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Fenster putzen: Mit Hausmitteln wird es streifenfrei


Fenster putzen: Nur zwei Hausmittel sind geeignet

Von t-online, jb

Aktualisiert am 26.03.2023Lesedauer: 6 Min.
Wer bei Minusgraden die Fenster putzen muss, sollte Glasreiniger mit Alkohol verwenden.
Fenster reinigen: Wer bei Minusgraden die Fenster putzen muss, sollte Alkohol verwenden. (Quelle: Monika Skolimowska/zb/dpa./dpa)
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Damit die Fenster streifenfrei sauber werden, brauchen Sie keine teuren Spezialreiniger. Diese Hausmittel tun es auch.

Spezialreiniger? Akku-Fenstersauger? Dampfreiniger? Laut Werbeversprechen werden Ihre Fenster nur mit diesen Mitteln und Geräten streifenfrei sauber. (Ob das wirklich stimmt, erfahren Sie in diesem Test.) Doch wer Geld sparen möchte, greift meist doch lieber zu den altbewährten Hausmitteln. Welche wirken und welche nicht, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Kann ich mit Essigwasser meine Fenster putzen?

Ja und nein. Sie können mit Essig Ihre Fenster reinigen. Allerdings greift die Säure die Dichtungen und auch den Kunststoffrahmen Ihres Fensters an. Sie sollten daher sehr vorsichtig mit dem Hausmittel umgehen. (Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.) Wenn Sie dennoch mit Essig Fenster putzen möchten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Geben Sie einen Schuss Essigwasser zusammen mit zwei Litern warmem Wasser in einen Eimer.
  2. Verrühren Sie alles gut.
  3. Tauchen Sie einen weichen Lappen in die Mischung und reiben Sie dann mit dem Essigwasser die schmutzige Scheibe gut ein.
  4. Wischen Sie mit einem zweiten feuchten Lappen, der zuvor mit klarem Wasser benetzt wurde, die Scheibe noch einmal ab. Vergessen Sie dabei vor allem die Dichtungen nicht.
  5. Ziehen Sie mit einem Abzieher die Feuchtigkeit vom Fenster.
  6. Polieren Sie mit einem weichen, fusselfreien Tuch nach.
Putzhandschuhe: Beim Putzen sorgen Haushaltshandschuhe also für die Hygiene.
Putzhandschuhe: Beim Putzen sorgen Haushaltshandschuhe für die Hygiene. (Quelle: vejaa/getty-images-bilder)

Tipp

Tragen Sie beim Fensterputzen Putzhandschuhe, damit Ihre Haut an den Händen durch die Mittel nicht angegriffen wird und austrocknet. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kann ich mit Zitrone meine Fenster putzen?

Wer mit Zitrone seine Fenster putzen möchte, geht wie folgt vor:

  1. Geben Sie zwei Liter warmes Wasser und den Saft einer halben Zitrone in einen Eimer.
  2. Tauchen Sie ein Mikrofasertuch in die Flüssigkeit und säubern Sie damit die Scheiben.
  3. Mit einem Abzieher wird nun die Oberfläche trocken gezogen.
  4. Wer mag, poliert mit einem Fensterleder über das Fensterglas.

Zwar hilft Zitrone, Kalkflecken an der Fensterscheibe vorzubeugen, doch wie auch die anderen aggressiven Reinigungsmittel Essig oder Brennspiritus kann die Flüssigkeit die Dichtungen, das Silikon und die Schutzschicht auf dem Fenster beschädigen. Auch die Gummilippe wird durch die Zitronensäure in Mitleidenschaft gezogen und kann porös werden. Verwenden Sie daher lieber sanftere Mittel, damit Ihre Fensterscheiben streifen- und schlierenfrei sauber werden.

Ist es gut, mit Brennspiritus Fenster zu putzen?

Brennspiritus entfernt hartnäckige Verschmutzungen und von der Sonne eingebrannte Pollenreste. Das Mittel ist aber sehr aggressiv. Es kann ebenfalls den Fensterrahmen, die Dichtungen, das Silikon und die obere Schicht der Fensterscheibe beschädigen – wenn sie mit einer Spezialfolie überzogen ist. (Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.) Wer es dennoch einmal ausprobieren möchte, geht dabei wie folgt vor:

  • Geben Sie einen Schuss Brennspiritus in einen Eimer mit zwei Liter kaltem, klarem Wasser. Wer mag, kann noch einen Schuss Spülmittel hinzugeben.
  • Benetzen Sie ein weiches, sauberes Tuch mit der Flüssigkeit.
  • Säubern Sie damit die Scheiben.
  • Entfernen Sie mit dem Abzieher die Flüssigkeit von der Scheibe.
  • Polieren Sie das Fensterglas mit einem Fensterleder oder professionellen Mikrofasertuch. Vergessen Sie nicht, auch die Dichtungen des Fensters gut zu trocknen.

