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Mülltonne stinkt? Wie der Natron-Trick hilft

dpa-tmn, sj

Aktualisiert am 06.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Fliegen im Müll
Fliegen aus Speiseresten: Speziell im Sommer sollten Sie die Intervalle zur Müllleerung kurz gewählt werden. (Quelle: Hopfphotography/getty-images-bilder)
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Wenn draußen die Temperaturen steigen, ist jeder Gang zur Mülltonne zur Qual für die Nase. Doch Gestank und Maden im Müll können Sie leicht verhindern.

Das Wichtigste im Überblick


  • Mülleimer im Sommer häufiger leeren
  • Mülltonne und -eimer ausspülen
  • Mit Biofilter gegen Schimmel und Maden
  • Mülleimer-Deos sind schlecht für Allergiker
  • Mit Zeitungspapier und Natron gegen Müllgeruch
  • Kaffee und Essig als Geruchskiller

Bei hohen Temperaturen zersetzen sich Essensreste und Gartenabfälle schneller. Werden sie dann noch gepresst und ohne Frischluft in einer Mülltonne gelagert, entwickelt sich Gestank. Pilze und Bakterien vermehren sich unter diesen feuchtwarmen Bedingungen ungehemmt und auch für Insekten ist die übel riechende Tonne eine ideale Brutstätte.


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Mülleimer im Sommer häufiger leeren

Deshalb gilt der grundsätzliche Tipp für jegliches Abfallbehältnis: häufig leeren. Speziell im Sommer sollten die Intervalle kurz gewählt werden. Bringen Sie den Biomüll alle ein bis zwei Tage nach draußen. Um diesen kurzen Intervall besser einhalten zu können, verwenden Sie für Lebensmittelabfälle am besten einen Ein-Liter-Joghurt-Eimer. Er muss zwar häufiger geleert werden, weil er schneller voll ist, als eine kleine Biotonne mit einem 10-Liter-Volumen. Wiederum können Sie so üble Gerüche in der Wohnung vermeiden.

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Mülltonne und -eimer ausspülen

Darüber hinaus sollten Sie regelmäßig denn Mülleimer auswaschen. Auch die Mülltonne kann nach der Leerung kurz mit Regenwasser ausgespült werden. Das Abwasser können Sie dann in den Gulli schütten.

Mit Biofilter gegen Schimmel und Maden

Viele Städte und Gemeinden setzen daher schon seit einiger Zeit auf Biotonnen mit Filterdeckeln. Ein Biofilter im Deckel wandelt mithilfe von Enzymen und Mikroorganismen Fäulnisgase in harmlose, geruchsfreie Substanzen um. Der Deckel schließt die Mülltonne mit einer Doppeldichtung zudem vollkommen dicht ab und verhindert so zusätzlich, dass sich Ungeziefer einnistet.

Mülleimer-Deos sind schlecht für Allergiker

Hersteller von Abfalleimern für den Haushalt versuchen indes, mit Aktivkohlefiltern im Deckel und antibakteriellen Inneneimern unangenehmen Gerüchen vorzubeugen. Selbst mit Mülleimer-Deos kann man dem stinkenden Abfalleimer mittlerweile zu Leibe rücken. Allerdings warnt unter anderem das Bundesumweltministerium vor zu viel künstlicher Beduftung. Einige Duftstoffe könnten bei Berührung zu einer Kontaktallergie führen oder Kopfschmerzen, Übelkeit oder Reizungen der Augen und Atemwege auslösen, wenn sie eingeatmet würden. Durch die Deo-Düfte werden die Gerüche ohnehin nur überlagert und nicht beseitigt.

Wer eine herkömmliche Biotonne besitzt und die Kosten für einen geruchsreduzierten Mülleimer scheut, kann mit einfachen Hausmitteln und ein paar Vorsichtsmaßnahmen die Geruchsbelästigung durch Abfalleimer und Mülltonnen minimieren.

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Mit Zeitungspapier und Natron gegen Müllgeruch

Organische Küchenabfälle wie Kartoffelschalen oder Kaffeesatz verbreiten im Küchenabfall bereits nach kurzer Zeit einen unangenehmen Geruch. Das kann man verhindern, indem man die Küchenabfälle vor dem Wegwerfen in Zeitungspapier einpackt. So entzieht man dem Abfall Feuchtigkeit und schließt den Geruch ein. Auch alte Zeitung ist ein idealer Geruchskiller. Sie wird am besten auf den Boden des Biomülleimers gelegt. Darüber hinaus kann das Papier kann zudem deodorierend wirken.

Ähnlich wirkt auch Katzenstreu. Es entzieht dem Abfall die Feuchtigkeit und schließt dabei auch unangenehme Gerüche ein. Wer kein Katzenstreu parat hat, kann auch Eierkartons zum Trockenlegen des Abfalls verwenden. Als wirksames Mittel gegen Gerüche hat sich außerdem Natron erwiesen. Um den Gestank in der Mülltonne zu minimieren, genügt es, einige Esslöffel Natron auf den ausgelegten Boden der Tonne zu geben. Aufpassen sollten Sie jedoch bei Behältern aus Metall. Das Material kann durch das Natron angegriffen werden. Geben Sie es daher lieber in einen kleinen Behälter und stellen diesen neben die Tonne.

Kaffee und Essig als Geruchskiller

Andere Geruchskiller sind zerstoßene Holzkohle oder gemahlenes Kaffeepulver. Noch intensiver kann man dem Gestank mit Essig zu Leibe rücken: Zwei Tassen reichen, um die großen Hausmülltonnen gründlich auszuschrubben. Im Notfall können Sie hierfür auch Bleichmittel verwenden – allerdings ist die Anwendung nicht ungefährlich. Suchen Sie sich am besten einen sonnigen Tag aus, damit Sie an der frischen Luft arbeiten können. Darüber hinaus sollten Sie zum Schutz Handschuhe tragen.

  1. Geben Sie dann drei Tassen Bleiche auf vier Liter Wasser.
  2. Rühren Sie mit einer Bürste mit langem Stiel – beispielsweise eine Klobürste – die Mischung um.
  3. Lassen Sie alles eine Stunde einwirken.
  4. Schrubben Sie anschließend das Innere samt Deckel.
  5. Stellen Sie nun den offenen Eimer mit aufgeklapptem Deckel zum Trocknen in die Sonne.

Durch die ultravioletten Strahlen der Sonne werden die Gestank bildenden Organismen vernichtet.

Tipp
Geben Sie ein paar Kaffeebohnen in den Mülleimer und darüber dann die Mülltüte. So müssen Sie die Bohnen nicht auswechseln.

Schattiger Platz für den Mülleimer

Da sich Bakterien, Pilze und Insektenlarven in warmer Umgebung besonders wohl fühlen, sollten man im Sommer einen möglichst schattenreichen Stellplatz für die Mülltonne wählen. Das gilt auch für den Abfalleimer in der Küche. Bei direkter Sonneneinstrahlung entwickelt sich der üble Geruch noch schneller.

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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

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