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Was die Eisheiligen für die Arbeit im Garten bedeuten

Gartenarbeit richtig planen  

So bedeutend sind die Eisheiligen heute noch

11.05.2019, 15:39 Uhr | dpa

Was die Eisheiligen für die Arbeit im Garten bedeuten. Frau drückt eine Erdbeerpflanze in den Boden: Jetzt ist es Zeit, die Setzlinge in die Beete zu pflanzen. (Quelle: imago images/Westend61)

Frau drückt eine Erdbeerpflanze in den Boden: Jetzt ist es Zeit, die Setzlinge in die Beete zu pflanzen. (Quelle: Westend61/imago images)

Für Gartenbesitzer sind die Eisheiligen im Mai ein wichtiger Termin. Denn erst danach soll die Saison für Garten- und Balkonbepflanzung wirklich losgehen. Doch was ist dran an diesem Mythos?

Bei den Eisheiligen handelt es sich um Gedenktage zu Ehren von Heiliggesprochenen Mitte Mai. In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die "Kalte Sofia" (15. Mai) dazu gezählt.

Rund um ihre Gedenktage gibt es Bauernregeln. Zum Beispiel: "Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz". Und in Süddeutschland heißt es ebenfalls gereimt: "Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie."

Regeln für Spätfroste im Frühling

Bauernregeln wie diese liefern tatsächlich Hinweise für Landwirte und Gärtner – auch heute noch. In den Sprichwörtern steckt ein alter Erfahrungsschatz über meteorologische Wahrscheinlichkeiten und wiederkehrende Naturphänomene. Die Bauernregeln zu den Eisheiligen beziehen sich auf Spätfröste im Frühling – im schlimmsten Fall erfrieren dann empfindliche und noch ganz junge Pflanzen im Beet.

Aber es zeigt sich immer wieder auch: Alte Bauernregeln sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai – in den vergangenen Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.

Zeiträume, in denen sich die Witterung stark verändert

Trotzdem lässt sich sagen: Ein paar Bauernregel zu kennen und zu beherzigen, schadet nicht. So hilft es sicher, grobe Zeiträume, in denen sich die Witterung häufig stark verändert wie Anfang bis Mitte Mai zu verinnerlichen und den Garten erst danach zu gestalten.


Hobbygärtner sollten rund um die Eisheiligen wissen: Spätestens jetzt können die kleinen, auf der Fensterbank vorgezogenen Gemüse- und Blühpflanzen ins Beet und in den Balkonkasten kommen. Außerdem können zum Beispiel Gurken und anderes Gemüse direkt ins Beet gesät werden. Alle gekauften, nicht winterharten Kräuter sowie Dahlienknollen und weitere Blühpflanzen werden ausgepflanzt. Und Kübelpflanzen kommen nun endgültig aus dem Winterlager ins Freie. Also: ab in die Beete!

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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