Sollte ich mit Alkohol Fenster putzen?

Hochprozentiger Alkohol hat dieselbe Wirkung wie Brennspiritus. Er entfernt zwar hartnäckige Flecken, allerdings kann er auch den Fensterrahmen, das Silikon, die Gummidichtungen oder gar die Schutzfolie auf dem Fenster angreifen oder zerstören. Verwenden Sie Alkohol daher nur in Ausnahmefällen und sehr selten zum Fensterputzen.

  1. Geben Sie einen Schuss hochprozentigen, klaren Alkohol zusammen mit zwei Liter kaltem Wasser in einen Eimer. Einen Schuss Spülmittel können, aber müssen Sie nicht hinzufügen.
  2. Nehmen Sie ausreichend von der Flüssigkeit mit einem weichen, sauberen Tuch auf und reinigen Sie damit die Fensterscheibe.
  3. Mit dem Abzieher entfernen Sie nun die Flüssigkeit wieder von der Scheibe.
  4. Um die Dichtungen und den Fensterrahmen zu schonen, sollte er ausreichend abgetrocknet werden.
  5. Damit keine Schlieren zurückbleiben, sollten Sie mit einem weichen Mikrofasertuch oder Fensterleder die gereinigte Fläche nachpolieren.

Weichspüler: Ein Wundermittel fürs Fensterputzen?

Weichspüler gilt als das Wundermittel beim Fensterputzen. Er soll dafür sorgen, dass Regen besser abperlt. Das stimmt auch. Allerdings hinterlässt der Weichspüler oft einen leicht gräulichen Film auf der Scheibe, weshalb die Sicht schnell getrübt ist.

Darüber hinaus spült der Regen den Weichspüler nach einiger Zeit ab. So gelangt der Wäschezusatz in den Boden und früher oder später ins Grundwasser. Wer dennoch mit Weichspüler seine Fenster putzen möchte, geht dabei wie folgt vor:

  1. Geben Sie ein Drittel der Dosierkappe des Weichspülers in einen Eimer. Füllen Sie nun etwa zwei Liter lauwarmes Wasser hinzu.
  2. Nun kommt noch ein Schuss Spülmittel hinein.
  3. Tauchen Sie einen weichen Baumwolllappen in das Gemisch.
  4. Reinigen Sie damit die schmutzigen Scheiben.
  5. Mit einem Abzieher wird dann die Flüssigkeit wieder vom Glas entfernt.
  6. Um Streifen zu vermeiden, sollten Sie abschließend noch einmal mit einem Fensterleder die Scheiben polieren. Alternativ reicht hier auch ein professionelles Mikrofasertuch mit einer sehr weichen Oberfläche.

Ist Klarspüler gut zum Fensterputzen?

Klarspüler sorgt nicht nur für streifen- und schlierenfreie Fenster. Er verhindert auch, dass sich schnell neuer Schmutz an der Scheibe ablagert. Mit dem Wundermittel die Fenster zu reinigen, geht dabei ganz leicht:

  1. Nehmen Sie einen Eimer mit warmem Wasser (40 bis 50 Grad Celsius).
  2. Pro Liter geben Sie nun einen Schuss Klarspüler hinein.
  3. Verrühren Sie die Flüssigkeiten gut miteinander.
  4. Nehmen Sie mit einem weichen, sauberen Lappen die Flüssigkeit auf und reiben Sie dann damit die Scheibe ein.
  5. Sind die Verschmutzungen hartnäckiger, sollten Sie alles wenige Minuten einweichen lassen und anschließend noch einmal kräftiger schrubben.
  6. Mit einem Abzieher entfernen Sie nun die Flüssigkeit mitsamt dem Schmutz.
  7. Polieren Sie mit einem trockenen, sauberen und fusselfreien Tuch über die Scheibe. Am besten eignet sich ein professionelles Mikrofasertuch oder ein Fensterleder.

Weshalb Sie zum Nachpolieren nicht irgendein Mikrofasertuch verwenden, sondern zu einem professionellen greifen sollten, erläutern wir in diesem Artikel.

Sollte ich mit Glasreiniger meine Fenster putzen?

Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, eignet sich Glasreiniger zum Säubern von bestimmten Glasflächen. (Welche Sie damit nicht reinigen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.) Allerdings ist das Putzmittel nicht die erste und beste Wahl, wenn es ums Fensterputzen geht.

Denn es enthält unter anderem Alkohol, der die Fensterdichtungen und den Rahmen angreifen kann. Auch die Fensterscharniere leiden unter dem Einsatz von Glasreiniger. Wenn Sie dennoch mit Glasreiniger Ihre Fenster putzen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten.

