maden fressen sich dann durch das Fruchtinnere und verwandeln es in eine faulende Masse. Daher rät der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Hobbygärtnern, rasch beleimte Fallen in die Bäume zu hängen.

Unser Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie den Schädling erkennen. 

Wie wirkt die Klebefalle?

Das Gelb dieser speziellen Fallen lockt die fünf Millimeter großen, schwarzen Fliegen an, die daran haften bleiben. Alternativ lohnt sich bei Bäumen mit kleinen Kronen das Bedecken mit einem Netz. Dieses sollte aber feine Maschen haben, etwa 0,8 mal 0,8 Millimeter.

Die Weibchen suchen die Kirschen auf, wenn diese sich von gelb ins Gelbrote verfärben. Die Tiere sind vor allem bei trockener und warmer Witterung aktiv.

Hängen Sie die Fallen an die bedrohten Bäume im Abstand von rund fünf Metern auf. In diesem Radius ist der Wirkkreis der Fallen. 

Tipp
Alternativ können Essig-Rotwein-Fallen oder Essig-Saft-Falle einen Schädlingsbefall vorbeugen.

Welche Bäume sollten besonders geschützt werden?

Gefährdet sind besonders die mittleren und späten Süßkirschen-Sorten. Aber auch Sauerkirschen sind manchmal betroffen – wenn auch von einer verwandten Art, der Amerikanischen Kirschfruchtfliege. Die Experten raten daher, beim Kauf neuer Gehölze auf frühe Sorten zu setzen.

Es lohnt sich auch, vom Baum gefallene Kirschen aufzulesen sowie betroffene Bäume frühzeitig ganz abzuernten und die Früchte zu entsorgen. Das beugt einem weiteren Befall im kommenden Jahr vor.

Denn ist die Larve voll entwickelt, bohrt sie sich aus der Frucht und fällt zu Boden, worin sie sich verpuppt. Im nächsten Frühjahr schlüpft dann die nächste Generation.

Die Experten raten daher auch dazu, zu dieser Zeit den Boden um den Baum mit einer Folie abzudecken. Das verhindert das Schlüpfen der Fliegen.

Die Kirschfruchtfliegenfallen werden nach der Ernte der Kirschen wieder abgehängt. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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