Sprühflasche

  1. Sprühen Sie den Glasreiniger direkt auf die Scheibe.
  2. Wenn das Fenster besonders schmutzig ist, verwischen Sie alles mit einem feuchten Tuch. Ist das Fenster nicht besonders verschmutzt, können Sie diesen Schritt auch überspringen.
  3. Mit einem Abzieher entfernen Sie das Reinigungsmittel von der Scheibe.
  4. Abschließend polieren Sie mit einem trockenen, sauberen, fusselfreien Tuch die Fläche trocken.

Wichtig: Putzen Sie mit geöffneten Fenstern und achten Sie darauf, dass Sie den Sprühnebel nicht einatmen.

Eimer

  1. Nehmen Sie einen Eimer und füllen Sie zwei Liter warmes Wasser hinein.
  2. Geben Sie einen Schuss Glasreiniger (nicht als Sprühdosis, sondern als Schluck aus der Flasche) hinzu.
  3. Benetzen Sie ein sauberes Tuch mit der Mischung.
  4. Wischen Sie damit über die Fensterscheibe.
  5. Mit einem Abzieher entfernen Sie anschließend die Glasreiniger-Wasser-Mischung wieder.
  6. Damit keine Streifen entstehen, reiben Sie die Scheibe mit einem fusselfreien, trockenen, sauberen Tuch ab.

Natron: Eignet sich das Hausmittel zum Fensterputzen?

Natron (Backsoda) soll beim Fensterputzen helfen, Schmutz zu entfernen und unansehnliche Streifen und Schlieren zu verhindern. Dazu werden drei Esslöffel Natriumhydrogencarbonat in etwa fünf Litern warmem Wasser aufgelöst.

Anschließend wird alles gut verrührt. Mit einem weichen Tuch wird das Reinigungsmittel auf die Scheibe aufgetragen und gut eingearbeitet. Später wird mit einem Abzieher die Glasscheibe abgezogen, sodass sie trocken ist.

Der Nachteil von Natron ist, dass es einen leichten, gräulichen Film auf der Scheibe hinterlassen kann. Das Glas wirkt verschmiert. Darüber hinaus kann es sein, dass bei grobkörnigem Natron die Stücke fiese Kratzer auf der Glasoberfläche hinterlassen.

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Eignet sich Soda (Waschsoda) zum Fensterputzen?

Waschsoda wird ähnlich wie Backsoda (Natron) angewendet: Geben Sie zwei bis drei Esslöffel Soda in einen Eimer mit etwa vier bis fünf Litern warmem Wasser. Verrühren Sie alles gut. Sobald sich das Soda aufgelöst hat, verteilen Sie die Flüssigkeit mit einem weichen Schwamm auf der Fensterscheibe. Abschließend mit einem Abzieher das Reinigungsmittel entfernen, nachpolieren. Fertig.

Auch hier gibt es wieder den Nachteil, dass die Fensterscheibe durch das Soda eher verschmiert wirkt. Lösen sich die Körner nicht gut auf, können ebenfalls Kratzer auf der Scheibe entstehen.

Was ist das beste Mittel zum Fensterputzen?

Das beste Hausmittel zum Fensterputzen ist: warmes Wasser. Das erklären Profis in diesem Artikel. Bei starken Verschmutzungen sollte auch ein Schuss Geschirrspülmittel – pH-neutral und ohne pflegende Stoffe – hinzugefügt werden. Als Putzutensil sollte Sie unbedingt einen Abzieher verwenden.

Wie bekomme ich meine Fenster schlierenfrei?

Damit keine Schlieren oder Streifen nach dem Fensterputzen zurückbleiben, ist sowohl das Putzwasser als auch die -technik wichtig. Das Wasser sollte keinen Kalk enthalten. Wenn Sie in einer Region mit hartem Wasser wohnen, können Sie auf destilliertes Wasser zurückgreifen. Das Wasser sollte zudem warm sein, damit sich Schmutz besser löst.

Darüber hinaus ist auch die Putztechnik entscheidend. Der Abzieher sollte nach jedem Schritt gut getrocknet und gesäubert werden. Er muss exakt unter der bereits abgezogenen Fläche angesetzt und dann im richtigen Winkel über die Scheibe gezogen werden. Und: Als letzter Schritt ist das Polieren der Scheibe angesagt. Das geht mit einem weichen, fusselfreien Geschirrtuch oder einem Fensterleder.

Was kommt ins Putzwasser fürs Fenster?

Es reicht, wenn Sie Ihre Fenster mit klarem, kalkfreiem, warmem Wasser putzen. Wer mag, kann noch einen Schuss Geschirrspülmittel – am besten pH-neutral und ohne Pflegesubstanzen – hinzugeben. Auch ein Schuss Klarspüler hat sich für viele beim Fensterputzen bewährt.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • fensterblick.de "Fenster putzen"
  • ndr.de "Fenster putzen"
  • putzen-wie-die-profis.de "Interview mit einem Profi"
  • hg.eu "Fenster putzen"
  • frag-team-clean.de "Fenster putzen"
  • rundschau-online.de "Interview Fensterputzer"
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